Veröffentlicht am: 18.10.2026 um 16:51 Uhr:
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Bundesregierung: Neuer Österreichisch-Deutscher Lyrikpreis würdigt zeitgenössische Poesie
» Deutschland und Österreich setzen im Jubiläumsjahr des 100. Geburtstags von Ingeborg Bachmann ein gemeinsames Zeichen für die zeitgenössische Lyrik. Mit dem neu geschaffenen Österreichisch-Deutschen Lyrikpreis wollen der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie das österreichische Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten die Bedeutung der deutschsprachigen Gegenwartslyrik hervorheben.
Der Preis wird einmalig vergeben und zeichnet jeweils eine Lyrikerin oder einen Lyriker mit Lebensmittelpunkt in Deutschland sowie in Österreich aus. Beide Auszeichnungen sind mit jeweils 15.000 Euro dotiert.
Hommage an Ingeborg Bachmann
Der neue Preis knüpft bewusst an das literarische Erbe von Ingeborg Bachmann an, deren Werk bis heute weit über den deutschsprachigen Raum hinaus Wirkung entfaltet. Prämiert werden Gedichtbände, die in den vergangenen drei Jahren erschienen sind und die Verbindung verschiedener poetischer Traditionen, Sprachräume und kultureller Einflüsse widerspiegeln.
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer betonte die verbindende Kraft der Lyrik. Gedichte könnten Grenzen überwinden – zwischen Menschen, Kulturen, Sprachen und Nationen. Der Preis sei deshalb auch ein Ausdruck der engen kulturellen Verbundenheit zwischen Deutschland und Österreich und ein Bekenntnis zur Kraft der Literatur als Medium des Austauschs.
Auch der österreichische Staatssekretär Sepp Schellhorn hob hervor, dass Lyrik Menschen einander näherbringen könne. Gerade zwischen zwei Ländern, die eine gemeinsame Sprache teilen, eröffne Poesie neue Wege des Verständnisses und des kulturellen Dialogs.
Literarischer Austausch über Sprachgrenzen hinweg
Zum Preis gehört nicht nur die finanzielle Auszeichnung. Die Preisträgerinnen und Preisträger werden auch an Übersetzungswerkstätten in Berlin und Wien teilnehmen. Gemeinsam mit Literaturübersetzerinnen und -übersetzern beschäftigen sie sich dort mit Sprachen und Werken, die für Ingeborg Bachmann von besonderer Bedeutung waren.
Dabei geht es insbesondere um die Frage, wie sich Gedichte in andere Sprachen übertragen lassen und welche neuen Perspektiven dadurch entstehen. Der Preis versteht sich daher nicht nur als Anerkennung literarischer Leistungen, sondern auch als Beitrag zum europäischen kulturellen Austausch.
Preisverleihung im Rahmen der Buch Wien
Die feierliche Verleihung des Österreichisch-Deutschen Lyrikpreises findet am 25. November 2026 zur Eröffnung der Buch Wien statt.
Träger des Projekts sind auf österreichischer Seite die Österreichische Gesellschaft für Literatur und auf deutscher Seite das Literarische Colloquium Berlin in Zusammenarbeit mit dem TOLEDO-Programm des Deutschen Übersetzerfonds.
Über die Vergabe des Preises entscheidet eine unabhängige deutsch-österreichische Jury aus Literaturwissenschaftlern, Kritikerinnen, Kulturinstitutionen und Vertreterinnen und Vertretern der beteiligten Organisationen.
Mit dem neuen Preis erhält die zeitgenössische Lyrik eine zusätzliche Bühne. Zugleich erinnert die Initiative an das Werk einer der bedeutendsten deutschsprachigen Autorinnen des 20. Jahrhunderts und unterstreicht die enge kulturelle Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Österreich. «
Quelle: Pressemitteilung BKM-88 des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien vom 9. September 2026 / Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung / textuell aufbereitet mit Hilfe von Copilot (KI)