Veröffentlicht am: 27.10.2026 um 20:21 Uhr:
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Denkmalschutz: Bauernkirche Iserlohn: Deutsche Stiftung Denkmalschutz fördert dringend notwendige Dachsanierung
» Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) unterstützt die Sanierung der Bauernkirche in Iserlohn mit einem Förderbetrag von 60.000 Euro. Bei einem Pressetermin am 23. September 2026 überreicht Rolf Klostermann vom Ortskuratorium Sauerland der Stiftung gemeinsam mit einem Vertreter von WestLotto einen symbolischen Fördervertrag an den Förderverein Bauernkirche Iserlohn e.V. Ermöglicht wird die Förderung durch private Spenden sowie durch Mittel der Lotterie GlücksSpirale.
Die Mittel sind für Dachdeckungs- und Klempnerarbeiten am Kirchenschiff vorgesehen. Fachgutachten hatten erhebliche Schäden an den unterschiedlichen Dachflächen der historischen Schiefereindeckung festgestellt. Um Folgeschäden an der Dachkonstruktion zu verhindern und den Bestand des Bauwerks dauerhaft zu sichern, sollen nun schadhafte Bereiche des Dachs sowie die Regenentwässerung umfassend instandgesetzt werden.
Die Bauernkirche, die ursprünglich als St.-Pankratius-Kirche bekannt war, gehört zu den ältesten Pfarreien im märkischen Sauerland. Archäologische Untersuchungen belegen, dass die Kirche bereits im späten 10. oder frühen 11. Jahrhundert als Saalkirche entstand. Spätestens im zweiten Drittel des 12. Jahrhunderts wurde sie zu einer romanischen Pfeilerbasilika erweitert.
Über Jahrhunderte hinweg war das Gotteshaus die zentrale Pfarrkirche für Iserlohn und das Umland. Erst bis zum Ende des 16. Jahrhunderts verlor sie diese Funktion. Ihren heute gebräuchlichen Namen verdankt die Kirche ihrer Rolle als Kirchspielkirche für die bäuerlich geprägten Gemeinden außerhalb der Stadtmauern, während die höher gelegene Stadtkirche zunehmend an Bedeutung gewann.
Architektonisch präsentiert sich die Bauernkirche als romanische Pfeilerbasilika mit kreuzförmigem Grundriss. Der markante Westturm stammt aus dem 11. Jahrhundert und zählt damit zu den ältesten erhaltenen Bauteilen. Ergänzt wird die Anlage durch einen polygonalen Chor, einen Nebenchor, eine Erweiterung des Querschiffs sowie eine Sakristei aus dem 14. Jahrhundert. Der aus Bruchsteinen errichtete Baukörper vermittelt bis heute einen eindrucksvollen Eindruck mittelalterlicher Kirchenbaukunst.
Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Gebäude mehrfach verändert und an neue Anforderungen angepasst. Nach einer Erneuerung der Dachkonstruktion erhielt das Mittelschiff 1969 unterhalb der historischen Holztonnendecke eine zusätzliche Flachdecke. Seit 2005 engagiert sich der Förderverein Bauernkirche Iserlohn e.V. intensiv für den Erhalt des bedeutenden Kulturdenkmals. Zu den bereits erfolgreich umgesetzten Maßnahmen gehören unter anderem die Sanierung der Fassaden sowie die Anschaffung einer neuen Orgel.
Die nun anstehenden Arbeiten sind Teil eines umfassenderen Erhaltungskonzepts, das die langfristige Sicherung der historischen Bausubstanz zum Ziel hat. Gerade bei denkmalgeschützten Kirchengebäuden kommt der Dachkonstruktion eine besondere Bedeutung zu, da eindringende Feuchtigkeit erhebliche Schäden an Mauerwerk, Holztragwerk und Innenausstattung verursachen kann.
Mit der Förderung reiht sich die Bauernkirche in die lange Liste von Denkmalen ein, die die Deutsche Stiftung Denkmalschutz in Nordrhein-Westfalen bereits unterstützt hat. Mehr als 890 historische Bauwerke im Land konnten bislang dank privater Spenden und der Mittel der GlücksSpirale gefördert werden. Die Sanierung der Bauernkirche leistet damit einen weiteren wichtigen Beitrag zum Erhalt eines bedeutenden Zeugnisses der mittelalterlichen Geschichte Iserlohns und des märkischen Sauerlands. «
Quelle: Pressemitteilung der Deutsche Stiftung Denkmalschutz vom 17. September 2026 / textuell aufbereitet mit Hilfe von Copilot (KI)