Veröffentlicht am: 26.08.2026 um 19:07 Uhr:
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Denkmalschutz: Restaurierung für Freiherr von-Wendt’sche Kapelle in Bigge angestoßen

» Mit einer Förderung von 15.000 Euro hat die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) die Restaurierung bedeutender Ausstattungsstücke der Freiherr von-Wendt’schen Kapelle in Bigge unterstützt. Die Mittel fließen in die digitale Bestandsdokumentation sowie in die Restaurierung eines wertvollen Altarreliefs aus dem frühen 17. Jahrhundert und weiterer historischer Bauteile.
Die Freiherr von-Wendt’sche Kapelle in Bigge hat eine Förderung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz erhalten. Im Rahmen eines Pressetermins am 20. August 2026 überreichte Rolf Klostermann, Ortskurator Sauerland der DSD, einen symbolischen Fördervertrag über 15.000 Euro an die Vertreter des Denkmaleigentümers, Maximilian Freiherr von Wendt und Clemens Freiherr von Wendt. Ermöglicht wurde die Unterstützung durch zahlreiche Spenden sowie Erträge der GlücksSpirale.
Die Fördermittel dienen der Erstellung einer digitalen Bestandsdokumentation mit Planungsgrundlage und Schadensbeschreibung sowie der Restaurierung des Altarreliefs einschließlich des tragenden Wandsegments und der Altarmensa. Die Bestandsaufnahme bildet die Grundlage für die anschließenden konservatorischen Arbeiten an den historischen Ausstattungsstücken.
Bei dem Denkmal auf dem städtischen Friedhof in Bigge handelt es sich um eine achteckige Grabkapelle mit einer rund 15 Meter langen tonnengewölbten Grablege der Familie von Wendt. Errichtet wurde die Kapelle 1863 nach Plänen des Münsteraner Architekten Franz Wolke. Die Geschichte der Anlage reicht jedoch weiter zurück: Bereits 1847 hatte Franz Wilhelm von Wendt nach dem Tod seiner zweiten Ehefrau den Erwerb eines rund 800 Quadratmeter großen Areals auf dem Bigger Friedhof beantragt, um dort eine Familiengruft anzulegen. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts dient die Grablege als Bestattungsort der Familie.
Im Inneren der Kapelle sind wesentliche Teile der ursprünglichen Ausstattung erhalten geblieben. Dazu gehören die historischen Bänke sowie ein kunsthistorisch bedeutendes Altarrelief aus der Zeit um 1630. Das Relief zeigt die Kreuzabnahme Jesu und wird dem Bildhauer Gerhard Gröninger zugeschrieben. Im 1870 geweihten Altarstein befindet sich zudem eine Reliquie des heiligen Franz von Assisi aus den Katakomben Roms, die seinerzeit vom Paderborner Weihbischof J. Freusberg gestiftet wurde.
Die heute sichtbare Farbfassung des Reliefs entstand zunächst 1870 durch Joh. Hoffmann. Bereits 1897 wurde sie von P. Lenzen überarbeitet und in späteren Jahren noch zweimal durch Angehörige der Familie von Wendt erneuert. Die nun begonnenen Untersuchungs- und Restaurierungsarbeiten sollen dazu beitragen, dieses bedeutende Zeugnis regionaler Kunst- und Familiengeschichte langfristig zu sichern.
Mit der Förderung der Freiherr von-Wendt’schen Kapelle setzte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ihr Engagement für den Erhalt historischer Bau- und Kunstdenkmäler fort. Allein in Nordrhein-Westfalen konnte die Stiftung dank privater Spenden und der Mittel der GlücksSpirale von WestLotto bereits mehr als 890 Denkmale unterstützen. «
Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz vom 13. August 2026 / textuell aufbereitet mit Hilfe von Copilot