Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 15:03 Uhr:
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Köln: Zukunft der Kölner Ost-West-Achse: Erste Planungsergebnisse vorgestellt
» Die Stadt Köln und die Kölner Verkehrs-Betriebe (Kölner Verkehrsbetriebe) haben einen weiteren Zwischenstand bei den Planungen zur Kapazitätserweiterung der Ost-West-Achse vorgestellt. Grundlage dafür ist der erweiterte Planungsbeschluss des Rates aus dem Jahr 2025, der zusätzliche Untersuchungen und Prüfaufträge für das bedeutende Infrastrukturprojekt vorsieht.
Im Rahmen eines Fachgesprächs mit mehr als 20 Vertreterinnen und Vertretern der organisierten Stadtgesellschaft sowie der zehnten Sitzung des Politischen Begleitgremiums wurden nun erste Ergebnisse präsentiert und diskutiert.
Mobilitätsdezernent Ascan Egerer betonte die Bedeutung des gemeinsamen Austauschs für die Weiterentwicklung des Projekts. Die nun vorliegenden Erkenntnisse markieren den Beginn eines neuen Planungsabschnitts, in dem wichtige Weichenstellungen für die Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs in Köln vorbereitet werden.
Neue Herausforderungen am Heumarkt
Ein Schwerpunkt der aktuellen Untersuchungen betrifft den Bereich Heumarkt. Der Ratsbeschluss sieht vor, dass die Stadtbahnlinien 1 und 7 künftig durch einen Tunnel geführt werden sollen, während die Linie 9 weiterhin oberirdisch verkehren soll.
Diese Kombination stellt die Planer vor erhebliche Herausforderungen. Die Platzverhältnisse am Heumarkt gelten bereits heute als komplex. Die parallele Führung einer oberirdischen Stadtbahntrasse neben einer Tunnelrampe würde zusätzlichen Raum beanspruchen und neue Anforderungen an die Verkehrsführung stellen.
Erschwerend kommen bestehende Bauwerke und Engstellen hinzu, die den verfügbaren Planungsspielraum begrenzen. Die Projektgruppe arbeitet deshalb an verschiedenen Varianten, die den unterschiedlichen Anforderungen gerecht werden sollen. Erste Lösungsansätze wurden den politischen Vertreterinnen und Vertretern vorgestellt und diskutiert.
Mehr Barrierefreiheit in bestehenden Tunnelhaltestellen
Ein weiterer Schwerpunkt der Sitzung lag auf den Stadtbahnhaltestellen „Deutz TH“ und „Fuldaer Straße“. Beide Stationen befinden sich im bestehenden Tunnelabschnitt der Linien 1 und 9 und müssen im Zuge der geplanten Kapazitätserweiterung umgebaut werden.
Die Kölner Verkehrsbetriebe präsentierte Vorzugsvarianten für beide Haltestellen. Ziel ist es, die Zugänglichkeit deutlich zu verbessern und die Barrierefreiheit auszubauen. Damit sollen die Stationen den Anforderungen eines leistungsfähigeren und inklusiveren Nahverkehrssystems gerecht werden.
Großprojekt für die Verkehrswende
Die Kapazitätserweiterung der Ost-West-Achse zählt zu den wichtigsten Verkehrsprojekten der kommenden Jahre in Köln. Ziel ist es, die Linie 1 leistungsfähiger zu machen und auf die wachsenden Fahrgastzahlen zu reagieren.
Künftig sollen auf der Strecke zwischen Bensberg und Weiden West statt der bisherigen 60 Meter langen Bahnen Züge mit einer Länge von 90 Metern eingesetzt werden können. Dadurch steigt die Beförderungskapazität um rund 50 Prozent. Voraussetzung dafür ist der Umbau beziehungsweise die Verlängerung zahlreicher Bahnsteige entlang der Strecke.
Insgesamt sind 34 Haltestellen von den Planungen betroffen. Die Stadt Köln und die Kölner Verkehrsbetriebe verfolgen das Vorhaben gemeinsam. Während die Stadt die linksrheinischen Abschnitte koordiniert, verantworten die Kölner Verkehrsbetriebe insbesondere die rechtsrheinischen Ausbauabschnitte und die Haltestellen im Bestandstunnel.
Mit den nun vorgestellten Zwischenergebnissen nimmt eines der bedeutendsten Nahverkehrsprojekte der Stadt weitere Gestalt an. Die Diskussionen im Politischen Begleitgremium und mit der Stadtgesellschaft sollen dabei helfen, die Planung fachlich zu schärfen und frühzeitig unterschiedliche Interessen in den weiteren Prozess einzubeziehen. «
Quelle: Pressemitteilung der Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit - Robert Baumanns vom 5. November 2026 / textuell aufbereitet mit Hilfe von Copilot (KI)