Veröffentlicht am: 23.10.2026 um 18:25 Uhr:

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Bundesregierung: Bilger kündigt Rekordinvestitionen in Verkehrsinfrastruktur an

Bundesverkehrsminister Steffen Bilger hat den Verkehrshaushalt 2027 als Investitionsprogramm für eine moderne und leistungsfähige Infrastruktur vorgestellt. Bis 2030 sollen rund 170 Milliarden Euro in Straßen, Schienen und Wasserwege fließen. Gleichzeitig kündigte der Minister schnellere Genehmigungsverfahren, neue Finanzierungsmodelle und zusätzliche Maßnahmen zur Modernisierung des Verkehrssystems an.

» Mit umfangreichen Investitionen und strukturellen Reformen will die Bundesregierung Deutschlands Verkehrsinfrastruktur in den kommenden Jahren grundlegend modernisieren. In seiner Rede zum Haushaltsgesetz 2027 vor dem Deutschen Bundestag stellte Bundesverkehrsminister Steffen Bilger die Verbesserung von Straßen, Schienen, Wasserwegen und digitalen Verkehrssystemen in den Mittelpunkt.

Der Minister verwies auf zahlreiche Gespräche mit Beschäftigten aus der Verkehrsbranche, die täglich dafür sorgen, dass Mobilität in Deutschland funktioniert. Zugleich seien die Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger klar: Sie wollten keine ideologischen Debatten, sondern pünktliche Züge, sichere Straßen und eine Infrastruktur, auf die Verlass sei.

170 Milliarden Euro für Verkehrsprojekte

Nach Angaben des Ministers stehen bis 2030 insgesamt rund 170 Milliarden Euro für Verkehrsinvestitionen zur Verfügung. Ein erheblicher Teil der Mittel stammt aus dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität.

Neben der Sanierung bestehender Verkehrswege sollen auch neue Projekte umgesetzt werden. Bilger sprach in diesem Zusammenhang von einem „Paradigmenwechsel“ bei der Finanzierung von Autobahnen. Künftig soll die Autobahn GmbH flexibler und langfristiger finanziert werden können. Geplant ist ein Gesetz, das den Einsatz privaten Kapitals erleichtert und mehr Planungssicherheit für Ausbau- und Erhaltungsmaßnahmen schafft.

Wasserstraßen stärker im Fokus

Erstmals sollen ab dem Haushalt 2027 auch die Bundeswasserstraßen vom Sondervermögen profitieren. Damit sollen Schleusen, Kanäle und Wasserwege modernisiert werden.

Hintergrund sind unter anderem die Erfahrungen des extremen Niedrigwassers im Sommer 2026. Nach Angaben des Ministers konnten durch kurzfristige Maßnahmen Versorgungsengpässe vermieden werden. Für die Zukunft sei jedoch ein langfristiger Ausbau der Wasserstraßen sowie die Förderung entsprechend angepasster Schiffe notwendig, um die Widerstandsfähigkeit der Binnenschifffahrt zu erhöhen.

Mehr Geld für die Schiene

Auch der Schienenverkehr soll zusätzliche Mittel erhalten. Für den Neu- und Ausbau der Bahn stehen ab 2027 weitere 300 Millionen Euro bereit. Bis 2030 summiert sich der zusätzliche Betrag auf insgesamt 1,8 Milliarden Euro.

Der Schwerpunkt bleibt jedoch die Sanierung des bestehenden Netzes. Der Minister machte deutlich, dass die hohen Investitionen zu spürbaren Verbesserungen führen müssten. Mehr Pünktlichkeit, weniger Störungen und eine höhere Zuverlässigkeit seien die Erwartungen an die Deutsche Bahn. Diese Ziele müssten sich aus seiner Sicht künftig auch stärker bei der Vergütung von Führungskräften widerspiegeln.

Schnellere Planung und mehr Digitalisierung

Zur Modernisierung der Infrastruktur gehört nach Ansicht Bilgers auch eine deutliche Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren. Mit dem geplanten Infrastruktur-Zukunftsgesetz sollen Zuständigkeiten vereinfacht, Verfahren digitalisiert und Projekte deutlich schneller umgesetzt werden.

Darüber hinaus investiert das Verkehrsministerium bis 2030 rund zehn Milliarden Euro in die Digitalisierung der Schiene. Moderne Technologien sollen helfen, Kapazitäten besser zu nutzen und den Betrieb effizienter zu gestalten.

Innovation und Sicherheit

Neben klassischen Infrastrukturprojekten setzt der Minister auf Zukunftstechnologien. Deutschland solle seine Stärken bei alternativen Antrieben, autonomem Fahren und intelligent vernetzten Verkehrssystemen ausbauen. Die Förderung von Innovationen sei ein wichtiger Beitrag zur Sicherung des Wirtschaftsstandorts.

Gleichzeitig kündigte Bilger zusätzliche Investitionen in die Sicherheit an. Angesichts neuer Bedrohungen durch Drohnen sollen deutsche Flughäfen beschleunigt mit modernen Systemen zur Drohnenerkennung ausgestattet werden. Ziel sei es, die Sicherheit im Luftverkehr dauerhaft zu gewährleisten.

Fokus auf konkrete Verbesserungen

Bilger betonte, dass die Verkehrspolitik zunehmend pragmatischer geführt werde. Statt Gegensätze zwischen Straße und Schiene oder unterschiedlichen Verkehrsmitteln in den Vordergrund zu stellen, gehe es darum, alle Verkehrsträger gemeinsam zu stärken.

Mit dem Haushalt 2027 soll dafür die finanzielle Grundlage geschaffen werden. Das Ziel sei eine Infrastruktur, die Wachstum ermöglicht, die Lebensqualität verbessert und den Alltag der Menschen spürbar erleichtert. «


Quelle: Rede von Steffen Bilger, Bundesminister für Verkehr, zum Haushaltsgesetz 2027 vor dem Deutschen Bundestag am 8. September 2026, Bulletin 81-2 / Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung / textuell aufbereitet mit Hilfe von Copilot (KI)

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