Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 12:17 Uhr:

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Bundesregierung: Bundespräsident ehrt Literaturnobelpreisträger László Krasznahorkai mit Großem Verdienstkreuz

Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier hat den Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger László Krasznahorkai mit dem Großen Verdienstkreuz mit Stern der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. In einer sehr persönlichen Laudatio würdigte er das außergewöhnliche literarische Werk des deutsch-ungarischen Autors und dessen Bedeutung für die europäische Literatur.

» Mit der Verleihung des Großen Verdienstkreuzes mit Stern hat die Bundesrepublik Deutschland einen ihrer bedeutendsten Gegenwartsautoren geehrt. Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier würdigte bei der Ordensverleihung in Berlin den Literaturnobelpreisträger László Krasznahorkai als außergewöhnlichen Schriftsteller, dessen Werk weit über nationale und sprachliche Grenzen hinausstrahlt.

In seiner Laudatio verband der Bundespräsident literarische Betrachtungen mit persönlichen Würdigungen und zeichnete ein Bild eines Autors, dessen unverwechselbarer Stil die internationale Literatur nachhaltig geprägt hat. Besonders bekannt sei Krasznahorkai für seine außergewöhnlich langen, kunstvoll komponierten Satzstrukturen, die zu einem Markenzeichen seines Schreibens geworden seien.

Auszeichnung nach dem Literaturnobelpreis

Steinmeier betonte, dass die Ehrung auch als Ausdruck der Freude darüber verstanden werden solle, dass László Krasznahorkai im vergangenen Jahr mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet worden war. Mit dieser internationalen Anerkennung sei nicht nur der Autor selbst geehrt worden, sondern zugleich auch Deutschland, dessen Staatsbürger Krasznahorkai inzwischen ist.

Die Verleihung des Verdienstkreuzes sei deshalb auch ein Zeichen des Dankes und der Wertschätzung gegenüber einem Schriftsteller, dessen Werk das kulturelle Ansehen des Landes mitprägt.

Zwischen Wirklichkeit und literarischem Kosmos

In seiner Rede würdigte Steinmeier die besondere Fähigkeit Krasznahorkais, Wirklichkeit und Fiktion miteinander zu verweben. Seine Bücher seien bevölkert von geheimnisvollen Figuren, Träumern, Außenseitern und Suchenden, die Leserinnen und Leser dazu einlüden, die Welt mit größerer Aufmerksamkeit zu betrachten.

Dabei verwies der Bundespräsident auch auf die besondere literarische Tradition Mitteleuropas. Krasznahorkai stehe in einer Reihe bedeutender Autorinnen und Autoren wie Imre Kertész, Péter Nádas, György Konrád und Péter Esterházy. Zugleich knüpfe sein Werk an literarische Traditionen an, die mit Namen wie Franz Kafka, Thomas Bernhard, Ingeborg Bachmann und Joseph Roth verbunden sind.

Ein Schriftsteller von internationalem Rang

Steinmeier hob hervor, dass Krasznahorkais Literatur von einer einzigartigen Verbindung aus Melancholie, philosophischer Tiefe und sprachlicher Kraft geprägt sei. Seine Romane eröffneten Perspektiven auf die menschliche Existenz, auf Irrwege, Hoffnungen und die Suche nach Sinn.

Die Werke des Autors bewahrten dabei bewusst das Rätselhafte und Geheimnisvolle. Gerade in einer Zeit, in der vieles erklärt und berechenbar erscheine, schaffe seine Literatur Räume für Fragen, Unsicherheiten und neue Perspektiven.

Ein Stern am Himmel und ein Stern am Orden

Mit einem augenzwinkernden Hinweis verwies der Bundespräsident zu Beginn seiner Rede auf eine besondere Ehrung, die dem Schriftsteller bereits zuteilgeworden war: Ein Kleinplanet trägt inzwischen offiziell den Namen László Krasznahorkai.

Nun komme ein weiterer Stern hinzu – jener des Großen Verdienstkreuzes mit Stern. Beide Auszeichnungen, so Steinmeier, stünden sinnbildlich für die außergewöhnliche Bedeutung des Schriftstellers und seines literarischen Schaffens.

Würdigung eines europäischen Autors

Mit der Ordensverleihung ehrt Deutschland einen Autor, dessen Werk weit über den deutschsprachigen Raum hinaus Anerkennung gefunden hat. Krasznahorkais Literatur verbindet unterschiedliche kulturelle Traditionen Europas und zählt heute zu den bedeutendsten Stimmen der internationalen Gegenwartsliteratur.

Die Auszeichnung unterstreicht zugleich die enge Verbindung zwischen Literatur, Kultur und demokratischer Gesellschaft. Sie würdigt einen Schriftsteller, der durch seine Geschichten neue Perspektiven eröffnet und Leserinnen und Leser dazu einlädt, die Welt mit Neugier, Aufmerksamkeit und Offenheit zu betrachten. «


Quelle: Rede von Dr. Frank-Walter Steinmeier bei der Verleihung des Großen Verdienstkreuzes an László Krasznahorkai am 8. September 2026 in Berlin, Bulletin 85-1 / Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung / textuell aufbereitet mit Hilfe von Copilot (KI)

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