Veröffentlicht am: 31.10.2026 um 09:08 Uhr:

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Denkmalschutz: Deutsche Stiftung Denkmalschutz fördert Notsicherung der evangelischen Kirche Schöller

Die evangelische Kirche Schöller in Wuppertal gehört zu den ältesten erhaltenen Bauwerken der Stadt. Um die Standsicherheit des historischen Gotteshauses dauerhaft zu sichern, unterstützt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz eine dringend notwendige Notsicherungsmaßnahme am Dachstuhl mit 50.000 Euro.


Nordrhein-Westfalen - Wuppertal-Vohwinkel - Ev. Kirche Schöller | Foto: Dr. Hans-Peter Marschall
» Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) unterstützt die evangelische Pfarrkirche Schöller in Wuppertal mit einer Förderung in Höhe von 50.000 Euro. Die Mittel sind für die dringend erforderliche Notsicherung des Dachstuhls des Kirchenschiffs bestimmt. Ermöglicht wird die Förderung durch zahlreiche private Spenden sowie durch Fördermittel von WestLotto aus der Lotterie GlücksSpirale.

Im Rahmen eines Pressetermins am 6. November 2026 überreicht Elisabeth Janssen, Ortskuratorin Düsseldorf der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, einen symbolischen Fördervertrag an Burkhardt Ibach, Kirchmeister der Kirchengemeinde.

Im Mittelpunkt der Maßnahme steht die Stabilisierung der historischen Dachkonstruktion. Durch den Einbau von Zugankern werden die tragenden Holzelemente gesichert und statisch verstärkt. Ziel ist es, die Standsicherheit des bedeutenden Baudenkmals zu gewährleisten und weiteren Schäden an der Dachkonstruktion vorzubeugen. Solche Sicherungsmaßnahmen sind insbesondere bei historischen Holzkonstruktionen von großer Bedeutung, da sie den langfristigen Erhalt wertvoller Bausubstanz ermöglichen.

Die evangelische Kirche Schöller zählt zu den bedeutendsten historischen Sakralbauten Wuppertals. Als eine der wenigen erhaltenen romanischen Saalkirchen der Region besitzt sie einen hohen bau- und ortsgeschichtlichen Wert. Das Gotteshaus erhebt sich auf einer Anhöhe südlich der Düssel und wird von einem ummauerten Kirchhof umgeben, dessen mittelalterliche Begrenzungen bis heute erhalten geblieben sind.

Die Geschichte der Kirche reicht mehr als tausend Jahre zurück. Bereits um das Jahr 1000 entstand an dieser Stelle ein erster Steinbau, der eine ältere Holzkirche ersetzte. Auf diesen Fundamenten entwickelte sich in mehreren Bauphasen das heutige Kirchengebäude. Die lange Baugeschichte macht die Kirche zu einem bedeutenden Zeugnis der Siedlungs- und Kirchengeschichte des Bergischen Landes.

Besonders markant ist der quadratische Westturm aus dem 12. Jahrhundert. Er gehört zu den ältesten erhaltenen Bauteilen der Anlage und wurde aus örtlichem Kalkbruchstein errichtet. Neben seiner Funktion als Glockenturm diente er in vergangenen Jahrhunderten auch als Zufluchtsort für die Bevölkerung in Krisen- und Gefahrensituationen. Die charakteristischen doppelten Rundbogenöffnungen im obersten Geschoss ermöglichten die Ausbreitung des Glockenklangs über das Tal hinweg.

Auch das romanische Hauptportal auf der Westseite ist bis heute erhalten geblieben. Der abgestufte Rundbogen aus hellem Sandstein vermittelt einen Eindruck von der qualitätsvollen Baukunst des Mittelalters. Im Inneren des Turms hat sich zudem eine historische Turmhalle mit Kreuzgratgewölbe bewahrt, die zu den bemerkenswerten architektonischen Details des Bauwerks zählt.

Seit 1988 steht die Kirche einschließlich ihrer historischen Innenausstattung unter Denkmalschutz. Damit ist sie nicht nur ein Ort des Glaubens, sondern auch ein bedeutendes kulturhistorisches Denkmal, dessen Erhalt von großem öffentlichem Interesse ist.

Mit der Förderung der Notsicherung reiht sich die Kirche Schöller in die lange Liste der von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz unterstützten Projekte ein. Allein in Nordrhein-Westfalen konnten dank privater Spenden und der Mittel der GlücksSpirale bereits mehr als 890 Denkmalprojekte gefördert werden.

Die nun anstehenden Arbeiten sollen sicherstellen, dass die über Jahrhunderte gewachsene Bausubstanz der Kirche auch künftig erhalten bleibt und ein bedeutendes Zeugnis mittelalterlicher Baukunst sowie regionaler Geschichte für kommende Generationen bewahrt werden kann. «


Quelle: Mitteilung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz vom 30. Oktober 2026 / textuell aufbereitet mit Hilfe von Copilot (KI)

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