Veröffentlicht am: 23.10.2026 um 18:09 Uhr:

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Denkmalschutz: Landhaus Am Rupenhorn öffnet seine Türen: Führungen durch ein Meisterwerk der Moderne

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz lädt bis Dezember 2026 zu mehreren kostenlosen Führungen durch das denkmalgeschützte Landhaus Am Rupenhorn in Berlin ein. Besucher erhalten dabei seltene Einblicke in eines der bedeutendsten Bauwerke des Neuen Bauens sowie in laufende bauhistorische Untersuchungen.

» Das Landhaus Am Rupenhorn zählt zu den architektonischen Glanzstücken Berlins. Wer mehr über die Geschichte, Architektur und aktuelle Restaurierungsarbeiten des außergewöhnlichen Denkmalensembles erfahren möchte, erhält dazu in den kommenden Monaten mehrfach Gelegenheit. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) bietet bis Dezember 2026 mehrere öffentliche Führungen durch das denkmalgeschützte Areal an.

Die nächsten Rundgänge finden am Samstag, 31. Oktober 2026, um 11.00 Uhr und um 12.30 Uhr statt. Treffpunkt ist die Grundstücksauffahrt des Ensembles in der Straße Am Rupenhorn 25 in Berlin-Westend. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich. Die Teilnahme an den Führungen ist kostenfrei, Spenden zur Unterstützung der Denkmalpflege sind willkommen.

Besonders spannend sind die Einblicke in die derzeit laufenden bauhistorischen Untersuchungen. Dabei wurden unter anderem alte Farbschichten freigelegt, die wertvolle Hinweise auf die ursprüngliche Farbgestaltung des Hauses im Innen- und Außenbereich liefern. Besucher können so den aktuellen Forschungsstand unmittelbar erleben und erfahren, wie historische Details Schritt für Schritt rekonstruiert werden.

Seit 2024 befindet sich das Ensemble aus Haus und Garten im Eigentum der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Mit der Übernahme hat die Stiftung die langfristige Verantwortung für den Erhalt des bedeutenden Baudenkmals übernommen. Ziel ist es, das historische Erscheinungsbild dauerhaft zu sichern und das Haus als herausragendes Zeugnis der Moderne für kommende Generationen zu bewahren. Gleichzeitig soll das Landhaus durch Führungen, Ausstellungen, Bildungsangebote und weitere Veranstaltungen zunehmend für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Eingebettet in die Hanglage am Stößensee besitzt das Ensemble eine besondere Stellung in der Berliner Denkmallandschaft. Das Haus und der dazugehörige Garten bilden eine architektonische Einheit, die in dieser Form heute einzigartig in der Hauptstadt ist.

Errichtet wurde das Landhaus in den Jahren 1929 und 1930 nach Entwürfen der Architekten Hans und Wassili Luckhardt sowie ihres Büropartners Alfons Anker. Das Gebäude gilt als eines der herausragenden Beispiele der Neuen Sachlichkeit und des Neuen Bauens in Berlin. Als eines der ersten Einfamilienhäuser in Stahlskelettbauweise verkörperte es den Aufbruch in eine moderne, funktionale Architektur. Prägend sind der klare kubische Baukörper, große Fensterflächen, lichtdurchflutete Räume sowie die markante Terrasse mit weitem Ausblick.

Auch der von Gartenarchitekt Berthold Körting gestaltete Hanggarten folgt den Reformideen der damaligen Zeit. Architektur und Natur sollten eine harmonische Verbindung eingehen und ein modernes Wohnen im Einklang mit der Landschaft ermöglichen. Diese Konzeption macht den besonderen Reiz des Ensembles bis heute aus.

Die Geschichte des Landhauses verlief jedoch alles andere als geradlinig. Ursprünglich plante Bauherr Richard Kluge am Rupenhorn eine Villenkolonie aus drei Häusern. Realisiert wurden letztlich nur zwei Gebäude. Die für Kluge errichtete „Villa Kluge“ wurde 1930 bezogen, musste jedoch schon kurze Zeit später aus wirtschaftlichen Gründen wieder aufgegeben werden. Nach einer Zwangsversteigerung erfolgte 1934 der Umbau in zwei separate Wohnungen.

In den späten 1930er Jahren entging das Haus nur knapp dem Abriss. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es mehrfach umgebaut und als Dienstwohngebäude genutzt. Viele dieser Veränderungen ließen den ursprünglichen Charakter zunehmend verschwinden. Erst das Architektenpaar Christa Kliemke und Robert Wischer erkannte die besondere Bedeutung des Bauwerks und erwarb die Villa 1997. In den folgenden Jahren wurden zahlreiche spätere Einbauten entfernt und die Außenfassade weitgehend rekonstruiert. Auch die Innenräume wurden behutsam an die ursprüngliche Gestaltung angenähert.

Bereits seit 1979 steht das Ensemble unter Denkmalschutz. Die aktuellen Restaurierungsmaßnahmen knüpfen an die bisherigen Bemühungen an und sollen dazu beitragen, eines der wichtigsten Zeugnisse moderner Architektur in Berlin langfristig zu sichern.

Weitere Führungen werden am 28. und 29. November sowie am 5. und 13. Dezember 2026 angeboten. Damit bietet sich Interessierten in den kommenden Wochen mehrfach die Gelegenheit, die bewegte Geschichte und architektonische Bedeutung des Landhauses Am Rupenhorn aus nächster Nähe kennenzulernen.

Weitere Informationen: www.denkmalschutz.de/denkmal/landhaus-am-rupenhorn «


Quelle: Pressemitteilung der Deutsche Stiftung Denkmalschutz vom 23. Oktober 2026 / textuell aufbereitet mit Hilfe von Copilot (KI)

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