Veröffentlicht am: 18.10.2026 um 15:40 Uhr:
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Denkmalschutz: Berliner Schülerinnen und Schüler erforschen ihr eigenes Denkmal

» Denkmalschutz kann weit mehr sein als die Bewahrung historischer Gebäude. Wie spannend die Auseinandersetzung mit dem kulturellen Erbe sein kann, haben Schülerinnen und Schüler des Goethe-Gymnasiums Berlin-Wilmersdorf eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Anlässlich des Tags des offenen Denkmals überreichte die Denkmal-AG der Schule dem Berliner Landeskonservator Professor Dr. Christoph Rauhut eine selbst erarbeitete Broschüre über ihr Schulgebäude.
Entstanden ist die Veröffentlichung im Rahmen des bundesweiten Schulprogramms „denkmal aktiv – Kulturerbe macht Schule“ der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Über ein Schulhalbjahr hinweg widmeten sich die Jugendlichen intensiv der Erforschung ihres Schulhauses, einem ehemaligen Mädchengymnasium aus dem Jahr 1904. Das Gebäude wurde nach Plänen des Architekten Otto Herrnring errichtet und besitzt zahlreiche historische Ausstattungsmerkmale, die bis heute erhalten geblieben sind.
Unter der Leitung von Dr. Frauke Tietze dokumentierten und beschrieben die Schülerinnen und Schüler zahlreiche Baudetails in den Innenräumen des Schulgebäudes. Unterstützt wurden sie dabei von Fachleuten der Unteren Denkmalschutzbehörde sowie des Landesdenkmalamts. Die entstandene Broschüre fasst die Rechercheergebnisse zusammen und leistet zugleich einen wertvollen Beitrag zur Erforschung der Berliner Bau- und Kulturgeschichte.
Am Tag des offenen Denkmals präsentierten die Jugendlichen ihre Ergebnisse nicht nur in gedruckter Form. Bei einer Führung durch das Schulgebäude erläuterten sie dem Landeskonservator und weiteren Gästen die architektonischen Besonderheiten, die historische Entwicklung und die denkmalpflegerische Bedeutung ihres Schulhauses. Dabei wurde deutlich, wie intensiv sich die Schülerinnen und Schüler mit ihrem Forschungsobjekt auseinandergesetzt hatten.
Das Projekt zeigt beispielhaft, wie junge Menschen aktiv an der Vermittlung von Geschichte und Baukultur beteiligt werden können. Statt Denkmäler nur aus Lehrbüchern kennenzulernen, erforschten die Jugendlichen ihr unmittelbares Lebensumfeld und machten historische Zusammenhänge selbstständig sichtbar.
Das Programm „denkmal aktiv – Kulturerbe macht Schule“ verfolgt genau dieses Ziel. Seit 2002 unterstützt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bundesweit Schulen dabei, Kinder und Jugendliche an historische Bauwerke heranzuführen. Durch praktische Projektarbeit lernen die Teilnehmenden Denkmäler als authentische Zeugnisse vergangener Zeiten kennen und entwickeln ein Bewusstsein für deren Erhalt.
Die Arbeit der Denkmal-AG am Goethe-Gymnasium verdeutlicht, wie erfolgreich dieses Konzept sein kann. Mit ihrer Broschüre haben die Schülerinnen und Schüler nicht nur ein Stück Schulgeschichte dokumentiert, sondern auch gezeigt, dass Denkmalschutz eine lebendige gesellschaftliche Aufgabe ist, bei der junge Menschen eine wichtige Rolle spielen können. «
Quelle: Mitteilung der Deutsche Stiftung Denkmalschutz vom 16. September 2026 / textuell aufbereitet mit Hilfe von Copilot (KI)