Veröffentlicht am: 27.10.2026 um 15:10 Uhr:
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Köln: Neugestaltung von Neusser Straße/Gürtel: Mehr Barrierefreiheit, Sicherheit und Grün für Nippes
» Die Stadt Köln möchte den wichtigen Verkehrsknotenpunkt Neusser Straße/Gürtel im Stadtbezirk Nippes fit für die Zukunft machen. Eine entsprechende Planung wurde nun in den politischen Gremienlauf eingebracht. Im Mittelpunkt stehen mehr Barrierefreiheit, höhere Verkehrssicherheit, bessere Aufenthaltsqualität und eine stärkere Förderung nachhaltiger Mobilität.
Der Bereich rund um die Haltestelle zählt zu den wichtigsten Umsteigepunkten im Kölner Norden. Hier verkehren die Stadtbahnlinien 12, 13 und 15 sowie mehrere Buslinien. Gleichzeitig befinden sich mit dem Bezirksrathaus, der Stadtteilbibliothek, Schulen und zahlreichen Geschäften wichtige Ziele des täglichen Lebens in unmittelbarer Nähe.
Barrierefreier Umbau für mehr Sicherheit
Nach Einschätzung der Stadt entspricht der öffentliche Raum derzeit nicht mehr den heutigen Anforderungen. Komplexe Querungssituationen und zahlreiche Hindernisse erschweren insbesondere Menschen mit Seh- oder Mobilitätseinschränkungen die Fortbewegung.
Geplant sind deshalb neue barrierefreie Bushaltestellen, zusätzliche signalisierte Querungen und komfortablere Fußwege. Sehbehinderten Menschen sollen künftig akustische Signale sowie taktile Leitsysteme die Orientierung erleichtern. Zudem sollen die vorhandenen Leitsysteme besser mit den Stadtbahn- und Bushaltestellen verknüpft werden.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Verkehrssicherheit. So sollen sämtliche freilaufenden Rechtsabbieger zurückgebaut werden. Diese Kreuzungsform gilt insbesondere für Fußgänger und Radfahrende als konfliktträchtig.
Ausbau von Radverkehr und Sharing-Angeboten
Auch der Radverkehr soll deutlich gestärkt werden. Vorgesehen sind neue Radverkehrsanlagen entlang der Neusser Straße sowie die direkte Anbindung an die geplante Radverbindung „Niehler Gürtel“. Darüber hinaus soll das Angebot an Fahrradstellplätzen erheblich erweitert werden.
Neben frei zugänglichen Abstellmöglichkeiten sind zusätzliche Bike+Ride-Anlagen sowie Stellplätze für Lastenräder geplant. Auch Sharing-Angebote wie Leihräder, E-Scooter und Carsharing sollen in die zukünftige Gestaltung integriert werden.
Damit soll sich der Standort zu einem modernen Mobilitätsknoten entwickeln, an dem verschiedene Verkehrsmittel komfortabel miteinander verknüpft werden können.
Mehr Grün und bessere Aufenthaltsqualität
Die Neugestaltung beschränkt sich nicht auf Verkehrsfragen. Freiwerdende Flächen sollen für Grünanlagen, neue Aufenthaltsbereiche und bessere Wegeverbindungen genutzt werden. Auf der Nordwestseite der Stadtbahnhaltestelle ist zudem eine neue Platzfläche vorgesehen, die Raum für kleinere Veranstaltungen und Aktionen bieten soll.
Zusätzliche Bäume sollen Schatten spenden und das Stadtklima verbessern. Gleichzeitig verfolgt die Stadt ökologische Ziele: Regenwasser soll künftig stärker vor Ort versickern oder verdunsten, um die Kanalisation zu entlasten. Hierfür wird gemeinsam mit den Stadtentwässerungsbetrieben ein entsprechendes Entwässerungskonzept entwickelt.
Umsetzung ab 2030 angestrebt
Sollten die politischen Gremien der Vorlage zustimmen, folgt als nächster Schritt die Ausarbeitung der Entwurfsplanung. Die weiteren Planungen sollen durch eine Öffentlichkeitsbeteiligung begleitet werden. Anschließend wird die Verwaltung einen Baubeschluss vorlegen.
Die Gesamtkosten des Projekts werden derzeit auf rund vier Millionen Euro geschätzt. Zusätzlich beantragt die Stadt für 2027 rund 185.000 Euro für ergänzende Gutachten und Untersuchungen. Zur Finanzierung sollen auch Fördermittel des Landes Nordrhein-Westfalen für Nahmobilität und öffentlichen Nahverkehr beantragt werden.
Mit der geplanten Umgestaltung verfolgt Köln das Ziel, einen der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte im Norden der Stadt zu einem zeitgemäßen, barrierefreien und klimafreundlichen Stadtraum weiterzuentwickeln. «
Quelle: Pressemitteilung der Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit - Robert Baumanns vom 27. Oktober 2026 / textuell aufbereitet mit Hilfe von Copilot (KI)