Veröffentlicht am: 15.03.2026 um 15:44 Uhr:

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Bücher: Worte des Widerstands: Kästners mutige Epigramme

In Sprüche und Widersprüche zeigt Erich Kästner eine andere Seite seines Schreibens. Der 1943 entstandene Band mit 63 Epigrammen liest sich heute wie ein stilles, aber deutliches Zeugnis inneren Widerstands.

» Der deutsche Schriftsteller Erich Kästner ist vor allem für seine Kinderbücher und pointierten Gedichte bekannt. Doch sein Werk Sprüche und Widersprüche offenbart eine besonders eindrucksvolle Facette seines Schaffens. Der Band, auf März 1943 datiert, entstand in einer Zeit, in der Kästner bereits seit 1933 von den Nationalsozialisten mit einem Veröffentlichungsverbot belegt war.

Trotz dieser Einschränkungen schrieb der Autor 63 Epigramme, die sich durch scharfen Witz, kluge Beobachtung und mutige Anspielungen auf die politische Situation auszeichnen. Viele der kurzen Texte enthalten riskante Zeitbezüge und lassen sich als Ausdruck eines inneren Widerstands lesen.

Berühmte Kästner-Zitate erhalten in diesem Kontext eine besondere Bedeutung. Der Satz „Es gibt nichts Gutes, außer: Man tut es“ wirkt hier nicht nur wie eine moralische Maxime, sondern auch wie ein Aufruf zu Haltung und Verantwortung in schwierigen Zeiten.

Der Band zeigt eindrucksvoll, wie Literatur auch unter politischen Repressionen zu einem Medium des Nachdenkens und der moralischen Klarheit werden kann. Sprüche und Widersprüche erscheint im Atrium Verlag, umfasst 96 Seiten und kostet 14 Euro. Das Urteil: gelungen. «


Quelle: HÖRZU vom 27. Februar 2026 / textuell aufbereitet mit Hilfe von ChatGPT

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