Veröffentlicht am: 03.07.2026 um 11:01 Uhr:

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Internet: Marktcheck alarmiert: Versteckte Kosten bei der Online-Arztterminsuche?

Ein aktueller Marktcheck der Verbraucherzentralen wirft kritische Fragen zur Transparenz digitaler Arztterminportale auf. Besonders gesetzlich Versicherte könnten bei der Terminbuchung mit kostenpflichtigen Angeboten konfrontiert werden, obwohl sie gezielt nach Kassenleistungen suchen. Die Hintergründe beleuchtet ein ausführlicher Bericht auf heise online.

» Wenn der Kassenpatient plötzlich selbst zahlen soll

Online-Plattformen für Arzttermine sind für viele Patienten der erste Anlaufpunkt bei der Suche nach einer medizinischen Behandlung. Doch ein neuer Marktcheck des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) legt nahe, dass die digitale Terminvermittlung nicht immer so transparent funktioniert, wie Nutzer es erwarten.

Die Untersuchung konzentrierte sich auf die Plattform Doctolib und analysierte Terminangebote in den Fachbereichen Dermatologie und Gynäkologie. Dabei zeigte sich laut den Verbraucherschützern, dass auch bei einer Suche speziell für gesetzlich Versicherte regelmäßig kostenpflichtige Selbstzahlerleistungen oder Angebote von Privatpraxen angezeigt werden.

Kritik an Darstellung und Kennzeichnung

Besonders kritisch bewerten die Tester, dass Hinweise auf mögliche Zusatzkosten häufig erst spät im Buchungsprozess sichtbar werden. Zudem sollen in einigen Fällen Leistungen, die normalerweise von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden, nur als kostenpflichtige Varianten angeboten worden sein.

Auch in der Gynäkologie stellten die Prüfer nach eigenen Angaben eine teils unklare Kennzeichnung individueller Gesundheitsleistungen fest. Dadurch könne für Patienten der Eindruck entstehen, die angebotenen Leistungen gehörten zum regulären Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung.

Verbraucherschützer fordern politische Konsequenzen

Der vzbv sieht deshalb Handlungsbedarf beim Gesetzgeber. Gefordert werden verbindliche Transparenzstandards für digitale Terminportale, eine klare Trennung von Kassen- und Privatleistungen sowie Schutzmaßnahmen gegen fragwürdige Gebührenregelungen. Gleichzeitig soll sichergestellt werden, dass Menschen ohne Internetzugang weiterhin gleichwertige Möglichkeiten erhalten, Arzttermine telefonisch oder direkt in den Praxen zu vereinbaren.

Auch Gerichte beschäftigen sich mit dem Thema

Die Diskussion um die Darstellung von Terminangeboten auf Doctolib ist nicht neu. Bereits in der Vergangenheit hatten Verbraucherschützer Kritik geäußert. Zudem wurde die Plattform gerichtlich wegen möglicher Irreführung von Kassenpatienten überprüft. Das Verfahren ist noch nicht endgültig abgeschlossen.

Wer die Details des Marktchecks, die konkreten Untersuchungsergebnisse und die politische Debatte dahinter nachlesen möchte, findet die vollständige Berichterstattung im Artikel von Stefan Krempl auf heise online. «


Quelle: Artikel von Stefan Krempl auf heise.de vom 2. Juli 2026 / textuell aufbereitet mit Hilfe von Copilot

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