Veröffentlicht am: 05.09.2026 um 10:23 Uhr:
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gamescom: QasbahLabs verbindet marokkanische Legenden mit Science-Fiction-Strategie auf der Gamescom 2026
» Köln/Casablanca, 4. September 2026 – Die Gamescom 2026 hat einmal mehr gezeigt, wie vielfältig die internationale Spielebranche geworden ist. Im ersten offiziellen marokkanischen Gemeinschaftspavillon gehörte das Studio QasbahLabs zu den Entwicklern, die ihre Projekte einer globalen Öffentlichkeit präsentierten. Mit dem Strategiespiel RivalDom stellte das Unternehmen dabei einen Titel vor, der moderne Science-Fiction mit Elementen marokkanischer Kultur und Mythologie verbindet.
QasbahLabs wurde 2024 zunächst in Frankreich gegründet und eröffnete bereits ein Jahr später eine Tochtergesellschaft in Marokko. Der Name des Studios vereint dabei zwei zentrale Ideen: Die „Kasbah“ als traditioneller Ort der Gemeinschaft und „Labs“ als Symbol für technologische Innovation und Experimentierfreude. Heute arbeitet das Unternehmen mit einem internationalen Netzwerk von rund 13 Mitarbeitenden und Partnern in Marokko, Frankreich und der Ukraine.
Geführt wird das Studio von vier Mitgründern: Youness Bakhouya als Game Director von RivalDom, Mohammed Achkour als Chief Technology Officer, Badr Roufi als Art Director sowie Kacem Chaoui als Verantwortlichem für Digital Marketing. Ziel der internationalen Struktur war es, Know-how aufzubauen und langfristig die Produktionskompetenz innerhalb des marokkanischen Teams zu stärken.
Im Mittelpunkt der Gamescom-Präsentation stand RivalDom, ein kompetitives, rundenbasiertes Strategiespiel für mehrere Spieler. Der Titel wurde primär für mobile Plattformen wie iOS und Android entwickelt, eine spätere Veröffentlichung für PC über Steam und den Epic Games Store sowie für Nintendo Switch ist ebenfalls vorgesehen.
Die Geschichte von RivalDom spielt in einer Zukunft, in der Menschen, Künstliche Intelligenzen und weiterentwickelte Tierarten nach einer globalen Ressourcenkrise um die letzten verfügbaren Vorräte kämpfen. Als ein mysteriöses Artefakt namens „Ecliptic Card“ erscheint, werden Konflikte nicht mehr auf Schlachtfeldern ausgetragen, sondern in einer speziellen Arena, dem sogenannten „Dom“, der dem Spiel seinen Namen gibt.
Besonders hervorzuheben ist die kulturelle Verankerung des Projekts. Zahlreiche Karten im Spiel basieren auf legendären Figuren und Erzählungen aus Marokko. Charaktere wie Aïcha Kandicha, Boughat, Lalla Chafia oder Zineb Nefzaouia verfügen über besondere Fähigkeiten, die von ihren jeweiligen Geschichten und Legenden inspiriert sind. Das Studio verfolgt dabei das Konzept, lokale kulturelle Referenzen in ein internationales Spielkonzept einzubetten. Langfristig sollen vergleichbare Inhalte auch für weitere Regionen wie den Nahen Osten, Europa und andere Märkte entwickelt werden.
Die Resonanz auf RivalDom fällt bereits vor der offiziellen Veröffentlichung positiv aus. Seit dem Start der Early-Access-Phase im Februar 2026 wurden nach Angaben des Studios fast 4.000 Mehrspieler-Partien ausgetragen. Gleichzeitig nähert sich die Discord-Community der Marke von 2.000 Mitgliedern. Im Google Play Store erreicht das Spiel derzeit eine Bewertung von 4,8 von 5 Punkten.
Die Partien sind bewusst kompakt gestaltet: Duelle dauern durchschnittlich zehn bis zwölf Minuten, Mehrspieler-Matches mit vier bis fünf Teilnehmern etwa 20 bis 25 Minuten. Damit richtet sich das Spiel sowohl an Strategiefans als auch an mobile Spieler, die kurze, aber anspruchsvolle Partien bevorzugen.
Hinter dem Projekt steht Youness Bakhouya, ein Informatikingenieur mit Spezialisierung auf Informationssysteme und zusätzlichem MBA-Abschluss der Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne sowie des IAE Paris. Seine berufliche Laufbahn führte ihn über Positionen bei Atos, Capgemini France und GEFCO bis hin zur Tätigkeit als Software- und Systemarchitekt innerhalb der SATEC Group.
Parallel zu seiner Karriere in der IT gründete Bakhouya bereits mehrere Technologieprojekte, darunter die KI-Lösung VISAI zur Zentralisierung von Kundenanfragen. Mit QasbahLabs verbindet er nun technologische Expertise mit seiner Leidenschaft für interaktive Unterhaltung.
Im Gegensatz zu vielen anderen Studios des marokkanischen Pavillons profitierte QasbahLabs nicht vom staatlichen Video Game Incubator. Stattdessen entwickelte sich das Unternehmen eigenständig und erreichte unter anderem das Finale des Programms „Challenge Startup Gamification“ von Inwi. Darüber hinaus präsentierte das Studio RivalDom bereits auf den Ausgaben 2025 und 2026 der Morocco Gaming Expo. Im Rahmen der Veranstaltung wurde das Projekt auch Kronprinz Moulay El Hassan vorgestellt.
Der Auftritt auf der Gamescom 2026 bot QasbahLabs die Chance, internationale Kontakte zu Publishern, Investoren und Branchenvertretern auszubauen. Gleichzeitig zeigte das Studio, wie marokkanische Kultur, moderne Technologie und global orientiertes Game Design miteinander kombiniert werden können.
Mit RivalDom steht QasbahLabs exemplarisch für die neue Generation marokkanischer Entwickler: international vernetzt, technologisch ambitioniert und zugleich bereit, die eigenen kulturellen Wurzeln in zeitgemäße Videospiele zu integrieren. Die positive Entwicklung des Projekts macht deutlich, dass Marokkos Games-Branche zunehmend über regionale Grenzen hinaus wahrgenommen wird. «
Quelle: Pressemitteilung von Havas Paris vom 20. August 2026 / textuell aufbereitet mit Hilfe von Copilot