Veröffentlicht am: 31.10.2026 um 11:41 Uhr:

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Köln: Irmgard Keun zwischen Ruhm, Exil und Wiederentdeckung

Mit ihren Romanen wurde Irmgard Keun Anfang der 1930er-Jahre zu einer der bekanntesten deutschen Autorinnen ihrer Zeit. Eine Buchvorstellung in der Kölner Stadtbibliothek widmet sich nun ihrem bewegten Leben zwischen literarischem Erfolg, Exil, Verfolgung und später Wiederentdeckung.

» Irmgard Keun gehört zu den bedeutendsten deutschen Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts. Werke wie „Gilgi – eine von uns“ und „Das kunstseidene Mädchen“ machten die gebürtige Berlinerin Anfang der 1930er-Jahre schlagartig bekannt. Doch ihre Karriere wurde durch die nationalsozialistische Diktatur jäh unterbrochen: Ihre Bücher wurden verboten, Keun emigrierte ins Ausland und musste sich fern ihrer Heimat eine neue Existenz aufbauen.

Mit einer Veranstaltung am Donnerstag, 5. November 2026, rückt die Stadtbibliothek Köln das außergewöhnliche Leben der Autorin in den Mittelpunkt. Der Literaturkritiker und Journalist Tobias Lehmkuhl stellt dabei seine Biografie über Irmgard Keun vor und zeichnet die Stationen eines Lebens nach, das von Erfolgen ebenso geprägt war wie von Verlusten und Brüchen.

Im Exil in Amsterdam bewegte sich Keun in den Kreisen bedeutender deutscher Exilautorinnen und -autoren. Sie unterhielt eine Beziehung zum Schriftsteller Joseph Roth und pflegte Kontakte zu Heinrich Mann und Stefan Zweig. Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland im Jahr 1940 lebte sie zeitweise in Köln. An ihre frühen literarischen Erfolge konnte sie jedoch nicht mehr anknüpfen.

Die folgenden Jahrzehnte waren von persönlichen Krisen überschattet. Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit sowie Aufenthalte in psychiatrischen Einrichtungen prägten diese Lebensphase. Erst Ende der 1970er-Jahre rückte ihr Werk durch die Frauenbewegung wieder stärker ins öffentliche Bewusstsein. Seither gilt Irmgard Keun als wichtige literarische Stimme ihrer Generation.

Im Gespräch mit der Literaturkritikerin und Autorin Gisa Funck stellt Tobias Lehmkuhl die Autorin nicht nur als Schriftstellerin, sondern auch als außergewöhnliche Persönlichkeit einer bewegten Epoche vor. Seine Biografie zeichnet ein facettenreiches Bild einer Frau, die sich trotz politischer Verfolgung und persönlicher Rückschläge ihre Eigenständigkeit bewahrte.

Die Veranstaltung findet um 19 Uhr im Interim der Zentralbibliothek auf der Hohe Straße statt. Organisiert wird sie vom Literatur-in-Köln-Archiv (LiK) in Kooperation mit der Buchhandlung Klaus Bittner und dem Literaturhaus Köln. Besucherinnen und Besucher erwartet ein Abend, der Literatur-, Zeit- und Stadtgeschichte miteinander verbindet. «


Quelle: Pressemitteilung der Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit - Sabine Wotzlaw vom 30. Oktober 2026 / textuell aufbereitet mit Hilfe von Copilot (KI)

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