Veröffentlicht am: 08.09.2026 um 15:30 Uhr:

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Denkmalschutz: Deutsche Stiftung Denkmalschutz fördert Haus Caen mit 50.000 Euro

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) unterstützt die Erneuerung des historischen Barockgartens und die gartenhistorische Aufwertung des Schlosshofs von Haus Caen in Straelen mit 50.000 Euro. Damit wird ein bedeutendes Kultur- und Gartendenkmal am Niederrhein für die Zukunft gesichert und schrittweise für die Öffentlichkeit erschlossen.


Haus Caen in Straelen (Nordrhein-Westfalen) | Foto: Kruth-Luft / Deutsche Stiftung Denkmalschutz
» Straelen. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) stellt für die Erneuerung des Barockgartens sowie die gartenhistorische Aufwertung des Schlosshofs von Haus Caen in Straelen einen Förderbetrag von 50.000 Euro bereit. Möglich wird die Unterstützung durch zahlreiche Spenden sowie Mittel der Lotterie GlücksSpirale.

Haus Caen zählt zu den bedeutendsten historischen Schloss- und Parkanlagen am Niederrhein. Das Ensemble liegt an der Straße zwischen Wachtendonk und Straelen und erstreckt sich über mehrere Inseln. Es umfasst das Herrenhaus, eine vierflügelige Vorburg, einen Wirtschaftshof mit Fachwerkscheune, einen Taubenturm, eine Wassermühle sowie einen rund zehn Hektar großen Landschaftspark.

Die Ursprünge der Anlage reichen bis ins 14. Jahrhundert zurück, als Haus Caen erstmals als wasserumwehrte Hoffeste erwähnt wurde. Ab 1660 erfolgte ein umfassender Umbau zu einem Herrenhaus im Stil französischer Pavillonschlösser. In dieser Zeit wurde auch das historische Grabensystem wiederhergestellt. Das von Peter Fenten errichtete Tor sowie die 1666 geweihte Schlosskapelle prägen bis heute das Erscheinungsbild der Anlage. Gleichzeitig entstand auf der südlichen Insel ein barocker Garten.

Im 18. Jahrhundert entwickelte sich Haus Caen zu einer repräsentativen „Maison de Plaisance“. Einen weiteren prägenden Abschnitt seiner Geschichte erlebte das Anwesen in den Jahren 1830 und 1840. Damals beauftragte Carl Ludwig Franz von Varo den königlichen Gartenbaudirektor Maximilian Friedrich Weyhe mit der Gestaltung eines englischen Landschaftsparks. Weyhe integrierte dabei Elemente der älteren Gartenanlage, darunter das bis heute erhaltene Alleensystem.

Der heutige Park gilt als herausragendes Beispiel historischer Gartenkunst. Er zeichnet sich durch Wasserläufe und Teiche aus, die von der nahegelegenen Niers gespeist werden, sowie durch seltene Gehölze und einen historischen Bestand an Blutbuchen. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen zudem die besondere Bedeutung der Anlage für die Entwicklung der europäischen Gartenarchitektur. Als innovativ galt insbesondere die Verbindung eines kunstvoll gestalteten Landschaftsparks mit land- und forstwirtschaftlichen Nutzflächen sowie einer eigenen Baumschule.

Auch ökologisch besitzt das Areal einen hohen Wert. Die große botanische Vielfalt bietet zahlreichen Tierarten einen Lebensraum. Aufgrund der besonderen Naturschutzwürdigkeit wurde die Umgebung des Herrenhauses bereits 1955 unter Schutz gestellt.

Nachdem Haus Caen von 1876 bis 2007 im Besitz der Freiherren Geyr von Schweppenburg war, erwarb die Familie Overlack das Ensemble im Jahr 2020. Sie verfolgt das Ziel, die historische Anlage umfassend zu sanieren und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Herzstück der künftigen Nutzung soll der Park mit einem gastronomischen Angebot sowie einer Dokumentation über das Werk Maximilian Friedrich Weyhes werden.

Mit ihrer Förderung leistet die Deutsche Stiftung Denkmalschutz einen wichtigen Beitrag zur Bewahrung dieses kulturhistorisch bedeutenden Ensembles. Haus Caen gehört zu den mehr als 900 Denkmalen in Nordrhein-Westfalen, die die Stiftung bislang mithilfe privater Spenden, ihrer Treuhandstiftungen und der Mittel von WestLotto aus der GlücksSpirale unterstützen konnte. «


Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz vom 2. September 2026 / textuell aufbereitet mit Hilfe von Copilot

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