Veröffentlicht am: 27.10.2026 um 05:18 Uhr:
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Denkmalschutz: Vom Wohnturm zum Wolkenkratzer: Vortrag beleuchtet die Geschichte des Bauens und Wohnens
» Die Geschichte des Bauens ist zugleich eine Geschichte des gesellschaftlichen Wandels. Unter dem Titel „Haus- und Baugeschichte(n) – Vom steinernen Wohnturm zum Wolkenkratzer“ lädt das Ortskuratorium Müllheim/Markgräflerland der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) am Dienstag, 17. November 2026, zu einem Vortragsabend in die Frick-Mühle in Müllheim ein. Beginn der Veranstaltung ist um 19.30 Uhr.
Referentin ist die Architektin und Diplom-Ingenieurin Angelika Reiff, die als ehemalige Referentin für praktische Bau- und Kunstdenkmalpflege im Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg über langjährige Erfahrung in der Erforschung und Bewertung historischer Bausubstanz verfügt.
Im Mittelpunkt des Vortrags steht die Entwicklung von Wohn- und Bauformen über mehrere Jahrhunderte hinweg. Anhand ausgewählter Bau- und Hausdokumente zeigt Reiff, wie sich Architektur kontinuierlich an die Bedürfnisse, Möglichkeiten und Herausforderungen ihrer jeweiligen Zeit angepasst hat. Die Reise führt von den wehrhaften steinernen Wohntürmen des Mittelalters über Bürgerhäuser und Einfamilienhäuser bis hin zu den Wolkenkratzern und Hochhauskonzepten der Gegenwart.
Dabei wird deutlich, dass Gebäude weit mehr sind als reine Zweckbauten. Sie spiegeln gesellschaftliche Strukturen, wirtschaftliche Entwicklungen und technische Innovationen wider. Jede Epoche brachte eigene Vorstellungen vom Wohnen und Arbeiten hervor, die sich unmittelbar in Architektur und Stadtbild niederschlugen.
Der Vortrag beleuchtet zudem die zahlreichen Faktoren, die das Baugeschehen beeinflussen. Neben sozialen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen spielen auch klimatische Verhältnisse und geografische Gegebenheiten eine wichtige Rolle. So entstanden unterschiedliche Bauformen häufig als Reaktion auf regionale Anforderungen und verfügbare Ressourcen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung der Bautechnik. Während früher traditionelle Handwerkstechniken das Bauwesen prägten, eröffneten industrielle Fertigungsmethoden und moderne Baustoffe völlig neue Möglichkeiten. Von der Arbeit der Zimmerleute über vorgefertigte Bauteile bis hin zu modularen Baukonzepten zeigt sich ein stetiger Wandel in Konstruktion und Ausführung.
Gleichzeitig wirft die Referentin einen Blick auf die Verantwortung im Umgang mit historischen Gebäuden. Angesichts sich wandelnder Nutzungsanforderungen und zunehmender Herausforderungen im Bereich Nachhaltigkeit gewinnt die Frage an Bedeutung, wie das bauliche Erbe vergangener Generationen bewahrt und sinnvoll weiterentwickelt werden kann.
Die Veranstaltung möchte historische Bauwerke als lebendige Zeugnisse ihrer Zeit erfahrbar machen und verdeutlichen, welchen Wert sie für die Gegenwart besitzen. Architektur wird dabei nicht nur als technische Disziplin verstanden, sondern als Spiegel gesellschaftlicher Entwicklungen und Lebensweisen.
Der Eintritt zum Vortrag in der Frick-Mühle ist frei. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz freut sich über Spenden zur Unterstützung ihrer bundesweiten Arbeit für den Erhalt historischer Bau- und Kulturdenkmale. Die Veranstaltung bietet Interessierten die Gelegenheit, die faszinierende Geschichte des Bauens und Wohnens aus einer neuen Perspektive kennenzulernen und die Bedeutung historischer Architektur für die Zukunft zu entdecken. «
Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz vom 26. Oktober 2026 / textuell aufbereitet mit Hilfe von Copilot (KI)