Veröffentlicht am: 18.09.2026 um 13:14 Uhr:

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Denkmalschutz: Fensterrestaurierung und Malerarbeiten am Valepagenhof: 40.000 Euro für historische Josephskapelle

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz fördert die Restaurierung der Josephskapelle am historischen Valepagenhof in Delbrück mit 40.000 Euro. Die Mittel fließen in die Fensterrestaurierung und notwendige Malerarbeiten an dem bedeutenden Sakralbau aus dem Jahr 1845.


Nordrhein-Westfalen, Delbrück, Valepagenhof | Foto: Jan-Christian von Hülst
» Förderung sichert Erhalt eines kulturhistorischen Kleinods

Die Josephskapelle des Valepagenhofs in Delbrück erhält finanzielle Unterstützung für ihre denkmalgerechte Instandsetzung. Bei einem Pressetermin am 25. September wird Kristin Wichert, Ortskuratorin Paderborn der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), dem Eigentümer Jan-Christian von Hülst einen symbolischen Fördervertrag über 40.000 Euro überreichen. Anwesend ist zudem Jutta Viktoria Dewenter von WestLotto.

Die Förderung kommt durch zahlreiche private Spenden sowie durch Mittel der Lotterie GlücksSpirale zustande, deren Erträge bundesweit in den Erhalt wertvoller Kulturdenkmale fließen. Mit den Geldern sollen insbesondere die historischen Fenster der Kapelle restauriert sowie Malerarbeiten durchgeführt werden.

Hof mit langer Geschichte

Der Valepagenhof blickt auf eine bis ins Spätmittelalter reichende Geschichte zurück. Ursprünglich gehörte der Hof dem Adelsgeschlecht Valepage und nahm als Lehen des Klosters Abdinghof in Paderborn eine besondere Stellung im Delbrücker Land ein. Auf seine einstige Bedeutung verweist auch das ehemalige Haupthaus aus dem Jahr 1577. Der Vierständerbau wurde erhalten und befindet sich heute im LWL-Freilichtmuseum Detmold.

Architektur des 19. Jahrhunderts weitgehend original erhalten

Die Josephskapelle entstand 1845 in nachbarocken Formen. Der verputzte Bau erhebt sich über einem fünfeckigen Grundriss und wird durch regelmäßig angeordnete Rundbogenfenster sowie Sandsteingliederungen geprägt. Besonders markant ist die dreiachsige Eingangsfront mit ihrem mittigen Vorbau, einer Marienfigur in einer Nische und der inschriftlichen Datierung des Baujahres. Ein verschieferter Dachreiter mit geschweifter Haube krönt das ziegelgedeckte Walmdach.

Auch im Inneren hat sich die Kapelle in bemerkenswerter Authentizität erhalten. Historische Gemälde mit Heiligendarstellungen, originales Holzgestühl und ein Sarkophagaltar mit gemaltem Retabel dokumentieren die religiöse und kulturgeschichtliche Bedeutung des Bauwerks. Zusammen mit den bauzeitlichen Eisensprossenfenstern und der schlichten Raumgestaltung bildet die Ausstattung ein bedeutendes Zeugnis regionaler Sakralarchitektur des mittleren 19. Jahrhunderts.

Teil eines großen Förderprogramms

Mit der Unterstützung für die Josephskapelle wächst die Zahl der von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz geförderten Objekte in Nordrhein-Westfalen weiter an. Dank Spenden und den Erträgen der GlücksSpirale konnten bislang bereits mehr als 890 Denkmale im Land bei ihrem Erhalt unterstützt werden. Die Förderung in Delbrück trägt dazu bei, ein wichtiges Zeugnis regionaler Geschichte und Baukultur für kommende Generationen zu bewahren. «


Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz vom 18. September 2026 / textuell aufbereitet mit Hilfe von Copilot (KI)

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