Veröffentlicht am: 25.09.2026 um 09:45 Uhr:
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Umwelt: Niedrigwasser am Rhein: Köln, Bonn und Leverkusen wollen gemeinsam vorsorgen
» Historisch niedrige Wasserstände im Rhein entwickeln sich für Köln, Bonn und Leverkusen zunehmend zu einer wiederkehrenden Herausforderung. Besonders betroffen ist die Binnenschifffahrt: Bei niedrigen Pegeln können Frachtschiffe nur einen Teil ihrer üblichen Ladung transportieren. Dadurch steigen Transportkosten, während zugleich Risiken für Lieferketten wachsen. Auch einzelne Fährverbindungen mussten bereits zeitweise eingestellt werden.
Die drei Rheinstädte sehen im Niedrigwasser keine vorübergehende Ausnahmesituation, sondern eine Folge des Klimawandels, auf die sich die Region langfristig einstellen müsse. Entsprechend wollen sie ihre Zusammenarbeit bei Anpassungsmaßnahmen intensivieren.
Für Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester kommt dabei einer leistungsfähigen Verkehrsinfrastruktur besondere Bedeutung zu. Wasserstraße, Schiene und Straße müssten stärker zusammengedacht werden, um den Wirtschafts- und Lebensraum Rheinland widerstandsfähiger aufzustellen.
Auch Leverkusens Oberbürgermeister Stefan Hebbel verweist auf die wirtschaftlichen Folgen niedriger Pegel. Gerade für den Chemie- und Industriestandort sei der Rhein eine zentrale Verkehrsader. Leverkusen setzt sich deshalb unter anderem für eine langfristige Optimierung der Fahrrinnen ein.
Bonns Oberbürgermeister Guido Déus richtet den Blick stärker auf die Stadtentwicklung. Klimaschutz und Klimaanpassung müssten gemeinsam betrachtet und Veränderungen bei Temperaturen, Niederschlägen sowie Wasserständen stärker in die städtebauliche Planung einbezogen werden.
Austausch mit Bund, Land und Wirtschaft
Köln, Bonn und Leverkusen wollen bei ihren Anpassungsstrategien eng mit Wirtschaft und Logistikunternehmen sowie mit Bund und Ländern zusammenarbeiten. Kurzfristige Maßnahmen sollen helfen, Lieferengpässe zu vermeiden. Dazu gehören eine vorübergehende Lockerung des Sonn- und Feiertagsfahrverbots für Lastwagen in betroffenen Bereichen, eine stärkere Verlagerung von Gütern auf die Schiene und die Vermeidung unnötiger Baustellen auf wichtigen Ausweichrouten.
Mittel- und langfristig stehen umfassendere Veränderungen der Infrastruktur im Mittelpunkt. Diskutiert werden neben Fahrrinnenoptimierungen auch der verstärkte Einsatz von Schiffen, die für niedrige Wasserstände geeignet sind. Gleichzeitig soll die Verknüpfung von Rhein, Schiene und Straße verbessert werden.
Die drei Städte wollen außerdem Planungsverfahren beschleunigen, bürokratische Hindernisse abbauen und kommunale Strategien mit Infrastrukturprogrammen von Bund und Ländern verbinden. Ziel ist es, den Wirtschaftsstandort Rheinland und seine Transportwege dauerhaft besser auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten. «
Quelle: Pressemitteilung der Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit - Maximilian Daum vom 22. September 2026 / textuell aufbereitet mit Hilfe von Copilot (KI)