Veröffentlicht am: 14.04.2026 um 11:35 Uhr:

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Bücher: Wenn Erinnerung zur Literatur wird: Siri Hustvedts „Ghost Stories“

Mit „Ghost Stories“ verwandelt Siri Hustvedt Trauer und Erinnerung in große Literatur. In einem berührenden Denkmal blickt sie auf 43 Jahre an der Seite ihres Ehemanns Paul Auster zurück – klar, zärtlich und unsentimental. Ein intimes Porträt eines Traumpaares der Gegenwartsliteratur.

» Die Literatur lebt von Geschichten, die das Leben schreibt – und manchmal sind es die Geister der Vergangenheit, die den stärksten Eindruck hinterlassen. Siri Hustvedt gelingt mit „Ghost Stories“ ein außergewöhnliches Werk, das Trauer und Erinnerung in Worte fasst, ohne in Sentimentalität zu verfallen. Mit bewundernswerter Klarheit und Zärtlichkeit reflektiert sie 43 Jahre gemeinsamer Zeit mit Paul Auster, ihrem Ehemann und literarischen Weggefährten.

Aus Briefen, Gedanken und Szenen entsteht ein intimes, reflektiertes Porträt eines Traumpaares der Gegenwartsliteratur. Die Leser*innen werden Zeugen einer Beziehung, die von gegenseitigem Respekt, Kreativität und tiefem Verständnis geprägt ist. Siri Hustvedt schafft es, die Trauer über den Verlust in große Literatur zu verwandeln – ein Denkmal, das berührt und inspiriert.

Das Buch ist unsentimental, aber voller Wärme. Es zeigt, wie Erinnerungen nicht nur schmerzen, sondern auch Kraft geben können. Die Sprache ist präzise, die Beobachtungen tiefgründig. Wer sich auf „Ghost Stories“ einlässt, entdeckt nicht nur die Geschichte einer Liebe, sondern auch die Kunst, das Vergangene lebendig zu halten.

Mit 400 Seiten (Rowohlt, 25 €) bietet das Werk Raum für Reflexion, für Nähe und für die leisen Töne des Abschieds. Das HÖRZU-Urteil: großartig – ein Muss für alle, die Literatur lieben und sich für die menschlichen Facetten hinter den Geschichten interessieren. «


Quelle: HÖRZU vom 27. März 2026 / textuell aufbereitet mit Hilfe von Copilot

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