Veröffentlicht am: 17.10.2026 um 12:16 Uhr:
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Bundesregierung: 110 Millionen Euro für Schloss Friedenstein: Bund und Thüringen sichern Zukunft des Kulturdenkmals
» Mit einem gemeinsamen Sanierungsprogramm in Höhe von 110 Millionen Euro wollen der Bund und der Freistaat Thüringen die Zukunft von Schloss Friedenstein langfristig sichern. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer und Ministerpräsident Mario Voigt überreichten am 4. September 2026 in Gotha einen symbolischen Scheck, der für das Gesamtvolumen der gemeinsam finanzierten Maßnahmen steht.
Die Mittel umfassen sowohl bereits abgeschlossene Investitionen als auch die kommenden Bauabschnitte. Mit einem aktuellen Förderbescheid für das zweite Teilprojekt kann nun die Sanierung des Westlichen Kavalierhauses beginnen, das künftig von der Friedenstein Stiftung Gotha museal genutzt werden soll. Für 2027 ist zudem der Start der Arbeiten am Ostturm und in Teilen des Ostflügels vorgesehen.
Historisches Erbe für die Zukunft sichern
Ziel der umfangreichen Maßnahmen ist es, die historische Bausubstanz dauerhaft zu erhalten und zugleich die Nutzungsmöglichkeiten für Besucherinnen und Besucher, Wissenschaft und Kultur zu verbessern. Geplant sind unter anderem die Konservierung bedeutender historischer Räume sowie bessere Arbeitsbedingungen für Museum und Forschungsbibliothek.
Wolfram Weimer bezeichnete Schloss Friedenstein als Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung. Die Investitionen würden dazu beitragen, den einzigartigen Kultur-, Museums- und Forschungsstandort für kommende Generationen zu bewahren und mehr Menschen zugänglich zu machen. Gleichzeitig sei die Förderung Ausdruck der gemeinsamen Verantwortung von Bund und Land für das kulturelle Erbe Deutschlands.
Auch Ministerpräsident Mario Voigt hob die Bedeutung des Schlosses hervor. Thüringen sei ein Kulturland von nationaler und internationaler Ausstrahlung. Gemeinsam mit der Wartburg verkörpere Schloss Friedenstein ein Erbe, das weit über die Landesgrenzen hinaus Bedeutung habe.
Schloss mit einzigartiger kulturhistorischer Bedeutung
Schloss Friedenstein wurde zwischen 1643 und 1654 errichtet und zählt zu den größten und frühesten Barockschlössern Deutschlands. Mit einer Nutzfläche von mehr als 20.000 Quadratmetern beherbergt es bedeutende Sammlungen, die auf die frühneuzeitliche Kunst- und Wunderkammer der ehemaligen Residenz zurückgehen.
Nach Angaben der Dr. Doris Fischer, Direktorin der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, ermöglicht die Finanzierung erstmals seit der Errichtung des Schlosses eine grundlegende Instandsetzung wichtiger Bauteile. Gleichzeitig verbesserten die Maßnahmen die Perspektiven für die Nutzer des Ensembles, darunter die Friedenstein Stiftung Gotha und die Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt.
Besuch auf Wartburg und Rembrandt-Ausstellung
Die Übergabe des symbolischen Schecks war Teil einer Kulturbautenreise des Staatsministers durch Thüringen. Zum Programm gehörte zunächst ein Besuch der Wartburg in Eisenach, wo über künftige Sanierungs- und Entwicklungsprojekte gesprochen wurde.
Den Abschluss bildete die Eröffnung der Ausstellung „Rembrandt 1632. Entstehung einer Marke“ im Herzoglichen Museum Gotha. Die bis Dezember 2026 laufende Schau widmet sich einem Schlüsseljahr im Schaffen des niederländischen Malers und vereint Werke aus Gotha, Kassel sowie internationale Leihgaben. Nach Angaben der Veranstalter zählt die Ausstellung zu den bedeutendsten Kulturereignissen des Jahres in Thüringen.
Mit der 110-Millionen-Euro-Förderung erhält Schloss Friedenstein nun eine langfristige Perspektive. Bund und Land wollen damit sicherstellen, dass eines der bedeutendsten Schlossensembles Deutschlands auch künftig als lebendiger Ort für Kunst, Geschichte, Forschung und Bildung erhalten bleibt. «
Quelle: Pressemitteilung BKM-85 des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien vom 4. September 2026 / Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung / textuell aufbereitet mit Hilfe von Copilot (KI)