Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 16:55 Uhr:

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Bundesregierung: Bauhaus-Manifest 2026: Breites Bündnis setzt Zeichen für Freiheit und kulturelle Offenheit

Vertreter aus Kultur, Architektur, Design, Handwerk, Kommunen und Kirchen haben gemeinsam das Bauhaus-Manifest 2026 unterzeichnet. Hundert Jahre nach der Wiedereröffnung des Bauhauses in Dessau bekennt sich das Bündnis zu künstlerischer Freiheit, Weltoffenheit, Erinnerungskultur und unabhängigen Kulturinstitutionen.

» Ein breites gesellschaftliches Bündnis hat sich mit dem Bauhaus-Manifest 2026 für Freiheit, Offenheit und kulturelle Innovation ausgesprochen. Initiiert wurde die Erklärung von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer. Zu den Unterzeichnenden zählen Institutionen und Verbände aus Kultur, Architektur, Design und Handwerk ebenso wie Vertreter der Kirchen und kommunaler Organisationen.

Das Manifest greift zentrale Ideen des Bauhauses auf und überträgt sie auf gesellschaftliche Fragen der Gegenwart. Im Mittelpunkt stehen die Freiheit künstlerischen Denkens, die Offenheit für neue Ideen und die Zusammenarbeit unterschiedlicher Disziplinen. Kulturelle Innovation wird dabei als ein Beitrag zur Entwicklung einer demokratischen Gesellschaft verstanden. Zugleich positionieren sich die Unterzeichnenden gegen demokratiefeindliche Angriffe auf diese Prinzipien.

Sechs Grundsätze für Kultur und Demokratie

In sechs Punkten formuliert das Manifest seine zentralen Anliegen. Dazu gehören ein ausdrückliches Bekenntnis zum Bauhaus sowie der Schutz bedeutender Kulturbauten und öffentlicher Räume. Erinnerungskultur wird als Grundlage demokratischer Selbstverständigung verstanden, während unabhängige Kulturinstitutionen als wichtige Orte für gesellschaftlichen Diskurs und Widerspruch gestärkt werden sollen.

Ein weiteres Anliegen ist die stärkere Verbindung von Kunst, Architektur, Handwerk, Design, Forschung und Technologie. Damit knüpft das Manifest an den interdisziplinären Ansatz des historischen Bauhauses an. Abschließend bekennt sich das Bündnis zu kultureller Weltoffenheit und internationalem Austausch und lehnt kulturfeindlichen Nationalismus ausdrücklich ab.

Historisches Jubiläum als Anlass

Das Bauhaus wurde 1919 in Weimar gegründet und nach seiner Vertreibung 1926 in Dessau wieder eröffnet. 1933 musste die inzwischen nach Berlin umgezogene Institution unter dem Druck der Nationalsozialisten endgültig schließen. Die Bauhaus-Stätten in Weimar, Dessau und Bernau gehören heute zum UNESCO-Welterbe.

Der 100. Jahrestag der Wiedereröffnung in Dessau bildet nun den historischen Bezugspunkt für das neue Manifest. Die Unterzeichnenden wollen dabei nicht nur an das gestalterische Erbe des Bauhauses erinnern, sondern besonders dessen gesellschaftspolitische Haltung hervorheben.

Zu den Unterstützern gehören unter anderem die Akademie der Künste, die Bundesarchitektenkammer, die Deutsche UNESCO-Kommission, der Deutsche Kulturrat, der Deutsche Museumsbund, der Deutsche Städtetag sowie Vertreter der katholischen und evangelischen Kirche und des deutschen Handwerks.

Das Bauhaus-Manifest versteht sich damit als kulturpolitisches Bekenntnis, das historisches Erbe und aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen miteinander verbindet. Weitere Unterstützer sind eingeladen, sich der Initiative anzuschließen. «


Quelle: Pressemitteilung BKM-77 des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien vom 20. August 2026 / Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung / textuell aufbereitet mit Hilfe von Copilot (KI)

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