Veröffentlicht am: 02.10.2026 um 17:59 Uhr:

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Bundesregierung: Steinmeier fordert realistische Migrationsdebatte und gesellschaftlichen Zusammenhalt

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat zu einem offenen und zugleich realistischen Umgang mit Migration und Integration aufgerufen. Bei der Veranstaltung „Zuhause in Deutschland. Wie wir miteinander leben“ betonte er, dass Zuwanderung Chancen eröffne, aber auch Herausforderungen mit sich bringe. Entscheidende Grundlage des Zusammenlebens seien das Grundgesetz, gleiche staatsbürgerliche Rechte und die Bereitschaft, Probleme offen anzusprechen.

» Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat bei der Veranstaltung „Zuhause in Deutschland. Wie wir miteinander leben“ am 25. August 2026 in Berlin für gesellschaftlichen Zusammenhalt und eine sachliche Auseinandersetzung mit Migration und Integration geworben. Die Veranstaltung war zugleich die erste im temporären neuen Amtssitz des Bundespräsidenten am Spreebogen. Dieser solle ein offenes Haus der demokratischen, vielfältigen und debattenfreudigen Republik sein.

Im Zentrum der Rede stand die Frage, wer zu Deutschland gehört und wie ein gemeinsames Zusammenleben in einer von Einwanderung geprägten Gesellschaft gelingen kann. Frank-Walter Steinmeier verwies dabei sowohl auf die Sorgen von Menschen mit Migrationsgeschichte, die Ausgrenzung und Anfeindungen erleben, als auch auf Befürchtungen von Bürgerinnen und Bürgern, die sich durch starke Zuwanderung und deren Auswirkungen auf Kommunen, Schulen und Infrastruktur überfordert fühlen. Beide Seiten müssten ernst genommen werden.

Der Bundespräsident warb deshalb für einen differenzierten Blick. Deutschland benötige Zuwanderung unter anderem in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und vielen Bereichen der Wirtschaft. Gleichzeitig bedeute Einwanderung Veränderung und könne Konflikte sowie zusätzliche Anforderungen an Kommunen und Gesellschaft verursachen. „Zuwanderung bringt Kraft. Und Zuwanderung kostet auch Kraft“, fasste Frank-Walter Steinmeier seine Position zusammen.

Dabei müsse Migration politisch gestaltet werden. Wer dauerhaft in Deutschland bleiben dürfe, müsse die Möglichkeit erhalten, tatsächlich Teil der Gesellschaft zu werden und Zugang etwa zu Bildung, Wohnraum und medizinischer Versorgung haben. Gleichzeitig müsse gelten, dass Menschen, die Deutschland verlassen müssen, dies auch tatsächlich tun.

Eine klare Grenze zog der Bundespräsident dort, wo gesellschaftliche Vielfalt mit der Missachtung bestehender Gesetze gleichgesetzt werde. Toleranz bedeute nicht, alles hinzunehmen. Das gemeinsame Zusammenleben müsse innerhalb der rechtlichen und demokratischen Ordnung stattfinden.

Grundgesetz als gemeinsame Grundlage

Als entscheidendes Fundament des Zusammenlebens bezeichnete Frank-Walter Steinmeier das Grundgesetz. Die deutsche Staatsbürgerschaft dürfe nicht nach Herkunft oder Abstammung abgestuft werden. Es gebe keine Staatsbürger erster und zweiter Klasse. Entscheidend seien staatsbürgerliche Gleichheit, die gemeinsame Sprache, der Wunsch nach einem friedlichen Zusammenleben und die Anerkennung der Verfassung.

Auch die Erinnerung an die deutsche Geschichte gehöre zu dieser gemeinsamen Verantwortung. Wer in Deutschland lebe, müsse die Geschichte von Auschwitz und die daraus erwachsende Verantwortung kennen, betonte der Bundespräsident.

Zum Abschluss plädierte Frank-Walter Steinmeier für ein Deutschland, das Zusammenhalt statt Ausgrenzung in den Mittelpunkt stellt, bestehende Probleme offen angeht und zugleich die gesellschaftliche Vielfalt als Realität und Stärke begreift. Deutschland sei heute so vielfältig wie die Menschen, die dort leben. Die gemeinsame Aufgabe bestehe darin, das Zusammenleben erfolgreich zu gestalten. «


Quelle: Rede von Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier bei der Veranstaltung „Zuhause in Deutschland. Wie wir miteinander leben“ am 25. August 2026 in Berlin, Bulletin 78-2 / Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung / textuell aufbereitet mit Hilfe von Copilot (KI)

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