Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 07:58 Uhr:

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Bundesregierung: Gabriele Stötzer erhält Arnhold-Stipendium der Villa Massimo

Die Künstlerin, Autorin und Performerin Gabriele Stötzer wird mit dem Johanna und Eduard Arnhold-Stipendium der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo ausgezeichnet. Die Ehrung würdigt ein künstlerisches Werk, das sich intensiv mit Freiheit, Selbstbestimmung, Erinnerung und gesellschaftlichem Widerstand auseinandersetzt. Mit dem Stipendium ist ein bis zu zehnmonatiger Aufenthalt in Rom verbunden.

» Die Künstlerin, Autorin und Performerin Gabriele Stötzer erhält das Johanna und Eduard Arnhold-Stipendium der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo. Die Auszeichnung richtet sich an internationale Künstlerpersönlichkeiten, deren Arbeit sich in besonderer Weise mit demokratischen Werten und der Bedeutung von Freiheit beschäftigt.

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer würdigte die Entscheidung der unabhängigen Jury. Gabriele Stötzer zeige mit ihrem Werk eindrucksvoll, „wie Freiheit auch unter Druck bestehen und gesellschaftlich wirksam werden kann“. Ihre künstlerische Arbeit stehe für Freiheit, demokratische Selbstbehauptung und zivilgesellschaftliche Verantwortung.

Prägende Künstlerin der unabhängigen DDR-Szene

Gabriele Stötzer zählt laut Bundesregierung zu den prägenden Persönlichkeiten des unabhängigen künstlerischen Schaffens in der DDR. In ihrer Arbeit verbindet sie Körper, Sprache, Erinnerung und Widerstand. Dabei entstand ein experimentelles und feministisches Gesamtwerk, das sich immer wieder mit Fragen der Selbstbestimmung, Verletzlichkeit, Gemeinschaft und öffentlichen Stimme auseinandersetzt.

Die Jury sieht darin auch eine besondere Aktualität. Vor dem Hintergrund autoritärer Tendenzen, wachsender Geschichtsvergessenheit und Angriffen auf demokratische Institutionen komme dem Werk der Künstlerin eine hohe gesellschaftliche und politische Bedeutung zu.

Bis zu zehn Monate künstlerische Arbeit in Rom

Das Johanna und Eduard Arnhold-Stipendium ist mit einem Aufenthalt von bis zu zehn Monaten in der Villa Massimo verbunden. Die Stipendiatin wird zugleich in die künstlerische Veranstaltungs- und Programmarbeit der Akademie in Rom eingebunden. Das Förderformat ist damit ähnlich wie der renommierte Rompreis ausgestaltet.

Ins Leben gerufen wurde das Stipendium von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer. Es trägt die Namen der jüdischen Stifterfamilie Johanna Arnhold und Eduard Arnhold und soll Kunstschaffende würdigen, die sich in besonderer Weise mit Freiheit und demokratischen Werten beschäftigen.

Die Deutsche Akademie Rom Villa Massimo nahm 1913 ihre Tätigkeit auf. Sie befindet sich im Eigentum der Bundesrepublik Deutschland und wird vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien getragen. Die Bundesregierung bezeichnet sie als bedeutendste Einrichtung zur Spitzenförderung deutscher sowie in Deutschland lebender und wirkender Künstlerinnen und Künstler im Ausland.

Über die Vergabe des Stipendiums entschied eine unabhängige Jury. Ihr gehörten in diesem Jahr Hilke Wagner, Direktorin des Albertinums der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, der Künstler und Rompreisträger Bjørn Melhus sowie Dr. Julia Draganović, Direktorin der Deutschen Akademie Rom, an.

Mit der Auszeichnung von Gabriele Stötzer rückt ein künstlerisches Werk in den Mittelpunkt, das persönliche und gesellschaftliche Erfahrungen mit Fragen von Freiheit und demokratischer Selbstbehauptung verbindet. Das Stipendium eröffnet der Künstlerin zugleich die Möglichkeit, ihre Arbeit im internationalen Umfeld der Villa Massimo in Rom fortzuführen. «


Quelle: Pressemitteilung BKM-74: „Künstlerin Gabriele Stötzer erhält das Johanna und Eduard Arnhold-Stipendium der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo“, Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien, 11. August 2026 / Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung / textuell aufbereitet mit Hilfe von Copilot (KI)

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