Veröffentlicht am: 27.10.2026 um 13:37 Uhr:

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Bundesregierung: Wadephul fordert stärkere Unterstützung für Diplomatie und humanitäre Hilfe

Bundesaußenminister Dr. Johann Wadephul hat im Deutschen Bundestag für eine Stärkung der diplomatischen Handlungsfähigkeit Deutschlands geworben. In der Haushaltsdebatte 2027 sprach er sich für zusätzliche Mittel für Auslandsvertretungen, humanitäre Hilfe und die internationale Krisenbewältigung aus. Zugleich bekräftigte er die Unterstützung Deutschlands für die Ukraine.

» Bundesaußenminister Dr. Johann Wadephul hat den Haushalt seines Ressorts als wichtigen Beitrag zur Wahrung deutscher Interessen in einer zunehmend unsicheren Welt bezeichnet. In seiner Rede zum Haushaltsgesetz 2027 vor dem Deutschen Bundestag machte er deutlich, dass Diplomatie, Krisenprävention und internationale Zusammenarbeit auch unter schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen handlungsfähig bleiben müssten.

Zugleich verwies der Außenminister darauf, dass das Auswärtige Amt bereits erhebliche Sparmaßnahmen umgesetzt habe. Unter anderem seien 250 Stellen abgebaut sowie organisatorische Reformen in der Berliner Zentrale vorgenommen worden. Dennoch warnte Wadephul davor, die Leistungsfähigkeit des diplomatischen Dienstes weiter einzuschränken.

Mehr Personal für Visa und Wirtschaftsbeziehungen gefordert

Besondere Bedeutung misst der Außenminister den deutschen Auslandsvertretungen bei. Schnelle Visa-Verfahren seien nicht nur ein Service für Antragsteller, sondern auch ein wichtiger Faktor für die Wirtschaft. Unternehmen benötigten Fachkräfte, Geschäftspartner und Investoren, deren Einreise effizient bearbeitet werden müsse.

Gleichzeitig hob Wadephul hervor, dass Diplomatie weiterhin von persönlichem Austausch lebe. Internationale Beziehungen könnten nur durch gut ausgestattete Botschaften und Konsulate gepflegt werden. Deshalb habe das Auswärtige Amt bewusst darauf verzichtet, die Präsenz an wichtigen Auslandsstandorten weiter zu reduzieren.

Der Minister nutzte die Debatte zudem, um den Beschäftigten des Auswärtigen Dienstes zu danken. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hätten in den vergangenen Monaten unter schwierigen Bedingungen gearbeitet oder seien aus Krisengebieten wie dem Nahen Osten und anderen Konfliktregionen zurückgerufen worden. Auch bei der Modernisierung und Instandsetzung von Auslandsgebäuden sieht er zusätzlichen Handlungsbedarf.

Humanitäre Hilfe bleibt zentrale Aufgabe

Ein weiterer Schwerpunkt der Rede war die internationale humanitäre Hilfe. Wadephul sprach sich gegen weitere Kürzungen in diesem Bereich aus und kündigte an, sich im parlamentarischen Verfahren für zusätzliche Mittel einzusetzen.

Humanitäre Unterstützung sei nicht nur eine moralische Verpflichtung, sondern liege auch im Interesse Deutschlands und Europas. Hilfe in Krisenregionen könne dazu beitragen, Fluchtursachen zu mindern und Menschen vor Ort Perspektiven zu geben. Angesichts neuer Herausforderungen, etwa durch klimabedingte Extremereignisse oder internationale Konflikte, werde der Bedarf an humanitärer Unterstützung in den kommenden Jahren weiter steigen.

Klare Unterstützung für die Ukraine

Mit Nachdruck bekräftigte der Außenminister die deutsche Unterstützung für die Ukraine. Nach einem jüngsten Besuch vor Ort schilderte er den Widerstandswillen der Bevölkerung und die Bemühungen des Landes, trotz des andauernden Krieges gesellschaftliches Leben und Bildung aufrechtzuerhalten.

Deutschland werde weiterhin an der Seite der Ukraine stehen, betonte Wadephul. Dies sei nicht nur eine Verpflichtung gegenüber den Menschen in der Ukraine, sondern auch ein Beitrag zur Sicherung von Frieden und Stabilität in Europa.

Diplomatie für Frieden und Versorgungssicherheit

Neben der Unterstützung der Ukraine verwies der Außenminister auf laufende diplomatische Bemühungen zur Bewältigung globaler Krisenfolgen. Dazu zählen unter anderem Gespräche über die Wiederaufnahme von Getreidetransporten aus der Ukraine.

Ein Ausfall dieser Lieferungen hätte nach seinen Worten weitreichende Folgen für viele Staaten, die auf ukrainische Agrarprodukte angewiesen sind. Insbesondere Länder im Nahen Osten und in Nordafrika könnten dadurch vor erheblichen Versorgungsproblemen stehen. Deutschland setze sich daher gemeinsam mit internationalen Partnern für diplomatische Lösungen ein.

Außenpolitik als Investition in Sicherheit

Wadephul machte deutlich, dass Außenpolitik weit über klassische Diplomatie hinausreiche. Die Arbeit deutscher Botschaften, humanitäre Hilfe und internationale Konfliktlösung seien Investitionen in Frieden, Stabilität und wirtschaftliche Sicherheit.

Der Haushalt 2027 müsse deshalb sicherstellen, dass Deutschland seine internationale Verantwortung wahrnehmen und gleichzeitig seine politischen und wirtschaftlichen Interessen wirkungsvoll vertreten könne. «


Quelle: Rede von Dr. Johann Wadephul, Bundesminister des Auswärtigen, zum Haushaltsgesetz 2027 vor dem Deutschen Bundestag am 9. September 2026, Bulletin 82-2 / Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung / textuell aufbereitet mit Hilfe von Copilot (KI)

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