Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 10:05 Uhr:
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Bundesregierung: Merz warnt beim EU-Arktis-Gipfel vor Bedrohungen für Europas Sicherheit
» Der hohe Norden Europas steht zunehmend im Mittelpunkt sicherheitspolitischer Überlegungen. Beim EU-Arktis-Gipfel in Rovaniemi machte Bundeskanzler Friedrich Merz deutlich, dass sich die veränderte geopolitische Lage in der arktischen Region besonders eindrucksvoll beobachten lasse.
Vor Beginn der Beratungen mit europäischen Staats- und Regierungschefs sowie Vertreterinnen und Vertretern der EU-Institutionen erklärte der Kanzler, dass gerade in dieser Region sichtbar werde, wie stark der Frieden in Europa unter Druck geraten sei. Der Gipfel biete deshalb die Möglichkeit, die Herausforderungen dort zu diskutieren, wo die Bedrohung unmittelbar erkennbar sei.
Appell für Geschlossenheit in Europa und der NATO
Merz rief die Partnerstaaten dazu auf, die aktuelle Gefährdungslage ernst zu nehmen und gemeinsam zu handeln. Europa müsse angesichts der sicherheitspolitischen Entwicklungen enger zusammenstehen. Besonders die europäischen Mitglieder der NATO seien gefordert, alle notwendigen Anstrengungen zu unternehmen, um Freiheit und Frieden dauerhaft zu sichern.
Der Kanzler betonte, dass die Herausforderungen in der Arktis nicht nur die direkten Anrainerstaaten beträfen. Vielmehr sei die gesamte europäische Sicherheitsarchitektur von den Entwicklungen in der Region betroffen.
Deutschland sieht sich als Teil des strategischen Nordens
Mit seiner Teilnahme am Gipfel wollte Merz nach eigenen Worten auch ein politisches Signal setzen. Deutschland nehme die geopolitischen Veränderungen im Norden Europas sehr ernst und betrachte sich selbst als Teil dieses strategischen Raumes.
Der Bundeskanzler verwies darauf, dass Deutschland sowohl über den Atlantik als auch über die Ostsee eng mit den sicherheitspolitischen Entwicklungen im Norden verbunden sei. Daraus erwachse eine gemeinsame Verantwortung für die Stabilität und Sicherheit Europas.
Arktis gewinnt sicherheitspolitisch an Bedeutung
Die zunehmende Aufmerksamkeit für die Arktis steht im Zusammenhang mit den tiefgreifenden geopolitischen Veränderungen der vergangenen Jahre. Die Region gewinnt durch ihre strategische Lage, neue Schifffahrtsrouten, Rohstoffvorkommen und sicherheitspolitische Entwicklungen zunehmend an Bedeutung.
Vor diesem Hintergrund unterstrich Merz die Notwendigkeit enger Abstimmungen zwischen den europäischen Staaten und ihren Partnern innerhalb des transatlantischen Bündnisses.
Dank an die Gastgeber
Zum Auftakt des Gipfels dankte der Kanzler den finnischen Gastgebern, insbesondere Staatspräsident Alexander Stubb und Ministerpräsident Petteri Orpo, für die Einladung und die Organisation des Treffens. Finnland spiele als nordeuropäischer Staat eine wichtige Rolle bei der Wahrnehmung und Bewertung der sicherheitspolitischen Lage in der Region.
Mit Blick auf die anstehenden Beratungen machte Merz deutlich, dass Deutschland die Entwicklungen in der Arktis mit großer Aufmerksamkeit verfolgt und die Diskussionen über die zukünftige Sicherheitsarchitektur Europas aktiv mitgestalten will. «
Quelle: Pressestatement von Friedrich Merz anlässlich des EU-Arktis-Gipfels in Rovaniemi, 11. September 2026 / Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung / textuell aufbereitet mit Hilfe von Copilot (KI)