Veröffentlicht am: 24.06.2026 um 17:02 Uhr:
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Fernweh Festival (Erlangen): 15 Monate Westafrika: Fabian Gebert erzählt von der chaotischsten Reise seines Lebens

» Das Fernweh Festival vom 12. bis 15. November 2026 in Erlangen steht für authentische Reisegeschichten – und am Samstag, den 14. November 2026, erwartet die Besucher um 14 Uhr im Kleinen Saal der Heinrich-Lades-Halle ein besonders intensiver Erfahrungsbericht: In seinem Vortrag „Die chaotischste Reise meines Lebens!“ nimmt Fabian Gebert sein Publikum mit auf eine außergewöhnliche Reise durch Westafrika.
Was ursprünglich als sechswöchiger Backpacking-Trip geplant war, entwickelte sich Anfang 2020 zu einem 15-monatigen Abenteuer. Die weltweite Corona-Pandemie machte eine Weiterreise zunächst unmöglich und zwang Gebert, umzudenken. Aus der geplanten Route wurde eine offene Reise voller unerwarteter Wendungen – mit insgesamt 449 Tagen unterwegs.
Seine Reise begann in Benin, wo er in einem schwimmenden Dorf lebte und tiefe Einblicke in die lokale Kultur erhielt. Besonders prägend war die Teilnahme an einer traditionellen Voodoo-Zeremonie, die ihm das spirituelle Leben der Region näherbrachte. In Togo erlebte er die Herausforderungen des Alltags hautnah – ohne Strom und fließendes Wasser, dafür mit großem Improvisationsgeist.
Ein weiterer eindrucksvoller Abschnitt führte ihn nach Sierra Leone, wo er einen Minenarbeiter in einer abgelegenen Goldmine begleitete. Die harte körperliche Arbeit und die einfachen Bedingungen vermittelten ihm eine neue Wertschätzung für Rohstoffe und deren Gewinnung.
Mit dem Ausbruch der Pandemie änderten sich die Bedingungen radikal. Ausgangssperren, geschlossene Grenzen und fehlende Transportmöglichkeiten stellten Gebert vor eine neue Herausforderung. Seine Lösung: ein Fahrrad. Mit eigener Muskelkraft setzte er seine Reise fort und legte rund 5.500 Kilometer durch Senegal zurück – eine intensive Zeit voller spontaner Begegnungen und kleiner Abenteuer am Wegesrand.
Besonders bewegend war sein Aufenthalt auf einer Müllhalde, wo er mehrere Tage mit den dort lebenden Menschen verbrachte. Hier wurde ihm eindrücklich vor Augen geführt, wie existenziell Kinderarbeit für viele Familien ist – eine Erfahrung, die ihm die sozialen Realitäten der Region näherbrachte.
Trotz aller Herausforderungen, Unsicherheiten und schwierigen Lebensbedingungen erlebte Gebert Westafrika vor allem als Region voller Lebensfreude, Herzlichkeit und Gastfreundschaft. Humor, Offenheit und Menschlichkeit prägten seine Reise ebenso wie die zahlreichen Begegnungen mit Menschen vor Ort.
Sein Vortrag verbindet persönliche Geschichten mit eindrucksvollen Fotografien und vermittelt ein vielschichtiges Bild einer Region, die oft unterschätzt wird. Dabei zeigt Gebert nicht nur die Herausforderungen, sondern auch die Schönheit und kulturelle Vielfalt Westafrikas.
Der 30-jährige Fotograf aus Würzburg wagte vor einigen Jahren den Schritt aus dem klassischen Handwerksberuf in die professionelle Fotografie. Heute arbeitet er unter anderem im Presse- und Konzertbereich sowie als Reisefotograf. Für seine Arbeiten wurde er bereits ausgezeichnet, unter anderem mit dem ersten Preis beim „European Newspaper Award“ 2022.
Die etwa zweistündige Reportage ist eine Einladung, Westafrika aus einer neuen Perspektive kennenzulernen – ehrlich, intensiv und bewegend.
Tickets für die Veranstaltung sind ab 19 Euro erhältlich, abhängig von der Kategorie.
Mit „Die chaotischste Reise meines Lebens!“ erwartet die Besucher ein Vortrag, der nicht nur Fernweh weckt, sondern auch zum Nachdenken anregt und lange im Gedächtnis bleibt. «
Quelle: https://fernwehfestival.com/event/ff26-westafrika/ / textuell aufbereitet mit Hilfe von Copilot