Veröffentlicht am: 22.12.2022 um 23:23 Uhr:

Wissen: Wie genau kann man Lawinen vorhersagen?

Forscher versuchen, die tödliche Gefahr zu bannen. Was ihnen die Arbeit schwer macht...

» Sie sind Naturgewalten, brachial, ungezähmt, für uns oft lebensgefährlich: Allein in den Alpen werden jährlich rund 100 Menschen Opfer von Lawinen. Wissenschaftler arbeiten daran, sie so exakt wie möglich vorherzusagen. Im schweizerischen Davos befindet sich seit 1931 das Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF). Und in Tirol, in Südtirol sowie im Trentino gibt es seit Oktober 2018 zudem die weltweit erste gemeinsam erstellte Lawinenvorhersage.

Je nach Aufbau der Schneedecke kommt es zu unterschiedlichen Lawinenarten: Schneebretter aus lockerem oder nassem Schnee, mit Luft verwirbelte Staublawinen, kompakte Gleitschneelawinen und Lockerschneelawinen. Je nach Wetterlage und Beschaffenheit des Bergs lassen sich Prognosen machen. Die Daten werden durch Lawinensimulationsmodelle sowie Messungen von Thermobildkameras und Laserscannern gewonnen. Es gibt fünf Warnstufen von "gering" und "mäßig" über "erheblich" bis zu "groß" und "sehr groß". Schneemessstellen und Wetterstationen liefern die Grundlagen für die Entscheidungen der örtlichen Lawinenkommissionen, an deren Empfehlungen sich die Skigebiete halten müssen.

Trotzdem ist eine exakte Vorhersage schwer. Grund: Für rund 95 Prozent der tödlichen Unfälle sind Schneebretter verantwortlich. Und die werden meist von den Skifahrern selbst ausgelöst. «


Quelle: Thomas Kunze in der HÖRZU vom 4. Dezember 2020

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