Veröffentlicht am: 27.10.2026 um 11:20 Uhr:
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Denkmalschutz: Herbstliche Blütenpracht in Potsdam: Führungen durch Karl Foersters Garten bis Dezember
» Der Herbst gilt für viele Gartenfreunde als Zeit des Abschieds von Blüten und Farben. Im Karl Foerster-Garten in Potsdam-Bornim ist davon jedoch wenig zu spüren. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz lädt auch in der kühleren Jahreszeit zu Führungen durch die denkmalgeschützte Gartenanlage ein und zeigt, warum Karl Foersters berühmtes Motto „Es wird durchgeblüht“ bis heute lebendig ist.
Die nächsten Führungen finden am 1. November, 15. November und 6. Dezember 2026 jeweils um 11 Uhr statt. Besucherinnen und Besucher erhalten dabei die Gelegenheit, den rund 5.000 Quadratmeter großen Garten in einer Jahreszeit kennenzulernen, die oft unterschätzt wird.
Gerade der Spätherbst verdeutlicht die besondere Philosophie des international bekannten Gärtners, Pflanzenzüchters und Gartenautors Karl Foerster. Sein Konzept zielte darauf ab, den Garten zu jeder Jahreszeit attraktiv zu gestalten. Entsprechend sorgen auch im November und Dezember zahlreiche Pflanzen für außergewöhnliche Eindrücke. Spätblühende Stauden wie Chrysanthemen und Astern setzen farbenfrohe Akzente, während Gräser mit ihren vielfältigen Herbstfärbungen und filigranen Strukturen besondere Blickfänge schaffen.
Die Bedeutung der Gräser wird dabei bereits einen Vorgeschmack auf das Themenjahr 2027 geben, in dem diese Pflanzengruppe im Mittelpunkt der Veranstaltungen und Präsentationen stehen soll.
Begleitet werden die Führungen von den Gärtnern der Anlage, die umfassende Einblicke in die Gestaltungsideen Karl Foersters geben. Sie erläutern, welche Pflanzen gerade im Herbst ihre größte Wirkung entfalten und wie das Zusammenspiel von Farben, Formen und Strukturen die Gartenräume prägt. Für die kühleren Temperaturen ist ebenfalls gesorgt: Zum Aufwärmen wird den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Tee angeboten.
Karl Foerster, der von 1874 bis 1970 lebte, gilt als einer der bedeutendsten deutschen Staudenzüchter des 20. Jahrhunderts. Als Gartenphilosoph, Autor und Gestalter beeinflusste er die moderne Gartenkultur weit über Deutschland hinaus. Sein in Potsdam-Bornim angelegter Garten entwickelte sich zu einem lebendigen Musterbeispiel seiner Ideen.
Die Anlage entstand ab 1910 und wurde in verschiedene Gartenräume gegliedert. Dazu gehören unter anderem der Senkgarten, der Frühlingsweg, das Herbstbeet, der Steingarten und der Privatgarten. Diese klare räumliche Struktur galt zu Beginn des 20. Jahrhunderts als wegweisend und prägt die Anlage bis heute.
Als Herzstück des Gartens gilt der Senkgarten mit seiner symmetrischen Gestaltung, den markanten Stufenanlagen, Trockenmauern und dem zentralen Wasserbecken. Die sorgfältige Abstimmung von Architektur und Bepflanzung schafft hier eine besondere Atmosphäre, die den Garten zu einem der bekanntesten Privatgärten Deutschlands gemacht hat.
Seit 2001 kümmert sich die treuhänderische Marianne Foerster-Stiftung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz um den Erhalt und die Pflege der historischen Anlage. Gemeinsam mit der Stadt Potsdam sorgt sie dafür, dass das gartenkünstlerische Erbe Karl Foersters bewahrt und zugleich einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.
Die Teilnahme an den Führungen kostet 10 Euro pro Person. Interessierte können sich vorab anmelden und dabei erleben, dass ein Garten selbst in den letzten Wochen des Jahres noch voller Leben, Farben und überraschender Entdeckungen steckt. Gerade der Herbst zeigt eindrucksvoll, weshalb Karl Foersters Idee des ganzjährigen Blühens bis heute als Meilenstein der Gartenkunst gilt.
Weitere Infos: www.denkmalschutz.de/denkmal/wohnhaus-und-garten-karl-foerster.html «
Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz vom 27. Oktober 2026 / textuell aufbereitet mit Hilfe von Copilot (KI)