Veröffentlicht am: 28.01.2024 um 08:29 Uhr:

Bundesregierung: "Zukunftsrat des Bundeskanzlers: Generative KI nachhaltig in Deutschland entwickeln und anwenden"

Generative Künstliche Intelligenz (KI) birgt enorme Potenziale für die Gesellschaft, insbesondere für Wissenschaft, Wirtschaft und öffentliche Verwaltung. Ziel ist es, dass diese sich rasant entwickelnde Technologie schnell und sicher auch in Deutschland zur Anwendung kommt, um die Wettbewerbsfähigkeit und technologische Souveränität zu stärken. Das unterstützt deutsche Entwicklerinnen und Entwickler auch im internationalen Wettbewerb. So lautet das Ergebnis der vierten Sitzung des Zukunftsrats in dieser Legislaturperiode von Bundeskanzler Olaf Scholz. Der Steuerkreis des Rates hatte am Freitag mit dem Bundeskanzler, Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger, dem Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz Udo Philipp und dem Chef des Bundeskanzleramts Wolfgang Schmidt diskutiert.

» „Welche Bedingungen müssen gegeben sein, um generative KI in Deutschland vermehrt zu entwickeln und anzuwenden?“ lautete die Leitfrage dieser Sitzung des Zukunftsrates. Ziel ist es, das Potenzial generativer KI als standortrelevante Technologie für unser Land zu heben, um die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und seine technologische Souveränität hervorzuheben. Die Produktivitätssteigerungen, die generative KI möglich macht, gilt es schnell zu realisieren, um die Risiken einer Abhängigkeit von ausländischen Technologien langfristig zu verringern.

Einigkeit bestand, dass Deutschland zeitnah zu den heute führenden internationalen Standorten aufschließen muss. Die Voraussetzungen dafür seien gegeben: eine qualitativ herausragende Forschungslandschaft, hochqualifizierte Talente sowie starkes Domänenwissen und Datenschätze in Großindustrie und KMU. Nach Einschätzung des Zukunftsrats ist es u. a. entscheidend, geeignete Rechenkapazitäten für Wissenschaft und Wirtschaft bereitzustellen, um Ideen für innovative KI-Anwendungen umsetzen zu können.

Der Zukunftsrat bekräftigte, dass diese Problemstellungen sowohl im europäischen Schulterschluss als auch national über Partnerschaften von Politik und Wirtschaft angegangen werden sollten. Aufbauend auf bestehenden europäischen und nationalen Initiativen muss angefangen bei der Hardware die gesamte Wertschöpfungskette der generativen KI betrachtet werden: Der Zukunftsrat empfiehlt, heimische Ansätze zu fördern, indem eigene Kompetenzen und technologische Ökosysteme aufgebaut werden. Zudem sollten einseitige Abhängigkeiten nachhaltig abgebaut werden, um auch europäische Werte in KI-Modellen zu verankern.

In den weiteren Beratungen wurde auf die bevorstehende Gründung des “Robotics Institute Germany (RIG)“ im Rahmen des BMBF-Aktionsplans Robotikforschung hingewiesen.

Der Zukunftsrat des Bundeskanzlers wird inhaltlich von einer Geschäftsstelle vorbereitet, die bei acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften angesiedelt ist.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft im Zukunftsrat des Bundeskanzlers sind:

* Prof. Dr. Dr. Ann-Kristin Achleitner | TUM Distinguished Affiliated Professor an der Technischen Universität München
* Prof. Dr. Stefan Asenkerschbaumer | Vorsitzender des Aufsichtsrats der Robert Bosch GmbH
* Prof. Dr. Irene Bertschek | Leiterin des ZEW-Forschungsbereichs „Digitale Ökonomie“; Mitglied der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI)
* Susan-Stefanie Breitkopf | Chief Transformation Officer (CTO) und Leitung Corporate Human Resources der ZEISS Gruppe
* Dr. Martin Brudermüller | Vorsitzender des Vorstands der BASF SE
* Yasmin Fahimi | Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes
* Prof. Dr. Holger Hanselka | Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft
* Dirk Hoke | CEO von Volocopter
* Prof. Dr. Henning Kagermann | Vorsitzender des acatech-Kuratoriums
* Christian Klein | CEO und Mitglied des Vorstands der SAP SE
* Prof. Dr. Bettina Schöne-Seifert | Professorin für Medizinethik an der
Universität Münster
* Prof. Dr. Martin Stratmann | Präsident Emeritus der Max-Planck-Gesellschaft
* Prof. Dr. Geraldine Rauch | Präsidentin der Technischen Universität Berlin
* Prof. Dr. Özlem Türeci | Mitgründerin und CMO von BioNTech; Professorin für Personalisierte
* Immuntherapie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
* Prof. Dr. Thomas Weber | acatech Präsident
* Dr. Joachim Wenning | Vorsitzender des Vorstands der Munich Re «


Quelle: Pressemitteilung 30 des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung vom 26. Januar 2024

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