Veröffentlicht am: 05.09.2026 um 09:53 Uhr:
ca. 4 Minute(n) Lesezeit
Bundesregierung: Merz in Paris: Koalition der Willigen bekräftigt Unterstützung für die Ukraine
» Beim Gipfeltreffen der sogenannten Koalition der Willigen in Paris haben die teilnehmenden Staaten ihre Entschlossenheit bekräftigt, die Ukraine auf dem Weg zu einem gerechten und dauerhaften Frieden weiterhin zu unterstützen. Bundeskanzler Friedrich Merz erklärte nach dem Treffen, die Partner hätten in den vergangenen Wochen eine neue diplomatische und militärische Dynamik geschaffen, die nun konsequent genutzt werden müsse.
Zu dem Treffen hatte Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron die Staats- und Regierungschefinnen und -chefs der beteiligten Länder in den Élysée-Palast eingeladen. Die Koalition der Willigen umfasst inzwischen 35 Staaten und Organisationen, die gemeinsam mit der Ukraine an Sicherheitsgarantien und langfristigen Perspektiven für einen Frieden nach einem möglichen Waffenstillstand arbeiten.
Merz stellte klar, dass die Unterstützung der Ukraine auch nach einem Waffenstillstand fortgesetzt werden müsse. Voraussetzung für einen nachhaltigen Frieden seien ein wirksames internationales Monitoring, verbindliche Sicherheitsgarantien und eine dauerhaft verteidigungsfähige Ukraine. Die Koalition der Willigen wolle dabei in enger Abstimmung mit den Vereinigten Staaten eine zentrale Rolle übernehmen. Über Umfang und Form eines möglichen deutschen Beitrags werde die Bundesregierung gemeinsam mit dem Bundestag zu gegebener Zeit entscheiden.
Ein weiterer Schwerpunkt der Gespräche war die Fortsetzung und Ausweitung der finanziellen und militärischen Hilfe für Kyjiw. Nach Angaben des Bundeskanzlers hatten die NATO-Partner bereits beim Gipfel in Ankara beschlossen, die Ukraine sowohl 2026 als auch 2027 mit jeweils mehr als 70 Milliarden Euro zu unterstützen. Besondere Aufmerksamkeit gelte derzeit der Stärkung der ukrainischen Luftverteidigung. Deutschland werde seine Unterstützung in diesem Bereich fortsetzen und zugleich weitere Partner dazu ermutigen, ihre Anstrengungen auszubauen.
Darüber hinaus verständigten sich die Teilnehmer auf eine engere Zusammenarbeit in der europäischen Verteidigungsindustrie. Geplant ist insbesondere der Ausbau der Produktion von Flugabwehrsystemen und weitreichenden Präzisionswaffen. Zudem soll die Kooperation beim Schutz vor ballistischen Raketen intensiviert werden. Nach Ansicht des Bundeskanzlers stärkt dies nicht nur die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine, sondern auch die sicherheitspolitische Handlungsfähigkeit Europas.
Auch die Vorbereitung auf einen möglichen weiteren Kriegswinter stand auf der Agenda. Die Partner wollen die Ukraine beim Ausbau widerstandsfähiger Energienetze unterstützen sowie notwendige Reparaturen an kritischer Infrastruktur vorantreiben. Ziel ist es, die Versorgungssicherheit des Landes auch unter anhaltenden Kriegsbedingungen zu gewährleisten.
In seinem Statement betonte Merz, dass die Ukraine weiterhin bereit sei, den Krieg durch Verhandlungen zu beenden. Nun liege es an Russland, den Weg an den Verhandlungstisch zu finden und einem Waffenstillstand zuzustimmen. Bis dahin werde die Koalition der Willigen den politischen und wirtschaftlichen Druck auf Moskau aufrechterhalten.
Zugleich hob der Bundeskanzler die grundsätzliche Bedeutung des Engagements hervor. Die Unterstützung für die Ukraine erfolge nicht allein aus Solidarität mit dem angegriffenen Land, sondern auch zum Schutz der europäischen Friedens- und Freiheitsordnung. „Wir stehen euch bei, weil es auch unsere Freiheit in ganz Europa ist, die mit diesem schrecklichen Angriffskrieg auf dem Spiel steht“, sagte Merz.
Das Treffen in Paris verdeutlichte nach den Worten des Kanzlers die gemeinsame strategische Ausrichtung der Partner. Der Kompass der Koalition sei auf „Frieden für die Ukraine und Sicherheit für Europa“ gerichtet. Die enge Zusammenarbeit werde daher auch in den kommenden Monaten fortgesetzt. «
Quelle: Pressestatement vom 13. Juli 2026 von Bundeskanzler Friedrich Merz zum Treffen der Koalition der Willigen in Paris / textuell aufbereitet mit Hilfe von Copilot