Veröffentlicht am: 25.10.2026 um 18:48 Uhr:
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Kölner Karneval: Karl-Küpper-Preis 2026: Auszeichnung für Mut, Haltung und demokratisches Engagement

Quelle: Festkomitee Kölner Karneval
» Die Stadt Köln, das Festkomitee Kölner Karneval und der Verein der Freunde und Förderer des Kölnischen Brauchtums haben den Karl-Küpper-Preis 2026 an die Lehrkräfte Laura Nickel und Max Teske verliehen. Mit der Ehrung werden zwei Menschen ausgezeichnet, die unter schwierigen Umständen Haltung bewiesen und sich öffentlich gegen rechtsextreme, rassistische und menschenfeindliche Vorfälle an ihrer damaligen Schule im brandenburgischen Burg im Spreewald gestellt haben.
Die Auszeichnung geht jedoch weit über die Würdigung eines einzelnen Ereignisses hinaus. Nickel und Teske engagieren sich seit Jahren für Demokratiebildung und den Kampf gegen Rechtsextremismus. Ihr Einsatz steht beispielhaft für all jene, die sich im schulischen und gesellschaftlichen Alltag gegen Hass, Ausgrenzung und Diskriminierung positionieren und für ein respektvolles Miteinander eintreten.
Überreicht wurde der Preis von Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester gemeinsam mit dem Präsidenten des Festkomitees Kölner Karneval, Lutz Schade, sowie Bernhard Conin, dem Vorsitzenden des Vereins der Freunde und Förderer des Kölnischen Brauchtums. Die Auszeichnung wurde 2020 anlässlich des 50. Todestages des Kölner Karnevalisten Karl Küpper ins Leben gerufen. Küpper galt als mutige Stimme gegen den Nationalsozialismus und setzte sich bereits in schwierigen Zeiten für Meinungsfreiheit und demokratische Werte ein.
In seiner Würdigung hob Oberbürgermeister Burmester die besondere Bedeutung des Engagements der beiden Preisträger hervor. In einer Zeit, in der demokratische Grundwerte zunehmend unter Druck gerieten, seien Menschen wie Laura Nickel und Max Teske unverzichtbar. Ihr Einsatz gegen Antisemitismus, Rassismus und Ausgrenzung stärke die demokratische Kultur und setze ein wichtiges Zeichen für gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Auch Festkomitee-Präsident Lutz Schade zog eine Verbindung zwischen dem Wirken Karl Küppers und den Herausforderungen der Gegenwart. Mut sei heute wieder gefragt, nicht nur auf öffentlichen Bühnen, sondern ebenso im Alltag, im persönlichen Umfeld und insbesondere in Schulen. Dort müssten junge Menschen lernen, demokratische Werte zu erkennen und zu verteidigen.
Bernhard Conin betonte die Vorbildfunktion der beiden Lehrkräfte. Trotz persönlicher Anfeindungen und eines schwierigen Umfelds hätten sie nicht geschwiegen, sondern sich für Demokratie, Vielfalt und eine offene Gesellschaft eingesetzt. Dieses Engagement verdiene nicht nur Anerkennung, sondern auch öffentliche Sichtbarkeit.
Die Geehrten selbst zeigten sich bewegt von der Auszeichnung. Besonders beeindruckt habe sie die Erfahrung, dass der Kölner Karneval weit mehr sei als Brauchtum und Feierkultur. Sie hätten einen Karneval erlebt, der Offenheit, Herzlichkeit und Gemeinschaft verkörpere. Die Ehrung widmeten sie ausdrücklich den Schülerinnen und Schülern, die auch heute noch täglich mit Ausgrenzung und Diskriminierung konfrontiert werden.
Die Laudatio hielt der Kölner Musiker und Künstler Eko Fresh, der sich seit vielen Jahren mit Fragen von Identität, Vielfalt und gesellschaftlichem Zusammenhalt auseinandersetzt. Über die Vergabe des Karl-Küpper-Preises entscheidet eine unabhängige Jury, der unter anderem Vertreter der Stadt Köln, des Festkomitees, des NS-Dokumentationszentrums sowie Angehörige der Familie Karl Küppers angehören.
Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wurde 2026 bereits zum vierten Mal verliehen. Zu den bisherigen Preisträgern zählen die Kapitänin und Klimaaktivistin Carola Rackete, der Kölner Musiker Rolly Brings sowie der Künstler und Initiator der Stolpersteine, Gunter Demnig. Mit der Wahl von Laura Nickel und Max Teske setzt der Karl-Küpper-Preis erneut ein deutliches Zeichen: Demokratie, Menschenwürde und Zivilcourage sind Werte, die verteidigt werden müssen – und die von Menschen leben, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. «

Quelle: Festkomitee Kölner Karneval
Quelle: Pressemitteilung des Festkomitee Kölner Karneval von 1823 vom 25. Oktober 2026 / textuell aufbereitet mit Hilfe von Copilot (KI)
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