Veröffentlicht am: 26.09.2026 um 07:47 Uhr:
ca. 3 Minute(n) Lesezeit
Bundesregierung: Koalition der Willigen will Militärhilfe für Ukraine ausbauen und Druck auf Russland erhöhen
» Die Staats- und Regierungschefs der Koalition der Willigen haben ihre Unterstützung für die Ukraine angesichts des anhaltenden russischen Angriffskriegs bekräftigt. Zum 35. Jahrestag der Wiederherstellung der ukrainischen Unabhängigkeit kamen die Partner am 24. August 2026 in Kyjiw und per Videokonferenz zusammen. Im Mittelpunkt standen die militärische Unterstützung, die Energieversorgung des Landes, weitere Sanktionen gegen Russland und mögliche Sicherheitsgarantien nach einem Waffenstillstand.
Geleitet wurde das Treffen gemeinsam mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj von Premierminister Andy Burnham, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Bundeskanzler Friedrich Merz. Die Teilnehmer verurteilten die russischen Angriffe auf ukrainische Städte, kritische Infrastruktur und die Zivilbevölkerung sowie auf Stätten des ukrainischen Kulturerbes.
Besondere Priorität soll weiterhin die Stärkung der ukrainischen Luftverteidigung erhalten. Die Partner kündigten an, ihre militärische Unterstützung auszubauen, enger mit der ukrainischen Rüstungsindustrie zusammenzuarbeiten und relevante Technologien zu teilen. Dazu soll auch die Zusammenarbeit beim Schutz vor ballistischen Raketen beitragen.
Vor dem kommenden Winter richtet sich der Blick zudem auf die Energieversorgung. Die Koalition will kurzfristig Unterstützung für den ukrainischen Energiesektor bereitstellen, unter anderem über den Ukraine Energy Support Fund und durch Spezialausrüstung.
Gleichzeitig soll der wirtschaftliche Druck auf Russland erhöht werden. Geplant sind weitere Sanktionen gegen den militärisch-industriellen Komplex sowie Maßnahmen gegen die Umgehung bestehender Sanktionen und die sogenannte russische Schattenflotte. Nach Angaben der Koalition haben die bisherigen gemeinsamen Maßnahmen Russland seit Februar 2022 mindestens 495 Milliarden US-Dollar entzogen.
Parallel dazu bekräftigten die Teilnehmer ihre Forderung nach einem vollständigen, sofortigen und bedingungslosen Waffenstillstand entlang der Kontaktlinie. Sie würdigten die erklärte Bereitschaft des ukrainischen Präsidenten zu Friedensgesprächen mit dem Ziel eines umfassenden, gerechten und dauerhaften Friedens.
Für die Zeit nach einer glaubhaften Einstellung der Kampfhandlungen bereitet die Koalition weiterhin eine multinationale Truppe für die Ukraine vor. Sie soll Teil umfassender politisch und rechtlich verbindlicher Sicherheitsgarantien werden.
Zum Abschluss unterstrichen die Partner erneut, dass sie die Unabhängigkeit und territoriale Integrität der Ukraine als Bestandteil der europäischen Friedens- und Sicherheitsordnung betrachten. Ihre Unterstützung solle nach der gemeinsamen Erklärung so lange fortgesetzt werden, wie sie benötigt werde. «
Quelle: Pressemitteilung 152 des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung vom 24. August 2026 / textuell aufbereitet mit Hilfe von Copilot (KI)