Veröffentlicht am: 20.09.2026 um 17:32 Uhr:

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gamescom: KI für 3D-Animation: Tencent Games Motus zeigt durchgängige Animationspipeline auf der gamescom

Vom automatischen Rigging über die Generierung von Bewegungen bis zum intelligenten NPC: Tencent Games Motus hat auf der gamescom seine KI-Technologien für die Erstellung und Animation digitaler Charaktere präsentiert. Eine durchgängige Pipeline soll bislang getrennte Produktionsschritte miteinander verbinden und repetitive Aufgaben für Artists und Animatoren reduzieren.

» Generative KI soll Charaktere zum Leben erwecken

Digitale Charaktere gehören zu den aufwendigsten Bestandteilen moderner Spieleproduktionen. Tencent Games Motus hat auf der gamescom und der gamescom dev in Köln gezeigt, wie generative KI verschiedene Arbeitsschritte bei der Erstellung und Animation von 3D-Charakteren unterstützen und miteinander verbinden kann.

Das Motus AI Team von Tencent Games konzentriert sich auf die intelligente Charaktererstellung. Grundlage bilden unternehmenseigene generative Basismodelle für Animationen. Diese kommen in einer Pipeline zum Einsatz, die zahlreiche Produktionsschritte abdeckt. Dazu gehören Rigging und Skinning ebenso wie die Generierung von Bewegungen anhand von Text, Videos oder Keyframes, die anschließende Optimierung der Animationen sowie die Echtzeitinteraktion von Charakteren.

Das Ziel besteht darin, aus statischen 3D-Assets möglichst effizient animationsfähige Charaktere für die weitere Produktion zu entwickeln.

Mehr als die reine Generierung von Animationen

Denn die eigentliche Bewegungserzeugung ist nur ein Teil des Animationsprozesses. Bevor sich ein digitaler Charakter natürlich bewegen kann, muss das 3D-Modell unter anderem mit einem Skelett versehen und dieses mittels Skinning mit der Oberfläche des Modells verbunden werden.

Auch KI-generierte Bewegungen sind nicht automatisch bereit für den direkten Einsatz. Probleme wie zitternde Bewegungen, Überschneidungen von 3D-Geometrien, fehlerhafte Gelenkstellungen oder das sogenannte Foot Sliding können eine nachträgliche Überarbeitung erforderlich machen.

Genau hier setzt der ganzheitliche Ansatz von Motus an. Anstatt KI-Funktionen als voneinander getrennte Werkzeuge bereitzustellen, verbindet Tencent sie zu einem kontinuierlichen, auf reale Produktionsprozesse zugeschnittenen Workflow. Dadurch soll verhindert werden, dass der durch Automatisierung erzielte Zeitgewinn später durch Werkzeugwechsel und manuelle Korrekturen wieder verloren geht.

Vom Rigging bis zur fertigen Bewegung

Am Anfang der Pipeline analysiert Motus die Topologie eines Charakters und kann daraus innerhalb weniger Sekunden ein für die Produktion vorgesehenes Skelett generieren. Anschließend erstellt das System Skinning-Gewichte, die eine natürliche Verformung von Muskeln, Kleidung und anderen Bestandteilen des Modells ermöglichen sollen.

Für die eigentliche Animation stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. Bewegungen können auf Basis von Texteingaben, Videos und Keyframes erzeugt werden. Unterstützt werden außerdem Interaktionen zwischen mehreren Charakteren, beispielsweise für Kampf-, Kooperations- oder soziale Situationen.

Ein weiterer Bestandteil ist die automatische Nachbearbeitung. Motus soll typische Animationsfehler selbstständig erkennen und korrigieren können. Damit sollen generierte Bewegungen näher an einen Zustand gelangen, in dem sie unmittelbar in der Produktion verwendet werden können.

Charakterinteraktion in Echtzeit

Die Pipeline endet jedoch nicht bei vorproduzierten Animationen. In der letzten Stufe können Audio- oder Texteingaben auch Mimik, Körperbewegungen und interaktive Reaktionen in Echtzeit steuern.

Tencent sieht entsprechende Einsatzmöglichkeiten beispielsweise bei intelligenten NPCs, digitalen Menschen und virtuellen Präsentatoren. Generative KI wird damit nicht allein zu einem Werkzeug für die Produktion vorgefertigter Bewegungsabläufe, sondern kann auch Bestandteil interaktiver Charaktere werden.

Einheitlicher Workflow statt einzelner KI-Werkzeuge

Wie die einzelnen Technologien ineinandergreifen, erläuterte Zijiao Zeng, Technical Lead und Expert Researcher bei Tencent Games Motus, am 24. August auf der gamescom dev. Unter dem Titel „Breathing Life into Geometry 2.0: Advancing the Unified AI Pipeline for 3D Character Animation“ stellte er vor, wie unterschiedliche Basismodelle in einem gemeinsamen Workflow zusammengeführt werden.

Im Mittelpunkt standen dabei Anforderungen, die für einen produktiven Einsatz entscheidend sind: Stabilität, Kontrollierbarkeit und Effizienz. Denn gerade bei professionellen Produktionsumgebungen reicht es nicht aus, wenn KI lediglich beeindruckende Einzelresultate erzeugt. Die Technologien müssen sich zuverlässig in bestehende Abläufe integrieren lassen.

Besucher der gamescom dev und gamescom konnten den Ansatz zudem praktisch ausprobieren. In einer Demo ließ sich aus einer Texteingabe eine flüssige 3D-Animation erzeugen. Weitere Funktionen wurden von den Motus-Spezialisten vor Ort demonstriert. Nach Angaben von Tencent werden Motus-Technologien bereits in mehreren Spieletiteln eingesetzt.

Mehr Freiraum für kreative Aufgaben

Mit Motus will Tencent Games generative KI nicht nur in die eigentliche Animation integrieren, sondern über verschiedene Phasen von Vorbereitung, Erstellung und Fertigstellung hinweg einsetzen. Dahinter steht die Idee, möglichst viele wiederkehrende technische Arbeitsschritte zu unterstützen und miteinander zu verknüpfen.

Für Artists und Animatoren könnte sich dadurch der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit verschieben. Statt einen großen Teil ihrer Zeit für repetitive Arbeit und technische Korrekturen aufzuwenden, sollen sie mehr Freiraum für Charakterdesign, kreative Bewegungsabläufe und den emotionalen Ausdruck digitaler Figuren erhalten. «


Quelle: Pressemitteilung von Eleven International vom 27. August 2026 / textuell aufbereitet mit Hilfe von Copilot (KI)

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