Veröffentlicht am: 07.11.2026 um 08:02 Uhr:

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Bundesregierung: Steinmeier würdigt Staatsbesuch der Emirate als Meilenstein der bilateralen Beziehungen

Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier hat den ersten Staatsbesuch eines Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate in Deutschland als historischen Meilenstein bezeichnet. Beim Staatsbankett zu Ehren von Scheich Mohammed bin Zayed Al Nahyan betonte er die enge Partnerschaft beider Länder und warb für eine vertiefte Zusammenarbeit in Wirtschaft, Energie, Digitalisierung und Außenpolitik.

» Mit einem feierlichen Staatsbankett im Schloss Bellevue hat Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier den Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Mohammed bin Zayed Al Nahyan, in Berlin willkommen geheißen. In seiner Ansprache würdigte Steinmeier den Besuch als einen historischen Moment, da es sich um den ersten Staatsbesuch eines emiratischen Staatspräsidenten in Deutschland handelt.

Der Bundespräsident zeichnete dabei das Bild einer Partnerschaft, die weit über politische und wirtschaftliche Beziehungen hinausreiche und auf gegenseitigem Vertrauen sowie langjährigen Kontakten beruhe.

Eine besondere Geschichte als Symbol der Verbundenheit

Zu Beginn seiner Rede erinnerte Steinmeier an eine ungewöhnliche Episode aus dem Jahr 1974. Damals wurde der deutsche Falkner Egon Müller in die Emirate gerufen, um bei einer Viruserkrankung wertvoller Falken am Hof von Abu Dhabi zu helfen.

Die Geschichte sei zwar klein, stehe aber symbolisch für die enge Verbindung beider Länder. Die Falknerei, die sowohl in Deutschland als auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten als UNESCO-Kulturerbe anerkannt ist, stehe für Werte wie Weitsicht, Vertrauen und Treue – Eigenschaften, die auch die bilateralen Beziehungen prägten.

Partnerschaft in einer unruhigen Welt

Steinmeier stellte den Staatsbesuch in den Kontext einer zunehmend unsicheren internationalen Lage. Die Welt sei von geopolitischen Spannungen, regionalen Konflikten und wirtschaftlichen Unsicherheiten geprägt. Gerade deshalb gewinne die Zusammenarbeit mit verlässlichen Partnern an Bedeutung.

Mit Blick auf die aktuelle Lage im Nahen und Mittleren Osten erinnerte der Bundespräsident daran, dass die Vereinigten Arabischen Emirate ebenso wie andere Staaten der Region von den Folgen regionaler Konflikte betroffen seien. Deutschland und die Emirate verbinde der Wunsch nach Stabilität, Sicherheit und wirtschaftlicher Entwicklung.

Ausbau der Zusammenarbeit geplant

Der Staatsbesuch solle dazu beitragen, die Beziehungen weiter zu vertiefen. Steinmeier nannte insbesondere die Bereiche Industrie, Energie, Digitalisierung, Wissenschaft, Forschung und Bildung als Felder mit großem Potenzial für die künftige Zusammenarbeit.

Besonders hob er die wirtschaftliche Transformation der Vereinigten Arabischen Emirate hervor. Das Land habe in den vergangenen Jahren erhebliche Fortschritte bei der Diversifizierung seiner Wirtschaft erzielt und investiere verstärkt in nachhaltige Technologien sowie erneuerbare Energien. Auch beim Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft sieht Deutschland die Emirate als wichtigen Partner.

Dialog und Stabilität im Nahen Osten

Ein weiterer Schwerpunkt der Rede war die politische Rolle der Vereinigten Arabischen Emirate in der Region. Steinmeier erinnerte an die historischen Annäherungsschritte zwischen den Emiraten und Israel, die unter anderem in den Abraham-Abkommen ihren Ausdruck fanden.

Nach seiner Einschätzung braucht der Nahe und Mittlere Osten heute mehr denn je politische Weitsicht und regionale Verantwortung, um langfristige Stabilität zu erreichen. Eine dauerhafte Sicherheitsordnung könne nicht von außen vorgegeben werden, sondern müsse in der Region selbst entstehen.

Deutschland werde die Emirate dabei als verlässlicher politischer Partner begleiten. Dabei sei es nicht notwendig, in allen Fragen übereinzustimmen. Entscheidend sei das gemeinsame Ziel einer internationalen Ordnung, die auf Zusammenarbeit, Stabilität und Mitgestaltung beruhe.

Persönliche Würdigung des Staatspräsidenten

Steinmeier würdigte auch die Rolle von Scheich Mohammed bin Zayed Al Nahyan persönlich. Über viele Jahre habe dieser als Kronprinz und später als Präsident die Entwicklung seines Landes geprägt und sich als wichtiger Gesprächspartner in zahlreichen regionalen Krisen und Konflikten erwiesen.

Die heutige enge Partnerschaft zwischen Deutschland und den Vereinigten Arabischen Emiraten sei nicht zuletzt seinem Engagement und seiner politischen Weitsicht zu verdanken.

Vertrauen als Fundament der Zukunft

Zum Abschluss griff der Bundespräsident erneut das Bild des Falken auf. Der Vogel kehre nach jedem Flug zu seinem Falkner zurück, weil er Vertrauen habe. Dieses Vertrauen solle auch die Beziehungen zwischen Deutschland und den Vereinigten Arabischen Emiraten weiterhin prägen.

Mit dem Staatsbesuch, den zahlreichen politischen Gesprächen und den neu vereinbarten Kooperationen sehen beide Länder ihre Beziehungen auf einem neuen Niveau. Ziel ist eine Partnerschaft, die wirtschaftliche Entwicklung, technologische Innovation und politische Stabilität gleichermaßen fördert. «


Quelle: Rede von Dr. Frank-Walter Steinmeier beim Staatsbankett zu Ehren des Staatspräsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Mohammed bin Zayed Al Nahyan, am 10. September 2026 in Berlin, Bulletin 85-3 / Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung / textuell aufbereitet mit Hilfe von Copilot (KI)

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