Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 06:14 Uhr:
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Bundesregierung: Hubertz setzt auf Wohnungsbau-Offensive: Mehr Geld für soziale Wohnungen und Städte
» Die Bundesregierung setzt ihren wohnungs- und baupolitischen Kurs mit dem Haushalt 2027 fort. Bundesministerin Verena Hubertz erklärte in ihrer Rede vor dem Deutschen Bundestag, dass die bisherigen Maßnahmen bereits erste positive Entwicklungen ausgelöst hätten. Nach Jahren rückläufiger Bautätigkeit seien die Baugenehmigungen inzwischen 13 Monate in Folge gestiegen. Auch die Zahl der Kreditzusagen nehme wieder zu.
Zwar befinde sich die Bauwirtschaft weiterhin in einem schwierigen Umfeld, doch die politischen Reformen der vergangenen anderthalb Jahre zeigten Wirkung. Ziel bleibe es, mehr und vor allem bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.
Rekordsumme für den sozialen Wohnungsbau
Als wichtigsten Schwerpunkt des Haushalts bezeichnete Hubertz die Förderung des sozialen Wohnungsbaus. Für das Jahr 2027 stellt der Bund den Ländern insgesamt fünf Milliarden Euro zur Verfügung.
Die Ministerin verwies darauf, dass die Bundesmittel im Vergleich zu 2021 verfünffacht worden seien. Bezahlbarer Wohnraum sei eine der drängendsten sozialen Fragen der Gegenwart. Die Rekordinvestitionen seien deshalb eine bewusste politische Antwort auf die Herausforderungen auf dem Wohnungsmarkt.
Zwei Milliarden Euro für die Bauförderung
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der allgemeinen Wohnraumförderung. Dafür sind zwei Milliarden Euro vorgesehen. Nach Angaben der Ministerin konnten in den vergangenen 15 Monaten bereits rund 126.000 Wohneinheiten über entsprechende Förderprogramme unterstützt werden.
Möglich werde dies insbesondere durch das Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität. Dieses stelle nicht nur Mittel für Wohnungen bereit, sondern finanziere auch Investitionen in Kitas, Brücken, Feuerwehrhäuser und weitere öffentliche Einrichtungen.
Hubertz bezeichnete das Sondervermögen als einen der wichtigsten Wachstumsmotoren für Deutschland und als wesentliche Grundlage für die Modernisierung des Landes.
Mehr Unterstützung für Städte und Gemeinden
Auch die Städtebauförderung wird ausgebaut. Der entsprechende Etat soll 2027 auf 1,2 Milliarden Euro steigen.
Als Beispiel nannte die Ministerin die Stadt Gadebusch in Mecklenburg-Vorpommern. Dort sei ein historisches Schloss mit Hilfe der Städtebauförderung zu einem Kultur- und Begegnungszentrum umgewandelt worden. Solche Projekte stärkten nicht nur historische Bauwerke, sondern schafften Arbeitsplätze, touristische Impulse und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Nach den Vorstellungen der Bundesregierung sollen künftig weitere Kommunen von ähnlichen Fördermaßnahmen profitieren.
Wohngeld bleibt Thema der Beratungen
Gleichzeitig räumte Hubertz ein, dass auch ihr Ministerium vom Konsolidierungsdruck des Bundeshaushalts betroffen sei. Einsparungen hätten unter anderem Anpassungen beim Wohngeld erforderlich gemacht.
Die Ministerin betonte, dass ihr diese Entscheidungen nicht leichtgefallen seien. Hinter den Leistungen stünden Menschen, die auf Unterstützung angewiesen seien. Deshalb würden die geplanten Änderungen auch in den parlamentarischen Beratungen weiterhin intensiv diskutiert werden.
Mehr Wohnungen durch Neubau und Umbau
Neben dem Neubau sprach sich Hubertz dafür aus, bestehende Gebäude stärker umzunutzen und Wohnraum durch Umbauten zu schaffen. Nicht jede Lösung müsse auf einer neuen Bebauung bisher ungenutzter Flächen beruhen.
Der Fokus liege darauf, möglichst schnell zusätzlichen Wohnraum zu schaffen und gleichzeitig Städte und Gemeinden nachhaltig weiterzuentwickeln.
Aufschwung soll verstetigt werden
Trotz der weiterhin schwierigen Rahmenbedingungen sieht die Ministerin Anlass für vorsichtigen Optimismus. Die steigenden Baugenehmigungen und die zunehmende Investitionsbereitschaft der Branche seien wichtige Signale.
Nun gelte es, den begonnenen Aufschwung zu verstetigen und die Bedingungen für den Wohnungsbau weiter zu verbessern. Nach Ansicht von Hubertz sind die zunehmenden Bauaktivitäten ein sichtbares Zeichen dafür, dass die eingeschlagene Politik wirkt und neue Perspektiven für den Wohnungsmarkt eröffnet. «
Quelle: Rede von Verena Hubertz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, zum Haushaltsgesetz 2027 vor dem Deutschen Bundestag am 10. September 2026, Bulletin 83-4 / Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung / textuell aufbereitet mit Hilfe von Copilot (KI)