Veröffentlicht am: 22.04.2026 um 11:37 Uhr:
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Bücher: „Wir waren Heldinnen“ – Der lange Weg der Fußballpionierinnen
» Mit "Wir waren Heldinnen" rückt Torsten Körner ein Kapitel deutscher Sport- und Gesellschaftsgeschichte ins Rampenlicht, das viel zu lange übersehen wurde. Das Buch erzählt vom zermürbenden Kampf der ersten Fußballspielerinnen in Deutschland – um Anerkennung, Respekt und Gleichberechtigung. Und es macht deutlich, wie steinig der Weg war, den Frauen gehen mussten, um überhaupt auf dem Platz stehen zu dürfen.
Körner schildert eindrucksvoll, wie der Frauenfußball über Jahrzehnte hinweg ausgebremst, verboten oder lächerlich gemacht wurde. Seine Protagonistinnen spielten nicht nur gegen Gegnerinnen, sondern auch gegen starre Rollenbilder, Verbände und gesellschaftliche Vorurteile. Mit großer erzählerischer Kraft zeigt der Autor, wie viel Mut, Leidenschaft und Durchhaltevermögen es brauchte, um sich dennoch durchzusetzen – auf und neben dem Spielfeld.
Dabei bleibt das Buch nicht bei historischen Fakten stehen. Körner verbindet persönliche Geschichten mit einem klaren Blick auf die gesellschaftlichen Strukturen, die Gleichberechtigung lange verhindert haben. So wird "Wir waren Heldinnen" zu weit mehr als einem Sportbuch: Es ist eine Analyse von Macht, Geschlechterrollen und dem langsamen Wandel sozialer Normen.
Fast zeitgleich vertieft Körner das Thema mit der ARD-Dokumentation „Mädchen können kein Fußball spielen“, die das Buch hervorragend ergänzt. Gemeinsam zeichnen Buch und Film ein facettenreiches Bild von Frauen, die sich ihren Platz erkämpft haben – und damit den Grundstein für den heutigen Frauenfußball legten.
Mit 336 Seiten ist "Wir waren Heldinnen" eine eindringliche, kluge und emotional starke Lektüre. Ein wichtiges Buch über Mut, Beharrlichkeit und den Preis von Gleichberechtigung – und ein überzeugendes Plädoyer dafür, diese Geschichten nicht zu vergessen. Das HÖRZU-Urteil ist eindeutig: großartig. «
Quelle: HÖRZU vom 27. Juni 2026 / textuell aufbereitet mit Hilfe von Copilot