Veröffentlicht am: 05.09.2026 um 01:00 Uhr:
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gamescom: Marokkanisches Indie-Studio June Studio nutzt Gamescom-Premiere für den internationalen Durchbruch
» Köln/Kénitra, 4. September 2026 – Die Gamescom 2026 ist Geschichte, für das marokkanische Entwicklerstudio June Studio dürfte ihr Nachhall jedoch noch lange spürbar bleiben. Das unabhängige Team gehörte zu den elf Studios, die Ende August im Rahmen des ersten offiziellen marokkanischen Länderauftritts auf der Gamescom in Köln vertreten waren. Im Mittelpunkt stand dabei die Präsentation von RENOVATUM, einem Action-Roguelike, das internationale Spielmechaniken mit visuellen Einflüssen marokkanischer Architektur verbindet.
June Studio wurde am 6. Juni 2023 in Casablanca von Entwickler und Unternehmer Ilias Belabed gegründet. Ursprünglich konzentrierte sich das Unternehmen auf Photogrammetrie-Lösungen, bevor es im April 2024 vollständig in die Spieleentwicklung einstieg. Seitdem verfolgt das Studio das Ziel, innovative und erzählerisch geprägte Videospiele zu entwickeln, die weit über die Grenzen Marokkos hinaus ein Publikum finden.
Mit RENOVATUM arbeitet das Team derzeit an einem Third-Person-Action-Roguelike für den PC-Markt. Das Spiel richtet sich an Fans anspruchsvoller Titel wie Risk of Rain und setzt auf dynamische Spielsysteme, einen hohen Wiederspielwert sowie eine eigenständige visuelle Identität. Eine spielbare Demo bildete den Mittelpunkt des Gamescom-Auftritts.
Für Gründer Ilias Belabed markiert die Teilnahme an der weltweit wichtigsten Gaming-Messe einen bedeutenden Schritt in der Entwicklung des Studios. Sein Ziel war es, die internationale Community kennenzulernen, wertvolles Feedback zu sammeln und gleichzeitig strategische Partnerschaften für die weitere Entwicklung des Projekts aufzubauen.
Belabed zählt zugleich zu den engagiertesten Akteuren der marokkanischen Games-Szene. Er tritt regelmäßig bei Branchenveranstaltungen wie der Morocco Gaming Expo oder der True Gaming Saudi auf und engagiert sich aktiv für den Aufbau eines nachhaltigen Gaming-Ökosystems im Königreich. Nach einem Studium im Bereich Game Design und Creative Coding sammelte er zunächst Erfahrungen bei einem französischen Unternehmen, das Videospieltechnologien für kulturelle Projekte einsetzte. Anschließend entschied er sich bewusst, sein eigenes Studio aufzubauen und zu den Pionieren der marokkanischen Games-Industrie zu gehören.
Heute arbeitet June Studio von Kénitra aus mit einem kleinen, interdisziplinären Team von drei bis vier Spezialisten. Neben der kreativen Leitung umfasst die Mannschaft Kompetenzen in den Bereichen Art Design, Marketing sowie Sounddesign und Komposition. Die schlanke Struktur ermöglicht es dem Studio, flexibel zu arbeiten und gleichzeitig hohe Qualitätsansprüche zu verfolgen.
Ein wichtiger Baustein auf diesem Weg war die institutionelle Förderung durch das marokkanische Ministerium für Jugend, Kultur und Kommunikation. June Studio gehörte zum Jahrgang 2025 des Videospiel-Inkubators, der gemeinsam mit der Französischen Botschaft in Marokko betrieben wird. Das Programm unterstützte das Unternehmen bei der Weiterentwicklung seines Geschäftsmodells, der Finanzierung sowie dem Aufbau internationaler Kontakte. Zudem profitierte das Team von Mentoren aus der internationalen Games-Branche, die wertvolle Einblicke in Marktanforderungen und Publisher-Erwartungen vermittelten.
Auch bei der Morocco Gaming Expo erhielt June Studio zusätzliche Sichtbarkeit. Dort sowie auf der Gamescom präsentierte sich das Unternehmen als Teil einer neuen Generation marokkanischer Entwickler, die zunehmend selbstbewusst auf der internationalen Bühne auftritt.
Die Teilnahme an der Gamescom 2026 verdeutlicht dabei nicht nur die Ambitionen eines einzelnen Studios. Sie steht exemplarisch für den Aufbruch der gesamten marokkanischen Games-Branche, die sich innerhalb weniger Jahre von einem überwiegend konsumorientierten Markt zu einem wachsenden Produktionsstandort entwickelt hat. June Studio und RENOVATUM zeigen, dass kreative Videospielentwicklung „Made in Morocco“ längst das Potenzial besitzt, weltweit Aufmerksamkeit zu erregen. «
Quelle: Pressemitteilung von Havas Paris vom 20. August 2026 / textuell aufbereitet mit Hilfe von Copilot