Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 19:11 Uhr:
ca. 3 Minute(n) Lesezeit
Köln: Wohnungsbau in Köln: Forum diskutiert bezahlbares Bauen und schnellere Verfahren
» Wie kann in Köln schneller, einfacher und gleichzeitig bezahlbarer Wohnraum entstehen? Mit dieser Frage beschäftigte sich die zweite Sitzung des Wohnungsbauforums in der aktuellen Ratsperiode. Unter Leitung von Oberbürgermeister Torsten Burmester kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Wohnungswirtschaft, Politik und Verwaltung zusammen, um über aktuelle Entwicklungen und praktische Erfahrungen auszutauschen.
Im Mittelpunkt stand die Umsetzung der Initiative „Köln baut bezahlbar – Wohnen für alle“. Mit diesem Prozess hat die Stadt gemeinsam mit Fachleuten aus Planung, Bauwirtschaft und Wohnungswesen zahlreiche Möglichkeiten identifiziert, um Bauvorhaben kostengünstiger und effizienter umzusetzen. Insgesamt wurden rund 150 Maßnahmen untersucht, die theoretisch Einsparungen von bis zu 2.700 Euro pro Quadratmeter ermöglichen könnten.
Bereits beschlossen wurden 22 konkrete Maßnahmen zur Anpassung kommunaler Vorgaben. Nach Einschätzung der Stadt könnten diese die Baukosten um bis zu 900 Euro pro Quadratmeter senken. Im Wohnungsbauforum wurde nun diskutiert, wie die Umsetzung in der Praxis weiter vorangebracht werden kann. Vertreter der Wohnungswirtschaft brachten dabei ihre Erfahrungen und Anregungen ein.
Erste Erfolge beim „Bau-Turbo“
Einen weiteren Schwerpunkt bildeten die neuen bundesrechtlichen Instrumente zur Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren, die unter dem Begriff „Bau-Turbo“ zusammengefasst werden. Die Stadt Köln hat hierfür einen eigenen, gestrafften Abstimmungs- und Entscheidungsprozess entwickelt.
Nach Angaben der Verwaltung haben bereits rund 30 Wohnungsbauprojekte mit insgesamt etwa 600 Wohneinheiten das verkürzte Verfahren erfolgreich durchlaufen. Zu den Vorhaben zählen unter anderem Projekte in Rodenkirchen, Nippes, Ehrenfeld und Chorweiler.
Darüber hinaus befinden sich derzeit rund 150 weitere Projekte in Beratung und Abstimmung. Zusammen verfügen diese Vorhaben über ein Potenzial von etwa 3.600 zusätzlichen Wohnungen. Je nach Umfang und Komplexität der Projekte ergeben sich laut Stadt Beschleunigungseffekte von mehreren Wochen bis hin zu mehreren Monaten.
Gemeinsamer Weg zu mehr Wohnraum
Mit dem Wohnungsbauforum verfolgt die Stadt das Ziel, die Herausforderungen des Wohnungsmarktes gemeinsam mit allen Beteiligten anzugehen. Dabei soll nicht nur über politische Ziele gesprochen werden, sondern auch über konkrete Erfahrungen aus der Praxis.
Die Diskussionen zeigten, dass sowohl die Initiative „Köln baut bezahlbar“ als auch der Bau-Turbo wichtige Bausteine für die Schaffung neuen Wohnraums sein können. Gleichzeitig bleibt die enge Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Politik und Wohnungswirtschaft entscheidend, um langfristig mehr bezahlbare Wohnungen für die wachsende Stadt zu schaffen. «
Quelle: Pressemitteilung der Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit - Jutta Doppke-Metz vom 3. November 2026 / textuell aufbereitet mit Hilfe von Copilot (KI)