Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 07:44 Uhr:
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Meldungen: Hohe Verluste im Ukraine-Krieg: Bericht sieht Russland bei bis zu 770.000 Gefallenen
» Mehr als viereinhalb Jahre nach Beginn des russischen Großangriffs auf die Ukraine sorgen neue Schätzungen über die Opferzahlen für Aufsehen. Nach einer Auswertung des britischen Nachrichtenmagazins The Economist könnten die russischen Streitkräfte bis Ende Oktober 2026 zwischen 374.000 und 770.000 Soldaten durch Kampfhandlungen verloren haben.
Die Analyse basiert auf einer Zusammenführung verschiedener öffentlich verfügbarer Datenquellen und Schätzmethoden. Sollte die obere Schätzung zutreffen, würde die Zahl der Gefallenen die Einwohnerzahl mehrerer großer russischer Städte übersteigen. Das Magazin verweist darauf, dass 770.000 Menschen mehr sind als die Bevölkerung von Städten wie Ischewsk, Barnaul oder Togliatti.
Noch deutlich höher fallen die Schätzungen bei den Gesamtverlusten aus. Darunter werden neben Gefallenen auch Verwundete sowie dauerhaft kampfunfähige Soldaten verstanden. The Economist geht davon aus, dass die russischen Streitkräfte seit Februar 2022 insgesamt zwischen 1,4 und 2,1 Millionen Verluste erlitten haben könnten.
Die tatsächliche Zahl bleibt allerdings schwer zu verifizieren. Russland veröffentlicht seit langer Zeit keine regelmäßigen und umfassenden Angaben zu militärischen Verlusten. Auch unabhängige Beobachter können die Angaben nur eingeschränkt überprüfen, da viele Informationen aus Kriegsgebieten stammen und unter den Bedingungen eines laufenden Konflikts erhoben werden.
Einen anderen Ansatz verfolgen die russische Redaktion der BBC und das unabhängige Medienprojekt Mediazona. Gemeinsam mit Freiwilligen dokumentieren sie namentlich bestätigte Todesfälle russischer Soldaten. Nach ihren Angaben konnten bislang mehr als 281.000 getötete russische Militärangehörige identifiziert werden. Experten gehen jedoch davon aus, dass die tatsächliche Zahl deutlich höher liegt, da nicht jeder Todesfall öffentlich bekannt wird.
Auch die Ukraine veröffentlicht regelmäßig eigene Schätzungen zu den russischen Verlusten. Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs beliefen sich die russischen Personalverluste Ende Oktober 2026 auf rund 1,59 Millionen Soldaten. Diese Angaben können ebenfalls nicht unabhängig vollständig überprüft werden.
Die Diskussion über die tatsächlichen Opferzahlen verdeutlicht die enorme Dimension des Krieges. Unabhängig von den exakten Zahlen zählt der Konflikt bereits jetzt zu den verlustreichsten militärischen Auseinandersetzungen des 21. Jahrhunderts. Mit jedem weiteren Kriegsmonat steigen die menschlichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Kosten sowohl für Russland als auch für die Ukraine weiter an.
Während diplomatische Lösungen weiterhin nicht in Sicht sind, erinnern die aktuellen Schätzungen daran, dass hinter jeder Statistik individuelle Schicksale stehen: Soldaten, Familien und Gemeinschaften, die von den Folgen des andauernden Krieges unmittelbar betroffen sind. «
Quelle: Artikel auf ukrinform.net vom 31. Oktober 2026 / textuell aufbereitet mit Hilfe von Copilot (KI)