Veröffentlicht am: 24.07.2026 um 06:42 Uhr:
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Wissen: Wie entstand der Impressionismus?
» Als Geburtsstunde des Impressionismus gilt der 15. April 1874. An jenem Tag eröffnete in Paris eine Ausstellung, bei der 30 junge Künstler ihre Werke zeigten, darunter Claude Monet, Edgar Degas, Auguste Renoir, Paul Cézanne, Alfred Sisley und Camille Pissarro. Die Ausstellung fand im ehemaligen Atelier eines Fotografen statt, der mit einigen der Maler befreundet war, und umfasste 165 Werke. Der französische Kunstmarkt wurde damals von einer staatlichen Akademie kontrolliert. Sie veranstaltete Ausstellungen namens Pariser Salon. Künstler mussten sich bewerben, eine Jury wählte die Exponate aus, unkonventionellere Werke hatten kaum eine Chance. Um dieses Monopol zu brechen, organisierten die avantgardistischen Künstler insgesamt acht Ausstellungen.
Typisch für den Impressionismus sind: ein deutlich sichtbarer Pinselstrich, die Konzentration auf die Abbildung der Lichtverhältnisse und bis dahin ungewöhnliche Motive, etwa Momentaufnahmen aus dem Alltag der Großstädte. Der Name Impressionismus wird dem Kritiker Louis Leroy zugeschrieben, angelehnt an Claude Monets Werk "Impression, Sonnenaufgang - eine Ansicht des Industriehafens von Le Havre". Leroy kritisierte so, dass die Künstler nur darstellten, was sie wahrnahmen. Trotz der negativen Implikation übernahmen die Künstler den Namen.
Das Pariser Musée d'Orsay zeigte anlässlich des 150. Jubiläums der ersten Ausstellung eine große Impressionismus-Schau. Auch das Potsdamer Museum Barberini feierte das Jubiläum. Es ist Heimat der Sammlung Hasso Plattner, einer der größten und wichtigsten Impressionismus-Sammlungen weltweit. «
Quelle: Nele-Marie Brüdgam in der HÖRZU vom 19. April 2024