Veröffentlicht am: 29.09.2026 um 05:45 Uhr:
ca. 3 Minute(n) Lesezeit
Spam und Co.: Doctolib-Belohnung ist Fake: Phishing-Mail lockt mit kostenlosem Erste-Hilfe-Set
» Gratis-Set für eine kurze Umfrage
Die vorliegende Mail trägt den Betreff „Nur noch wenige Stunden: Ihre Doctolib-Belohnung wartet!“. Ein vermeintliches „Premium Erste-Hilfe-Set“ für 49,99 Euro soll kostenlos erhältlich sein. Lediglich 2,85 Euro Versandkosten seien zu bezahlen.
Genau diese Kombination wurde bereits als Phishingmasche dokumentiert: Mimikama berichtet von gefälschten Doctolib-Mails, die ein Erste-Hilfe-Set für 0 Euro nach einer kurzen Umfrage versprechen und ebenfalls 2,85 Euro Versandkosten verlangen.
Auffällige Absenderadresse
Während im Postfach „Doctolib“ als Absender erscheint, wurde die vorliegende Nachricht tatsächlich von Doctolib@cortrustbank.com verschickt. Sie stammt damit nicht von einer erkennbaren Doctolib-Adresse.
Auch bei den dokumentierten Fake-Mails erscheinen fremde Domains als tatsächliche Absenderadressen, obwohl „Doctolib“ als Anzeigename verwendet wird.
„Nur noch 5 Stück“: künstlicher Zeitdruck
Die Mail arbeitet massiv mit Verknappung. Die vermeintliche Belohnung verfalle um 23:59 Uhr, nur fünf Sets seien verfügbar.
Solche Elemente finden sich auch in der bereits untersuchten Phishingkampagne. Dort werden ebenfalls ein kurzfristig auslaufendes Angebot und ein Lagerbestand von nur fünf Exemplaren angezeigt.
Versandkosten dienen als Köder
Besonders gefährlich wird die Masche nach dem Klick. Bei der von Mimikama untersuchten Variante führt die angebliche Umfrage letztlich zu einem Formular, das unter anderem Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Kreditkartennummer, Ablaufdatum und CVV abfragt. Das Ziel sei das Abgreifen persönlicher Daten und Zahlungsinformationen.
Doctolib selbst weist darauf hin, dass Betrüger gefälschte E-Mails und SMS im Namen des Unternehmens verschicken. Nach Unternehmensangaben werden solche Phishing-Mails von unbekannten Dritten massenhaft versendet; die eigenen Systeme seien von dem beschriebenen Vorfall nicht betroffen gewesen.
Was Betroffene tun sollten
Wer eine solche Mail erhält, sollte die Links nicht öffnen und dort weder persönliche Informationen noch Kreditkartendaten eingeben. Mimikama empfiehlt außerdem, vermeintliche Doctolib-Angebote ausschließlich über die offizielle Website oder App zu überprüfen. Wurden bereits Kreditkartendaten eingegeben, wird zur sofortigen Kartensperrung und Kontrolle der Abbuchungen geraten.
Fazit: Geschenkversprechen entpuppt sich als Phishing
Die konkrete Nachricht entspricht in wesentlichen Punkten einer bereits dokumentierten Doctolib-Phishingmasche: kostenloses Erste-Hilfe-Set, kurze Umfrage, 2,85 Euro Versandkosten, fremde Absenderadresse und künstliche Verknappung.
Statt die vermeintliche Belohnung abzuholen, sollten Empfänger die Nachricht als Spam beziehungsweise Phishing behandeln. «
Quelle: FJL mit Hilfe von Copilot (KI) am 29. September 2026