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Veröffentlicht am: 17.03.2021 um 08:34 Uhr:

Wissen: Von welchem Tier stammt die teuerste Wolle der Welt?

Ihr feines Fell schützt Vikunjas im Hochland der Anden vor Kälte. Doch es wurde ihnen fast zum Verhängnis...

» Ein Paar Socken aus Vikunjawolle kostet stattliche 500 Euro, ein Mantel gar 15.000 Euro. Die Wolle der zierlichen höckerlosen Kleinkamele ist die teuerste und weichste, die es gibt. Fünfmal feiner als Menschenhaar, schützen ihre federleichten, hohlen Fasern perfekt vor Kälte.

Schon die Inkas schätzten die zarte Vikunjawolle. Sie trieben die Wildtiere, die in einer Höhe von bis zu 5000 Metern leben, zusammen, schoren sie und ließen sie wieder frei. Die spanischen Eroberer aber erlegten ab dem 16. Jahrhundert die nur 50 Kilo leichten Verwandten der Alpakas, bis ihre Art vor der Ausrottung stand. Trotz erster Schutzbemühungen ab 1825 sank der Bestand weiter. Einst durchstreiften die Tiere zu Millionen das Grasland der Anden, 1965 waren es nur noch 6000. Schutzgebiete und strenge Auflagen für den Handel von Vikunjawolle durch das Washingtoner Artenschutzabkommen führten 1975 zur Trendwende. Heute wandern wieder etwa 300.000 Vikunjas in Argentinien, Bolivien, Chile, Ecuador und vor allem Peru durch die Anden. Nur alle zwei Jahre dürfen sie nach alter Inkasitte gefangen und mit einer Schere geschoren werden. Ein Tier gibt lediglich 150 Gramm Wolle, die von Hand gereinigt wird. In fünf Schritten spinnen Maschinen ein zartes Garn, das händisch in Tausende Nadeln von Strickmaschinen und Webstühlen gefädelt und zu Tuch und Strickwaren verarbeitet wird. Diese Arbeit hat ihren Preis. «


Quelle: Sabine Krempl in der HÖRZU vom 14. Februar 2020

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