Veröffentlicht am: 17.09.2026 um 11:17 Uhr:

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Bundesregierung: Bundespräsident Steinmeier würdigt Hindus in Deutschland: Tempelfest in Hamm als Symbol für Vielfalt und Zusammenhalt

Beim Großen Tempelfest der Hinduistischen Gemeinde in Deutschland in Hamm-Uentrop hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Bedeutung religiöser Vielfalt, gelungener Integration und des interkulturellen Dialogs hervorgehoben. Zugleich gedachte er der Opfer des Anschlags auf den Berliner Christopher Street Day und betonte die Notwendigkeit, Freiheit, Toleranz und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu verteidigen.

» Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier hat beim Großen Tempelfest der Hinduistischen Gemeinde in Deutschland in Hamm-Uentrop die Entwicklung der hinduistischen Gemeinschaft als Beispiel für gelungene Integration und gesellschaftlichen Zusammenhalt gewürdigt. Vor mehreren tausend Besucherinnen und Besuchern hob er die Bedeutung des Kamadchi-Ampal-Tempels als religiöses, kulturelles und gesellschaftliches Zentrum hervor.

Zu Beginn seiner Rede erinnerte Steinmeier an den Anschlag auf den Berliner Christopher Street Day und sprach den Opfern sowie deren Angehörigen sein Mitgefühl aus. Die Tat richte sich gegen die offene Gesellschaft und gegen die Werte von Freiheit, Toleranz und Gleichberechtigung. Diese Grundprinzipien seien unverzichtbare Pfeiler des demokratischen Zusammenlebens.

Trotz der Trauer über die Ereignisse in Berlin betonte der Bundespräsident die Freude darüber, am Tempelfest teilnehmen zu können. Er würdigte insbesondere die Geschichte der tamilischen Hindu-Gemeinschaft, deren viele Mitglieder in den 1980er-Jahren vor dem Bürgerkrieg in Sri Lanka nach Deutschland geflohen waren. Zahlreiche Familien hätten in Nordrhein-Westfalen eine neue Heimat gefunden und über Jahrzehnte hinweg einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Leben geleistet.

Heute gehören nach Angaben Steinmeiers mehr als 100.000 Menschen der Hinduistischen Gemeinde in Deutschland an. Die Entwicklung des Tempels in Hamm-Uentrop stehe beispielhaft für diesen Weg. Aus kleinen Gebetsgemeinschaften sei über die Jahre ein bedeutendes religiöses Zentrum entstanden, das Gläubige aus Deutschland, Europa und anderen Teilen der Welt anziehe.

Der Bundespräsident hob hervor, dass der Tempel weit mehr sei als ein Ort des Gebets. Er sei zugleich ein Ort der Begegnung, des Austauschs und des Lernens. Menschen unterschiedlicher Herkunft und Glaubensrichtungen kämen hier zusammen und könnten die Vielfalt des religiösen Lebens in Deutschland erleben. Die hinduistische Religion sei inzwischen ein selbstverständlicher Bestandteil dieser Vielfalt.

Steinmeier erinnerte daran, dass die Religionsfreiheit durch das Grundgesetz geschützt werde. Jeder Mensch müsse die Möglichkeit haben, seinen Glauben frei und gleichberechtigt auszuüben. Diese Freiheit gelte es gemeinsam zu bewahren und gegen Ausgrenzung oder Diskriminierung zu verteidigen.

Besonders lobte der Bundespräsident die zahlreichen ehrenamtlich Engagierten und Brückenbauer, die über Jahre hinweg den Dialog zwischen der Hinduistischen Gemeinde und ihrem Umfeld gefördert haben. Gelingendes Zusammenleben entstehe nicht von selbst, sondern erfordere Einsatz, Offenheit und die Bereitschaft, Vorurteile abzubauen und Verständnis füreinander zu entwickeln.

Am Beispiel Hamms zeigte Steinmeier, wie das Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen und Religionen erfolgreich gestaltet werden könne. Aus Nachbarschaft seien Gemeinschaft und vielfach auch Freundschaften entstanden, die über Generationen hinweg gewachsen seien. Dies sei ein wertvoller Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland.

Zum Abschluss seiner Rede verband der Bundespräsident seine Glückwünsche mit einem Ausblick auf die Zukunft. Mögen die Hoffnungen und Wünsche der Menschen, die in Deutschland eine neue Heimat gefunden haben, in Erfüllung gehen, sagte Steinmeier. Das Tempelfest sei ein eindrucksvolles Zeichen dafür, wie kulturelle Vielfalt, Religionsfreiheit und gegenseitiger Respekt das gesellschaftliche Leben bereichern können. «


Quelle: Rede von Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier beim Großen Tempelfest der Hinduistischen Gemeinde in Deutschland am 26. Juli 2026 in Hamm-Uentrop (Bulletin 75-2) / Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung / textuell aufbereitet mit Hilfe von Copilot (KI)

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