Veröffentlicht am: 10.10.2026 um 08:28 Uhr:
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Bundesregierung: Gamescom 2026: Steinmeier würdigt Games als Kultur- und Wirtschaftsfaktor
» Computer- und Videospiele sind nach Ansicht von Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen. In seiner Rede zur Eröffnung des Gamescom Congress am 27. August 2026 in Köln bezeichnete er Games als festen Bestandteil des kulturellen Lebens und als bedeutenden Wirtschaftsfaktor mit weitreichendem Einfluss auf Technologie, Innovation und gesellschaftliche Entwicklung.
Der Bundespräsident verwies darauf, dass inzwischen mehr als 40 Millionen Menschen in Deutschland Computer- und Videospiele nutzen. Das traditionelle Bild des jugendlichen Einzelspielers entspreche längst nicht mehr der Realität. Games würden heute Menschen unterschiedlichen Alters und Geschlechts ansprechen und seien aus dem Alltag vieler nicht mehr wegzudenken.
Zugleich hob Dr. Frank-Walter Steinmeier die wirtschaftliche Bedeutung der Branche hervor. Die Gamesindustrie sei heute ein milliardenschwerer Wirtschaftszweig, der technologische Entwicklungen vorantreibe. Innovationen aus der Spieleentwicklung kämen inzwischen auch in Bereichen wie Medizin, Fahrzeugdesign, Architektur und virtuellen Anwendungen zum Einsatz.
Games als Kulturform und demokratische Ressource
Nach Einschätzung des Bundespräsidenten haben digitale Spiele längst den Status eines Kulturguts erreicht. Moderne Spiele vereinten verschiedene Kunstformen, erzählten komplexe Geschichten und griffen gesellschaftliche sowie politische Themen auf. Ihr Einfluss reiche weit über die Unterhaltungsbranche hinaus und präge Medien, Popkultur und öffentliche Debatten.
Gerade deshalb seien Games auch für die Demokratie relevant. Positiv bewertete Dr. Frank-Walter Steinmeier insbesondere das Potenzial digitaler Spiele, Menschen miteinander zu verbinden, soziale Kontakte zu fördern und Wissen zu vermitteln. Spiele könnten historische Bildung unterstützen, Empathie fördern und das Verständnis für gesellschaftliche Regeln und demokratische Werte stärken.
Risiken dürfen nicht ignoriert werden
Neben den Chancen sprach der Bundespräsident auch Herausforderungen an. Als Beispiele nannte er Computerspielsucht, die von der Weltgesundheitsorganisation als Erkrankung anerkannt wird, sowie die Verbreitung von Gewalt, Extremismus, Rassismus und demokratiefeindlichen Inhalten in einzelnen digitalen Angeboten.
Darüber hinaus verwies er auf Gefahren, die aus digitalen Plattformen selbst entstehen können. Kinder und Jugendliche müssten wirksam vor Gewalt, Erpressung, Radikalisierung und anderen Risiken geschützt werden. Altersfreigaben seien wichtig, allein jedoch nicht ausreichend. Dr. Frank-Walter Steinmeier sprach sich für klare Regeln und eine konsequente Verantwortung der Branche aus, um vereinbarte Standards einzuhalten und Nutzerinnen und Nutzer besser zu schützen.
Engagement auch außerhalb der digitalen Welt
Zum Abschluss seiner Rede warb der Bundespräsident dafür, die Kreativität, Innovationskraft und Gemeinschaftserfahrungen aus der Welt der Spiele stärker in die Gesellschaft hineinzutragen. Gamerinnen und Gamer könnten sich nicht nur digital, sondern auch im Ehrenamt, in zivilgesellschaftlichen Initiativen und für die Demokratie engagieren. Dieses gesellschaftliche Potenzial gelte es stärker zu nutzen.
Zugleich bekannte sich Dr. Frank-Walter Steinmeier ausdrücklich zum Games-Standort Deutschland. Die Gamescom bezeichnete er als Forum für Vielfalt, Offenheit und Demokratie und wünschte der Branche weiterhin kreative Ideen und wirtschaftlichen Erfolg. «
Quelle: Rede von Dr. Frank-Walter Steinmeier zur Eröffnung des Gamescom Congress am 27. August 2026 in Köln, Bulletin 79-1 / Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung / textuell aufbereitet mit Hilfe von Copilot (KI)