Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 21:05 Uhr:

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Spam und Co.: Falsche Wohnungsangebote in Köln: Betrüger kassieren Kautionen und persönliche Daten

Die angespannte Lage auf dem Kölner Wohnungsmarkt macht Wohnungssuchende anfällig für Betrugsmaschen. Jetzt warnt die Polizei vor Kriminellen, die mit einer nicht ihnen gehörenden Wohnung zahlreiche Interessenten täuschten und dabei Geld sowie sensible Daten erbeuteten.

» Der ohnehin schwierige Kölner Wohnungsmarkt ist zum Schauplatz einer besonders dreisten Betrugsmasche geworden. Unbekannte Täter haben Anfang Oktober mit einem gefälschten Mietangebot zahlreiche Wohnungssuchende in die Falle gelockt. Die Polizei Köln ermittelt und verzeichnet bereits mehr als 20 Strafanzeigen.

Im Mittelpunkt des Falls steht eine Drei-Zimmer-Wohnung in der Kölner Innenstadt. Die Immobilie existiert tatsächlich, wird von der rechtmäßigen Mieterin jedoch lediglich als Ferienwohnung zur tageweisen Vermietung angeboten. Die Betrüger kopierten Fotos und Beschreibung des Objekts und veröffentlichten daraus ein scheinbar attraktives Mietangebot auf einem bekannten Immobilienportal.

Mit knapp 70 Quadratmetern Wohnfläche, Möblierung und einer Monatsmiete von rund 1.000 Euro erschien die Wohnung für viele Interessenten als seltene Gelegenheit auf dem überhitzten Kölner Wohnungsmarkt. Für den 1. Oktober organisierten die Täter sogar Besichtigungstermine in der Wohnung, die sie nach bisherigen Erkenntnissen eigens dafür angemietet hatten.

Die Masche wirkte professionell: Ein angeblicher Vertreter einer tatsächlich existierenden Hausverwaltung führte die zahlreichen Interessenten durch die Räume. Dies verlieh dem Angebot zusätzliche Glaubwürdigkeit und erschwerte es den Wohnungssuchenden, den Betrug zu erkennen. Im Laufe des Tages sollen weit mehr als hundert Menschen die Wohnung besichtigt haben.

Mindestens ein Interessent überwies anschließend eine geforderte Kaution von knapp 3.000 Euro an die vermeintliche Hausverwaltung. Darüber hinaus übermittelten mehrere Betroffene persönliche Dokumente wie Kopien von Personalausweisen, Schufa-Auskünfte und Gehaltsnachweise. Solche Unterlagen können von Kriminellen für weitere Betrugsdelikte oder Identitätsmissbrauch verwendet werden.

Erst nachdem das Immobilienportal eine Betrugswarnung veröffentlicht hatte, bemerkten einige Geschädigte die Täuschung und informierten die Polizei. Nach bisherigen Erkenntnissen versuchten mutmaßlich dieselben Täter am 11. Oktober, eine ähnliche Masche mit einer Wohnung am Eigelstein anzuwenden. Dort verhinderten jedoch aufmerksame Hausbewohner den geplanten Besichtigungstermin.

Die Kölner Polizei ruft weitere mögliche Geschädigte dazu auf, Anzeige zu erstatten. Dies ist online über die Internetseite der Polizei Nordrhein-Westfalen (https://koeln.polizei.nrw) oder persönlich auf jeder Polizeiwache möglich.

Der Fall zeigt eindrucksvoll, wie Kriminelle die Wohnungsnot in Großstädten ausnutzen. Experten raten Wohnungssuchenden daher zu besonderer Vorsicht, insbesondere wenn Kautionen vor Vertragsabschluss verlangt werden oder sensible Unterlagen an unbekannte Personen übermittelt werden sollen. Gerade bei vermeintlich besonders günstigen Angeboten lohnt sich eine sorgfältige Prüfung, um nicht Opfer eines Betrugs zu werden. «


Quelle: Artikel in Express - Die Woche - vom 23./24. Oktober 2026 / textuell aufbereitet mit Hilfe von Copilot (KI)

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