Veröffentlicht am: 12.08.2026 um 20:19 Uhr:
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Bundesregierung: Zukunftsagenda für Musikstreaming: Branche und Politik starten gemeinsamen Reformprozess
» Musikbranche einigt sich auf gemeinsame Zukunftsagenda
Die Bundesregierung hat gemeinsam mit führenden Akteurinnen und Akteuren der Musikbranche einen wichtigen Schritt zur Weiterentwicklung des Musikstreaming-Marktes in Deutschland eingeleitet. Beim ersten Popmusikgipfel im Bundeskanzleramt verständigten sich Künstler, Branchenverbände, Musiklabels und Streamingplattformen auf eine gemeinsame Zukunftsagenda, die die Grundlage für künftige Reformen und Verbesserungen schaffen soll.
Initiiert wurde das Treffen von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer. Ziel ist es, aktuelle Herausforderungen des Musikstreamings gemeinsam anzugehen und tragfähige Lösungen für die Zukunft der Branche zu entwickeln.
Neue Taskforce soll Lösungen erarbeiten
Kernstück der Vereinbarung ist die Einrichtung einer „Taskforce Musikstreaming“. Unter der Moderation des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) sollen die verschiedenen Interessengruppen künftig regelmäßig zusammenarbeiten. Dabei stehen insbesondere Fragen der Vergütung von Künstlerinnen und Künstlern sowie die Transparenz von Streaming-Erlösen im Mittelpunkt.
Ein zentrales Vorhaben der Taskforce ist die Einführung eines sogenannten „Vergütungskompasses“. Dieses Instrument soll erstmals belastbare Daten für den deutschen Musikstreaming-Markt liefern und damit eine fundierte Grundlage für weitere Diskussionen und Entscheidungen schaffen.<
Faire Vergütung im digitalen Zeitalter
Musikstreaming hat sich in den vergangenen Jahren zur wichtigsten Form des Musikkonsums entwickelt und gilt gleichzeitig als bedeutender Wachstumsmotor der Musikindustrie. Mit der steigenden wirtschaftlichen Bedeutung des Streaminggeschäfts wachsen jedoch auch die Anforderungen an Transparenz und eine angemessene Vergütung kreativer Leistungen.
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer betonte die Bedeutung des gemeinsamen Prozesses: Kreatives Schaffen müsse sich auch im digitalen Zeitalter lohnen. Die vereinbarte Zukunftsagenda eröffne einen strukturierten Dialog über die Zukunft des Musikstreamings und bringe die unterschiedlichen Interessen der Beteiligten an einen Tisch.
Breite Beteiligung der Musikindustrie
Dem Gipfel gingen bereits mehrere Gesprächsrunden zwischen Dezember 2025 und März 2026 voraus. Nun kamen erstmals alle relevanten Akteure der Branche gemeinsam zusammen.
Zu den Teilnehmern gehörten unter anderem die Künstler Herbert Grönemeyer, Carolin Niemczyk und Daniel Grunenberg von Glasperlenspiel sowie der Rapper, Songwriter und Produzent Maeckes. Vertreten waren außerdem Organisationen wie PRO MUSIK e.V., die Akademie für populäre Musik und die Fair Share Initiative.
Auch die großen Branchenteilnehmer nahmen an den Gesprächen teil, darunter die GEMA, der Bundesverband Musikindustrie, der Verband Deutscher Musikverlage, der Verband unabhängiger Musikunternehmer*innen sowie die Musikunternehmen Universal Music Group, Sony Music und BMG. Von Seiten der Streamingdienste beteiligten sich Vertreterinnen und Vertreter von Amazon Music, Apple Music, Spotify und YouTube Music. Ergänzt wurde die Runde durch den Digitalverband Bitkom sowie das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.
Auftakt für langfristige Veränderungen
Mit der Zukunftsagenda und der neuen Taskforce beginnt ein langfristig angelegter Dialogprozess zwischen Politik, Kreativen und Wirtschaft. Ziel ist es, die Rahmenbedingungen des Musikstreamings weiterzuentwickeln und die Interessen aller Beteiligten in Einklang zu bringen. Die Ergebnisse der kommenden Arbeitsgruppen könnten dabei maßgeblich dazu beitragen, die Zukunft des deutschen Musikmarktes im digitalen Zeitalter zu gestalten. «
Quelle: Pressemitteilung BKM - 61 des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) vom 8. Juli 2026 / textuell aufbereitet mit Hilfe von Copilot