Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 10:12 Uhr:

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Bundesregierung: Bas wirbt für Reformen bei Arbeit, Rente und Fachkräftesicherung

Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas hat den Haushalt 2027 als Grundlage für die Modernisierung des Sozialstaats und die Sicherung von Beschäftigung vorgestellt. Im Deutschen Bundestag betonte sie die Bedeutung von Qualifizierung, Fachkräfteeinwanderung, sicheren Renten und einer aktiven Arbeitsmarktpolitik in Zeiten des technologischen und wirtschaftlichen Wandels.

» Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas hat in ihrer Haushaltsrede ein Bild eines Landes gezeichnet, das zugleich von Unsicherheit und Zuversicht geprägt sei. Viele Menschen sorgten sich um ihren Arbeitsplatz oder steigende Lebenshaltungskosten, gleichzeitig entstünden durch Investitionen und technologische Entwicklungen neue Chancen für Wachstum und Beschäftigung.

Vor dem Deutschen Bundestag machte die Ministerin deutlich, dass die Reformpolitik der Bundesregierung darauf abziele, den Wandel aktiv zu gestalten und den Sozialstaat fit für die kommenden Jahrzehnte zu machen. Dabei gehe es nicht um die Verwaltung bestehender Probleme, sondern um bessere Perspektiven für Beschäftigte, Familien und Unternehmen.

Künstliche Intelligenz als Chance für Beschäftigung

Einen Schwerpunkt ihrer Rede legte Bas auf die Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf die Arbeitswelt. Nach ihrer Einschätzung wird es bis zum Ende des Jahrzehnts kaum noch einen Arbeitsplatz geben, der nicht mit KI-Technologien in Berührung kommt.

Die Ministerin sieht darin große Chancen für den Industriestandort Deutschland. Ziel müsse sein, dass künstliche Intelligenz menschliche Arbeit ergänzt und produktiver macht, anstatt sie zu ersetzen. Deutschland und Europa sollten dabei eine führende Rolle bei der Entwicklung eigener Technologien und Anwendungen einnehmen.

Unterstützung für Industrie und Beschäftigte

Mit Blick auf Branchen im Wandel, insbesondere die Automobilindustrie, sprach sich Bas für eine aktive Industriepolitik aus. Unternehmen und Beschäftigte benötigten Perspektiven in Zeiten tiefgreifender Umbrüche und zunehmenden internationalen Wettbewerbs.

Um Arbeitsplatzverluste abzufedern, setzt die Bundesregierung auf sogenannte Arbeitsmarktdrehscheiben. Sie sollen Beschäftigten den Übergang von einem Arbeitsplatz in den nächsten erleichtern und Arbeitslosigkeit möglichst verhindern.

Ausbildung und Qualifizierung im Fokus

Große Bedeutung misst die Ministerin der beruflichen Bildung bei. Trotz positiver Entwicklungen im Handwerk verfüge weiterhin etwa jeder fünfte junge Erwachsene zwischen 20 und 34 Jahren über keinen Berufsabschluss.

Deshalb will die Bundesregierung das Programm „Die 2. Chance“ weiterentwickeln, das Bildungs- und Teilhabepaket ausbauen und die Jugendberufsagenturen stärken. Auch die Bundesagentur für Arbeit soll zusätzliche Unterstützung erhalten.

Darüber hinaus sollen Weiterbildung und Qualifizierung eine zentrale Rolle in der Arbeitsmarktpolitik spielen, um Beschäftigte auf neue Anforderungen vorzubereiten.

Fachkräftegewinnung soll beschleunigt werden

Ein weiterer Schwerpunkt der Rede war die Fachkräftesicherung. Die Ministerin kündigte an, die Fachkräfteeinwanderung weiter auszubauen und die geplante digitale Work-and-Stay-Agentur voranzutreiben.

Für den Aufbau dieses Systems sind nach ihren Angaben insgesamt 775 Millionen Euro vorgesehen. Ziel ist es, internationale Fachkräfte schneller und effizienter für den deutschen Arbeitsmarkt zu gewinnen.

Gleichzeitig soll die Barrierefreiheit auf dem Arbeitsmarkt verbessert werden, um auch Menschen mit Behinderungen bessere Beschäftigungschancen zu ermöglichen.

Rentenreform bleibt zentrales Vorhaben

Besonders ausführlich ging Bas auf die Zukunft der Alterssicherung ein. Um langfristig stabile Renten zu gewährleisten und jüngere Generationen nicht übermäßig zu belasten, sei eine Rentenreform unverzichtbar.

Die Vorschläge der Alterssicherungskommission bezeichnete sie als wichtige Grundlage für die weiteren Beratungen. Dazu zählen unter anderem der Aufbau einer Erwerbstätigenversicherung, Verbesserungen bei der Erwerbsminderungsrente sowie die Einführung einer Berufsunfähigkeitsrente.

Gleichzeitig betonte die Ministerin, dass für bestehende Regelungen zum Renteneintritt nach 45 Versicherungsjahren Vertrauensschutz gelten werde.

Sozialstaat soll einfacher und effizienter werden

Nach den Vorstellungen der Ministerin soll der Sozialstaat künftig nicht nur leistungsfähig, sondern auch verständlicher und weniger bürokratisch sein. Viele Verfahren seien zu kompliziert und müssten vereinfacht werden.

Ziel sei ein Sozialstaat, der schneller, effizienter und stärker auf die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger ausgerichtet ist, ohne dabei soziale Sicherheit aufzugeben.

Zuversicht statt Stillstand

Zum Abschluss ihrer Rede warb Bas für einen optimistischen Blick auf die Zukunft. Deutschland stehe vor tiefgreifenden Veränderungen, verfüge jedoch über die notwendigen Voraussetzungen, um diese erfolgreich zu gestalten.

Mit Investitionen in Bildung, Beschäftigung, Fachkräfte und soziale Sicherheit wolle die Bundesregierung dafür sorgen, dass wirtschaftlicher Wandel und sozialer Zusammenhalt miteinander verbunden bleiben. Reformen seien dabei kein Selbstzweck, sondern Voraussetzung dafür, auch künftig Wohlstand, gute Arbeit und soziale Sicherheit zu gewährleisten. «


Quelle: Rede von Bärbel Bas, Bundesministerin für Arbeit und Soziales, zum Haushaltsgesetz 2027 vor dem Deutschen Bundestag am 11. September 2026, Bulletin 84-1 / Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung / textuell aufbereitet mit Hilfe von Copilot (KI)

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