Veröffentlicht am: 18.10.2026 um 04:03 Uhr:

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Denkmalschutz: Haus Harkotten: 10.000 Euro für die historische Burgmauer

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützt die Sanierung der historischen Burgmauer von Haus Harkotten in Sassenberg mit 10.000 Euro. Die Förderung trägt dazu bei, ein bedeutendes westfälisches Kulturdenkmal zu erhalten, dessen Geschichte mehr als 700 Jahre zurückreicht.


Nordrhein-Westfalen - Sassenberg - Füchtorf - Schloss Harkotten | Foto: Carl Altefrohne / Deutsche Stiftung Denkmalschutz
» Die historische Doppelschlossanlage Haus Harkotten in Sassenberg erhält weitere Unterstützung für ihre denkmalgerechte Erhaltung. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) fördert den Abtrag und Wiederaufbau der historischen Burgmauer mit 10.000 Euro. Ermöglicht wurde die Förderung durch Spenden sowie Mittel der GlücksSpirale von WestLotto. Den symbolischen Fördervertrag überreicht die neue DSD-Ortskuratorin für Münster, Dr. Elisabeth Hemfort, am 19. Oktober an Myriam Freifrau von Korff, die zweite Vorsitzende des Vereins Freunde und Förderer des Denkmals Harkotten e. V.

Haus Harkotten zählt zu den bemerkenswertesten Schlossanlagen Westfalens. Eingebettet in eine einst von Mooren, Heideflächen und Wasserläufen geprägte Landschaft erstreckt sich das Anwesen über zwei Inseln, auf denen sich zwei eigenständige Schlösser, historische Wirtschaftsgebäude, weitläufige Parkanlagen sowie eine Kapelle befinden. Die Ursprünge der Anlage reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück, als Ritter Heinrich III. von Korff hier eine Wasserburg errichten ließ.

Nach der Aufteilung des Besitzes im Jahr 1334 entwickelten sich zwei Familienlinien, aus denen die bis heute erhaltene Doppelschlossanlage hervorging. Auf der östlichen Insel entstand im 18. Jahrhundert ein repräsentatives Barockschloss der Familie von Ketteler. Es wurde nach Plänen des Baumeisters Johann Leonhard Mauritz Gröninger errichtet und 1768 fertiggestellt. Das Schloss auf der westlichen Insel entstand dagegen zwischen 1804 und 1806 im klassizistischen Stil nach Entwürfen des Düsseldorfer Architekten Adolf von Vagedes und prägt bis heute das Erscheinungsbild des Ensembles.

Besondere Bedeutung besitzt Haus Harkotten auch für die Bau- und Kunstgeschichte. Im Schloss der Familie von Korff wurden bei Restaurierungsarbeiten umfangreiche Wandmalereien des Rietberger Hofmalers Philipp Bartscher freigelegt. Zudem ist eine außergewöhnlich vollständige Hausakte mit Bauplänen, Rechnungen und Entwürfen erhalten geblieben. Diese Dokumente ermöglichen Forschenden einen seltenen Einblick in die Entstehung und ursprüngliche Gestaltung des Schlosses.

Kunsthistorisch wertvoll ist außerdem die Schlosskapelle. Ihre barocken Glasmalereien zählen zu den wenigen noch erhaltenen Beispielen dieser Art in Westfalen. Besonders die auf das Jahr 1665 datierten Ornament- und Wappenscheiben verleihen der Kapelle eine überregionale Bedeutung.

In den vergangenen Jahren konnten bereits zahlreiche Restaurierungs- und Sicherungsmaßnahmen umgesetzt werden. Dazu gehörten Arbeiten an Fundamenten, Dach und Fassaden ebenso wie die Restaurierung historischer Fenster, die Instandsetzung der historischen Gutsküche sowie die Freilegung und Restaurierung der Wandmalereien. Auch die Schlosskapelle wurde in mehreren Abschnitten saniert.

Heute ist Haus Harkotten nicht nur ein bedeutendes Kulturdenkmal, sondern auch ein lebendiger Veranstaltungsort. Führungen, Konzerte und weitere öffentliche Veranstaltungen machen die wechselvolle Geschichte der Anlage für Besucherinnen und Besucher erlebbar. Zudem beteiligt sich das Schloss regelmäßig am Tag des offenen Denkmals. Mit der aktuellen Förderung soll nun ein weiterer wichtiger Beitrag zum Erhalt dieses einzigartigen Zeugnisses westfälischer Bau- und Adelsgeschichte geleistet werden. «


Quelle: Mitteilung von der Deutsche Stiftung Denkmalschutz vom 15. Oktober 2026 / textuell aufbereitet mit Hilfe von Copilot (KI)

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