Veröffentlicht am: 17.10.2026 um 18:19 Uhr:

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Bundesregierung: Steinmeier eröffnet Bürgerfest in Bonn: Dank an das Ehrenamt und Appell für die Demokratie

Mit einem Bekenntnis zu Ehrenamt, gesellschaftlichem Zusammenhalt und demokratischen Werten hat Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier das Bürgerfest 2026 in Bonn eröffnet. Rund 2.000 ehrenamtlich engagierte Menschen aus ganz Deutschland waren eingeladen. Im Mittelpunkt standen die Bedeutung des freiwilligen Engagements und die Verantwortung für eine offene demokratische Gesellschaft.

» Erstmals seit vielen Jahren fand das Bürgerfest des Bundespräsidenten nicht im Park von Schloss Bellevue in Berlin, sondern in Bonn statt. Zur Eröffnung am 4. September 2026 begrüßten Dr. Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender rund 2.000 ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger in den Gärten der Villa Hammerschmidt. Das diesjährige Motto lautete „Musubu“, ein japanisches Wort für Verbinden und Verknüpfen.

Der Bundespräsident würdigte das freiwillige Engagement der Gäste als unverzichtbaren Beitrag für den Zusammenhalt der Gesellschaft. Die Eingeladenen stünden stellvertretend für Millionen Menschen in Deutschland, die sich in Vereinen, Hilfsorganisationen, Nachbarschaftsinitiativen, Kulturprojekten oder sozialen Einrichtungen engagieren. Gerade dieses Engagement schaffe Verbindungen zwischen Menschen und stärke das Gemeinwesen.

Japan erstmals Gastland des Bürgerfestes

Besondere Bedeutung kam in diesem Jahr Japan zu. Erstmals war ein asiatisches Land offizielles Gastland des Bürgerfestes. Frank-Walter Steinmeier hob die engen Beziehungen zwischen Deutschland und Japan hervor und würdigte das gemeinsame Eintreten für Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Das Motto „Musubu“ sollte die verbindende Kraft des Ehrenamts und der internationalen Zusammenarbeit symbolisieren.

Rückblick auf Bonn und die demokratische Tradition

Da es das letzte Bürgerfest seiner Amtszeit ist, nutzte der Bundespräsident die Gelegenheit auch für einen persönlichen Rückblick. Bonn sei für ihn eng mit wichtigen Stationen seiner Amtszeit verbunden. Zugleich erinnerte er an die historische Rolle der Bundesstadt als Ort des demokratischen Neubeginns nach der nationalsozialistischen Diktatur. Hier seien die Grundlagen für das Grundgesetz, die parlamentarische Demokratie und die europäische Einbindung Deutschlands gelegt worden.

Mit Blick auf aktuelle gesellschaftliche und politische Herausforderungen warnte Frank-Walter Steinmeier vor Nationalismus, Abschottung und demokratiefeindlichen Tendenzen. Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie müssten aktiv verteidigt werden. Demokratische Gesellschaften lebten davon, dass Menschen Verantwortung übernehmen und sich einbringen.

Deutliche Worte zum Klimawandel

Auch die Folgen des außergewöhnlich heißen Sommers 2026 waren Thema der Rede. Der Bundespräsident verwies auf niedrige Wasserstände deutscher Flüsse, Ernteausfälle, Einschränkungen der Binnenschifffahrt und großflächige Waldbrände. Daraus leitete er die Notwendigkeit ab, den Kampf gegen den Klimawandel entschlossen fortzuführen und die internationale Zusammenarbeit in diesem Bereich auszubauen.

Besonders dankte er den Feuerwehren und Einsatzkräften, die während der Waldbrände in der Eifel und in Belgien im Einsatz waren. Ihr Engagement stehe beispielhaft für den Wert des Ehrenamts und den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Engagement als Fundament der Demokratie

Einen Schwerpunkt legte Frank-Walter Steinmeier auf die Rolle des Ehrenamts für die Demokratie. Dort, wo Menschen gemeinsam Verantwortung übernehmen, unterschiedliche Meinungen aushalten und auf gemeinsame Ziele hinarbeiten, entstehe demokratische Kultur. Hass, Hetze und permanente Empörung seien dagegen keine Grundlage für eine gute Zukunft.

Das Ehrenamt ermögliche Begegnungen zwischen Menschen, die sich sonst möglicherweise nie kennenlernen würden. Genau darin liege seine besondere gesellschaftliche Kraft. Der Bundespräsident rief dazu auf, diese verbindenden Erfahrungen zu stärken und das demokratische Miteinander auch künftig aktiv zu gestalten.

Mit dem Bürgerfest 2026 wollte das Staatsoberhaupt vor allem eines deutlich machen: Die Zukunft der Demokratie hängt nicht allein von Institutionen ab, sondern von Menschen, die Verantwortung übernehmen, füreinander einstehen und sich für das Gemeinwohl engagieren. «


Quelle: Rede von Dr. Frank-Walter Steinmeier zur Eröffnung des Bürgerfestes am 4. September 2026 in Bonn, Bulletin 80-1 / Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung / textuell aufbereitet mit Hilfe von Copilot (KI)

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