Veröffentlicht am: 24.02.2026 um 10:17 Uhr:
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Wissen: Gibt es lebende Steine?
» "Warum liegen hier überall bemalte Kieselsteine herum?" Das haben sich sicher schon viele Wanderer in den trockenen, oft kargen Landschaften des südlichen Afrika gefragt. Die Antwort: Es handelt sich gar nicht um hübsche kleine Kiesel-Kunstwerke, sondern um sogenannte Lithops, eine Gattung sukkulenter Pflanzen aus der Familie der Mittagsblumengewächse. Der griechische Begriff ist aus den Wörtern "Lithos" für "Stein" und "Opsis" für "Aussehen" zusammengesetzt. Bei uns sind die kuriosen Gewächse als "Lebende Steine" bekannt. Die genügsamen Pflänzchen haben sich so perfekt ihrer steinigen Umgebung angepasst, dass sie von Fressfeinden für Gestein gehalten werden.
Doch wenn die Zeit reif ist, erblühen sie auf spektakuläre Weise. Wann genau das der Fall ist, hängt von den konkreten klimatischen Bedingungen und der spezifischen Art ab. In ihrem natürlichen Habitat im südlichen Afrika findet das nach den winterlichen Regenfällen statt, wenn sie genug Wasser gespeichert haben, um ihre Blüten auszubilden. Sie begeistern den Betrachter dann mit leuchtenden Blüten. Die Wildarten strahlen meist in Gelb oder Weiß, aber es gibt auch andere Farben.
Lithops sind zudem für Hobbygärtner ohne grünen Daumen geeignet. Vorausgesetzt, man kümmert sich nicht zu viel um sie. Denn Lithops reagieren empfindlich auf Überwässerung. Zu viel Wasser macht ihnen schnell den Garaus. Wer ihnen ein sonniges Plätzchen schenkt und sie selten gießt, wird dafür schließlich mit einer großen Blütenshow belohnt! «
Quelle: Sven Sakowitz in der HÖRZU vom 28. Februar 2025